04/04/18: Paydirekt-Scoop, Deutsche Bank im Abwärtsstrudel, N26 ist sogar 750 Mio. $ wert,

Exklusiv: Paydirekt sendet ein Lebenszeichen

Achtungserfolg für Paydirekt: Nach exklusiven Informationen von „Finanz-Szene.de“ hat der Paypal-Klon der deutschen Banken einen weiteren renommierten Großkunden gewonnen, nämlich den viertgrößten deutschen Online-Shop „Notebooksbilliger.de“. Der auf Unterhaltungs-Elektronik spezialisierte Versandhändler setzte zuletzt gut 700 Millionen Euro jährlich um – womit laut Zahlen des EHI Retail Instituts hierzulande nur Amazon, Otto und Zalando größer waren. In Finanzkreisen hieß es, Paydirekt habe „Notebooksbilliger“ die Zusammenarbeit durch einen Werbekostenzuschuss in sechs- bis siebenstelliger Höhe schmackhaft gemacht. Ein Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. Lesen Sie hier alle Hintergründe – und was der Deal für Paydirekt bedeutet:

Finanz-Szene.de

News

Exklusiv – So viel ist N26 tatsächlich wert: Bereits letzte Woche hatten wir gemutmaßt, dass N26 nach der jüngsten Funding-Runde mehr als 500 Millionen Euro wert sein dürfte. Auf Basis des zwischenzeitlich veröffentlichten Handelsregister-Eintrags lässt sich die Bewertung jetzt sogar einigermaßen genau bestimmen – und zwar liegt sie sogar bei gut 610 Millionen Euro (bzw. rund 750 Mio. Dollar). Das bedeutet: Obwohl die Allianz satte 37,5 Mio. Euro in das Berliner Fintech pumpte, beträgt ihr Anteil gerade mal gut sechs Prozent. Die beiden Gründer halten weiterhin deutlich mehr. Finanz-Szene

(Ein klein bisschen) Kritik an Achleitner: „Reuters“ zitiert einen Großaktionär, der dem Aufsichtsratschef der Deutschen Bank „zu viele Ausreden für strategische Fehlentscheidungen“ vorwirft, und noch einen, der sagt: „Achleitner kontrolliert den Prozess offensichtlich nicht.“ Die Quotes werden  dem Österreicher nicht gefallen. Andererseits: Zwei moppernde Investoren nach einer Woche Ausnahmezustand – was ist das schon? Reuters

Deutsche-Bank-Aktie im Sinkflug: Gestern war das Papier nur mehr rund 11 Euro wert – und damit so wenig wie zuletzt im Zitterherbst 2016. Auch die Commerzbank-Aktie sackte ab. Manager Magazin, Deutsche-Bank-Aktie, Commerzbank-Aktie

… und als wäre die Situation nicht schon trist genug: In den M&A-Statistiken für das erste Quartal (jedenfalls in denen von Dealogic) reicht es für die Deutsche Bank nicht einmal mehr zu einem Top-Ten-Platz in ihrem Heimatmarkt. Börsen-Zeitung

Die Volksbanken starten endlich ihren Alexa-Skill: … wobei man mit dem Tool  so wenig anfangen kann, dass es vermutlich übertrieben wäre, hierfür den Begriff „Voice Banking“ zu verwenden. Handelsblatt

Der Quirin-Robo hat 2017 die 100-Millionen-Euro-Marke geknackt: Wie es der Berliner Bank sonst so geht? Geht so. Fondsprofessionell, Börsen-Zeitung (Paywall)

Linktipps

Vier Szenarien für die Deutsche Bank: Von „Investmentbank à la Goldman Sachs“ bis hin zu „reine Digitalbank“. Manager Magazin

So denkt ein x-beliebiger Volksbank-Vorstand (nämlich Herr Koelbach von der Westerwald Bank eG) über die Zukunft der Filiale: „Das vorhandene Filialnetz muss einer regelmäßigen und rigorosen Prüfung unterzogen werden. Nur zukunftsfähige Standorte können bleiben. In diese aber muss massiv investiert werden, um …“ Hier der ganze Beitrag: Linkedin

Wie Deutschlands Landesbanken den Schuldschein digitalisieren: Die LBBW setzt auf die Blockchain, die Helaba auf eine Kooperation mit dem Fintech Value Concepts. Bloomberg

Wie die elektronische Signatur nun auch im Firmenkunden-Geschäft Einzug hält … am Beispiel der DZ Bank. DZ Innovationsblog

Die faktenärmste Fintech-Grafik aller Zeiten: Das Finanz-Startup Barzahlen hat erste Nutzerzahlen zu Cash26 (also zum Ein- und Auszahlverhalten von N26-Kunden an der Supermarktkasse) veröffentlicht. Wobei: Abgesehen davon, dass der Service am 2. November 2017 genutzt worden sein muss, erfährt man eigentlich nichts (auch nicht auf explizite Nachfrage). Schade eigentlich. IT-Finanzmagazin

Dazu passend ein Tweet des geschätzten Kollegen (und Sparda-Kunden) Christian Kirchner: In der Theorie klappt Barzahlen.de ja ganz wunderbar, aber die Lebenswirklichkeit ist halt manchmal noch (noch!!!) so, wie sie ist. Twitter

Und ein kleiner Service für alle, die sich für die Schweizer Fintech-Szene interessieren: Der Rückblick auf die wichtigsten Ereignisse im März. Finanz und Wirtschaft.

That’s not news

Da wir seit Gründonnerstag nicht mehr erschienen sind, fassen wir die wichtigsten Meldungen des langen Osterwochenendes kurz für Sie zusammen:

  • Die Hypo-Vereinsbank hat im vergangenen Jahr 1,6 Mrd. Euro verdient: Das ist das beste Ergebnis seit fünf Jahren. Börsen-Zeitung (Paywall), Geschäftsbericht (PDF)
  • UBS-Manager Zeltner angeblich Kandidat für Cryan-Nachfolge: Laut „Spiegel“ soll Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Achleitner bereits entsprechende Gespräche mit dem Schweizer geführt haben. Spiegel
  • Ex-Merrill-Lynch-Chef Thain soll Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank werden. Hintergrund: Den früheren Investmentbanker verbindet eine gemeinsame Goldman-Vergangenheit mit Paul Achleitner. Wiwo
  • Einstieg privater Investoren bei der NordLB wird immer wahrscheinlicher: Als Kandidaten gelten (wie immer in solchen Fällen) Cerberus und Apollo. Wiwo
  • Commerzbank verteuert „Premium-Konto“ um 30 Prozent: Statt 9,90 Euro zahlen die Kunden jetzt 12,90 Euro im Monat. FAZ/HB

Klickfavorit

… war am vergangenen Donnerstag unsere Analyse zu den 2017er-Zahlen der deutschen Banken. Finanz-Szene