01/11/18: Der wunde Punkt der ING Diba, Finlab sonnt sich, Folgen des Bitcoin-Urteils

Analyse: Die ING Diba kann fast alles – aber kann sie auch Geldanlage?

Gibt es eigentlich irgendwas, was der ING Diba nicht gelingt? Sie hat das Bankgeschäft von der Filiale entkoppelt, hat den Deutschen das Tagesgeld gebracht, hat Baukredite zur Standardware gemacht, rollt inzwischen sogar das Firmenkundengeschäft auf … sonst noch was? Ach ja, ganz nebenbei avancierte sie dank der Kooperation mit Scalable Capital auch noch zur volumenstärksten Robo-Bank des Landes – und das, ohne einen eigenen Robo Advisor bauen zu müssen. Alles bestens also? Nicht ganz. Denn: Fast parallel zum Bündnis mit Scalable startete die ING Diba im vergangenen Herbst ein vergleichbares eigenes Investmentangebot. Das jedoch fällt beim Kunden offenbar durch, hat nach groben Berechnungen von „Finanz-Szene.de“ nur rund ein Zwanzigstel der Zuflüsse, die Scalable über die Diba generiert. Kein Einzelfall. Denn gemessen an den Erfolgen anderer Sparten dümpelt das Wertpapiergeschäft der ING Diba offenbar seit Jahren vor sich hin. Wieso? Hier unsere große Analyse: Finanz-Szene.de

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News

Der Frankfurter VC-Investor Finlab sonnt sich ein bisschen im Erfolg seines bekanntesten Portfolio-Unternehmens Deposit Solutions: … oder wie soll man es sonst deuten, dass die Finlab-Manager Schütze und Rodriguez heute Früh in einem „BÖZ“-Interview einfach mal ein bisschen über die (angeblichen) Pläne des Hamburger Fintechs plaudern (O-Ton: Börsengang derzeit kein Thema, „aber wer weiß, was in den nächsten zwölf bis 24 Monaten passiert“). Da werden sich die Deposit-Manager bei der Zeitungslektüre heute Morgen sicher mächtig freuen. Zumal Finlab ja kein Mehrheitseigentümer oder so ist, sondern überschaubare 7,7% hält. Börsen-Zeitung (Paywall)

Kann es sein, dass die NordLB mit den kolportierten 3 Mrd. bis 3,5 Mrd. Euro Frischkapital gar nicht auskommt? Um ehrlich zu sein, wissen wir das nicht. Was allerdings stutzig machen sollte, das ist ein „Reuters“-Bericht, wonach die niedersächsische Landesbank beim aktuellen EZB-Stresstest (die Ergebnisse kommen am Freitag) nicht nur schlecht, sondern so richtig schlecht abgeschnitten habe. Konkret: Im angenommenen Fall einer heftigen Wirtschaftskrise soll die harte Eigenkapitalquote in der EZB-Simulation auf rund 7% zusammengeschmolzen sein. Ob sich die Helabas und die Sparkassen dieses Landes wirklich einen Gefallen tun, wenn sie sich diesen Klotz ans Bein binden? Reuters

Na, liebe Banker, darf’s noch ein bisschen Bürokratie mehr sein? Aber gerne doch: Von November 2018 an (ergo: ab heute) müssen Banken ihre Kunden mindestens einmal jährlich detailliert über die Kosten fürs Girokonto informieren. dpa/Welt

Wenn Sie gefragt würden, wer eigentlich mehr Gewinn macht, der medial vielbeachtete Onlinebroker Comdirect oder der medial unterbelichtete Leasingspezialist Grenke, was würden Sie dann antworten? Na, weil Sie nicht so naiv sind wie wir hier bei „Finanz-Szene.de“, würden Sie vermutlich „Grenke“ sagen und hätten damit dann auch Recht. Bei der Comdirect waren’s, wie gestern berichtet, auf 9-Monats-Sicht 64,3 Mio. Euro, bei Grenke dagegen 97,9 Mio. Euro. (Bemerkenswert in dem Zusammenhang, dass es grob geschätzt zwar 32 deutsche Robo-Adviser gibt, man aber, wenn man bei Google „Leasing-Fintech“ eingibt, keinen vernünftigen deutschsprachigen Treffer erhält). Pressemitteilung (PDF), FAZ (S. 20)

Was ist eigentlich aus „Wise“ geworden, dem im Sommer gestarteten Whitelabel-Robo der DWS? So ganz genau wissen wir das nicht. Allerdings sind wir gestern über eine Pressemitteilung gestolpert, in der stand, dass das Vergleichsportal „geld.de“ (hinter dem der Maklerpool Jung, DMS & Cie. steht) das DWS-Angebot in seine Plattform integriert hat. Leider war die Mitteilung werblich derart überlastet, dass wir von einer Verlinkung absehen und lieber nochmal auf einen Archivartikel verweisen, aus dem das Prinzip von „Wise“ hervorgeht: Fondsprofessionell

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Linktipps

Woran liegt es, dass immer mehr Sparkassen fusionieren – darunter jetzt auch die bundesweit kleinste, nämlich die in Bad Sachsa? Klar, zum einen am Niedrigzins und der Regulierung. Aber eben auch an sektorspezifischen Verlustbringern wie der NordLB. Xing News

Wie kann es sein, dass die Deutsche Bank an einem Tag die DWS für deren Ergebnisse lobt, nur um am nächsten Tag deren Vorstandschef rauszukegeln? „Capital“-Kolumnist Bernd Ziesemer über die „Doppelsprache“ des wichtigsten Geldinstituts der Republik. Capital

Wie weit ist die Deutsche Bank eigentlich bei dem Versuch gekommen, im Corporate-Finance-Geschäft wieder die Nummer eins hierzulande zu werden? Darüber haben die beiden DACH-Chefs mit dem Finance-Magazin gesprochen. Finance

Welche konkreten Auswirkungen hat das „Bitcoin-Urteil“ des Berliner Kammergerichts? Hierüber hat der omnipräsente Jochen Siegert vom Paymentandbanking-Blog den Juristen und Zahlungsverkehrsexperten (Anm.: geile Kombi …) Frank Müller befragt. PAB (Podcast)

Klickfavorit

… war gestern unsere Exklusiv-Geschichte zu den Nutzerzahlen von Paydirekt. Finanz-Szene.de

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