03/07/18: Sind Deutschlands Banker zukunftsblind?, N26 verschiebt US-Start, Liebes-Aus bei der Haspa

Liebe deutsche Banker, wer schätzt die Lage falsch ein: Ihr oder die Fintech-Jünger?

Eigentlich eine Unverschämtheit: Da malen Heerscharen von Fintech-Jüngern, Gafa-Predigern, Digital Na(t)ives, Mega-Influencern, Edel-Consultants und Sonst-nix-zu-tun-Bloggern (zur letzten Kategorie zählen ja bekanntlich auch wir selbst) Tag für Tag den Untergang der klassischen Banken an die Wand … Doch was machen die klassischen Banken? Weigern sich unterzugehen. Und nicht nur das: Sie besitzen (siehe jüngst die verblüffende E&Y-Studie) sogar noch die Chuzpe, ihre eigenen Aussichten rosarot statt tiefschwarz zu malen!!! Wie ist dieser Widerspruch zu erklären? Sind die Szenarien der selbsternannten „Ahead of the curve“-Menschen einfach nur maßlos überzeichnet? Oder leugnen die Banken und Sparkassen  die Realität? Und, ganz konkret: Warum geben sich die Banker momentan eigentlich so optimistisch? Zehn (mögliche) Erklärungen: Finanz-Szene.de

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News

Exklusiv – N26 verschiebt US-Start immer weiter nach hinten: Wer sich die Mühe macht, die regelmäßig wiederkehrenden, scheinbar immer gleichen „N26 expandiert in die USA“-Meldungen mal etwas genauer zu studieren, der merkt, dass zwar die eigentliche Geschichte stets dieselbe ist („Finanz-Szene“ im Oktober, „Reuters“ im April“, „FAZ“ im Juni, „Bloomberg“ gestern …) – dass sich aber der Termin für den US-Launch dabei immer weiter nach hinten verlagert. War anfangs noch von „Mitte 2018“ die Rede, so wurde es irgendwann „Herbst 2018“. Und nun? Steht da plötzlich was von 2019. Fast schon yomoesk. Und übrigens: Auch zwei weitere Aussagen von N26-Chef Valentin Stalf im „Bloomberg“-Interview fordern zu einer kleinen Exegese heraus: Finanz-Szene.de

Die deutschen Banken dürfen die Bankenabgabe nicht von der Steuer absetzen: … hat gestern  das Finanzgericht Münster entschieden (nachdem die dort ansässige WL Bank geklagt hatte). Allerdings: Die Richter ließen eine Revision beim Bundesfinanzhof zu. Börsen-Zeitung

Da schau her, die Haspa und Investify lassen sich schon wieder scheiden: Einfach mit dem verbundeigenen Robo-Advisor der Deka kooperieren? Nein, das war der feinen Hamburger Sparkasse zu piefig. Stattdessen arbeitete sie lieber mit dem Robo-Startup Investify zusammen. Doch das war noch nicht alles:  Die Hanseaten verpflichteten sich laut einer „verbindlichen Absichtserklärung“ sogar zum Einstieg bei dem deutsch-luxemburgischen Fintech. Und nun, zwölf Monate später: Ist das Bündnis bereits wieder Geschichte, weiß der umtriebige Kollege Caspar Schlenk von Gründerszene.

Jetzt verlegt auch Barclays die ersten Brexit-Banker nach Frankfurt – und zwar zunächst einmal 40 bis 50 Leute. Guardian

Eine Meldung, die schon ein paar Tage älter ist, von der wir aber glauben, dass viele deutsche Sparkassen-Menschen sie nicht mitbekommen haben, obwohl sie (die Meldung) sie (die Sparkassen-Menschen ) durchaus etwas angeht: Laut „Bloomberg“ bringen sich diverse Private-Equity-Firmen in Stellung, den französischen Payment-Dienstleister Ingenico zu übernehmen. Aus Sparkassen-Sicht ist hieran interessant, dass 1.) Ingenico gerade erst 52% am Sparkassen-Acquirer BS Payone übernommen hat und 2.) zu den möglichen Bietern für Ingenico auch PE-Firmen gehören, die nach „Finanz-Szene.de“-Informationen auch an BS Payone interessiert waren, aber dann zurückzogen, weil die Sparkassen ihre Tochter nicht mehrheitlich abgeben wollten (was sie dann, siehe die 52%, aber doch taten …). Endet die ganze Geschichte also damit, dass die Sparkassen auf dem Minderheitsanteil einer Tochter einer Beteiligung zweier PE-Firmen sitzen bleiben, an die sie eigentlich nicht verkaufen wollten? Bloomberg

Und wie immer dienstags noch ein kleiner Rückblick aufs Wochenende:

Linktipps

Und nun, Deutsche Bank? Christian Sewing muss weniger Löw und mehr Merkel sein, findet Saskia Littmann von der Wirtschaftswoche.

Was ist eigentlich dieser Michael Diederich für ein Typ, sprich: der (nicht mehr ganz neue, aber fast neue) Chef der Hypo-Vereinsbank? Die SZ-Redakteure Stephan Radomsky und Andrea Rexer haben ihn porträtiert. Süddeutsche

„Please carry an alternative card“: Warum das britische „Wir zeigen es den klassischen Banken aber mal so richtig“-Fintech Revolut seinen Kunden empfiehlt, sich im Zweifel dann doch lieber auf die klassischen Banken zu verlassen. Nocashblog

Was macht eigentlich das vor zwei Jahren gestartete Umbau-Programm der Commerzbank? „Läuft“, sagt Jörg Hessenmüller, der frisch gebackene Leiter des neuen Konzernbereichs „Digital Transformation“. Der Bank-Blog

Klickfavorit

… am Freitag waren die „massiven Probleme“ bei Savedroid. Finanz-Szene.de