05/02/19: Die Wirecard-Fehde, Wer wird BayernLB-Chef?, Deutsche Bank

Wirecard erklärt Kursbeben mit möglicher Kollegen-Fehde. Investoren zeigen sich beruhigt

Kein Scherz: Das Kursbeben bei Wirecard vergangene Woche soll in letzter Konsequenz das Resultat einer möglichen persönlichen Fehde zwischen zwei Angestellten gewesen sein. Wie der Dax-Konzern gestern mitteilte, habe ein in Singapur ansässiger Mitarbeiter gegenüber der dortigen Compliance-Abteilung Bedenken „wegen angeblicher Handlungen“ eines Kollegen geäußert. Auf Basis dieses Vorgangs sollen dann – so deuten wir es jedenfalls – jene inkriminierenden Dokumente angefertigt worden sein, aus denen die „Financial Times“ zitierte, was dann zum Einbruch der Aktie führte. „Wir gehen davon aus, dass es sich um persönliche Motive handelt, nicht um Fragen des Accountings oder der Compliance“, sagte CEO Markus Braun in einer Telco. Die Mehrzahl der Investoren hält diese Darstellung offenbar für plausibel. Die Aktie stieg um 14% auf 123,40 Euro. Hier unsere Analyse: Finanz-Szene.de

Linkliste:

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News

Das „Handelsblatt“ nennt heute Früh die Favoriten für die Nachfolge von Ex-BayernLB-Chef Riegler (bzw.: genau genommen wird sie oder er das Amt ja nicht von Riegler, sondern von Interimschef Zoller übernehmen): Also, auf der Liste stünden Stephan Winkelmeier (Chef der FMS), Manuela Better (Deka-Vorständin) und Ex-Buba-Vorstand Andreas Dombret. LBBW-Vorstand Christian Ricken habe ebenfalls draufgestanden, aber bereits abgewinkt. Handelsblatt (Paywall)

Dann eine Nachricht, die wir letzte Woche peinlicherweise verschlampt haben und die wir nun heimlich nachreichen: In einem seit Jahren schwelenden Rechtsstreit, in dem es im Kern um die Frage geht, ob die deutschen Banken den (mittlerweile zu Klarna gehörenden) Zahlungsdienstleister „Sofort“ womöglich jahrelang behindert haben, haben ebenjene deutschen Banken vor dem OLG Düsseldorf eine deutliche Niederlage erlitten. Handelsblatt (Paywall), IT-Finanzmagazin

Und dann drehen wir Ihnen zwei Meldungen zur NordLB an, die übers Wochenende (spätestens Sonntagabend) auch schon irgendwo gelaufen waren, für die wir aber gestern Früh weder den Platz noch die Zeit noch den Nerv hatten: Der Verkauf des Milliarden-Schiffsportfolios an Cerberus scheint perfekt zu sein. (FAZ) +++ Die 2018er-Verluste sollen sich (auch weil die Risikovorsorge wegen des Schiffsdeals schon vor Jahresfrist dramatisch erhöht wurde) auf rund 2,7 Mrd. Euro belaufen. (HAZ) 

Kurzmeldungen: Bei einer Anhörung in der „Causa Danske“ hat die Deutsche Bank gestern Abend mit eher kargen Auskünften die EU-Parlamentarier verärgert (HandelsblattPaywall, Tagesspiegel) +++ Und nochmal Deutsche Bank: Deren CFO von Moltke stellt eine Kürzung der Boni in Aussicht, sollten die Erträge nicht bald steigen (Bloomberg) +++ Die Umweltbank sucht Investoren für eine Kapitalerhöhung – und schließt eine Fusion mit dem Rivalen und Minderheitsaktionär GLS Bank aus (Börsen-Zeitung/Paywall)

Und falls jetzt die Fintech-Jungs fragen, wo denn eigentlich diese Woche die Fintech-News bleiben: Naja, Wirecard und Klarna/Sofort sind ja irgendwie auch Fintech. Und morgen, Kinder, wird’s was geben. Bis dahin bitten wir Euch um etwas Geduld bzw. verweisen wir Euch auf die Linktipps weiter unten …

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Linktipps

Keine ganz neue Argumentation – aber vielleicht trotzdem lesenswert (zumindest mal querlesen): Warum ein Investmentbanker  bei der Deutschen Bank soviel verdient. Ob es wirklich 38.000 von ihnen braucht (jedenfalls wenn man CIB insgesamt nimmt). Und ob die ganze Veranstaltung den Aktionären wirklich einen Mehrwert bringt. FT Alphaville (registrier-, aber nicht bezahlpflichtig)

Die Bank als Plattform – was der Untergang von Nokia die deutsche Kreditwirtschaft lehren kann. Bankstil

Mal angenommen, der Bitcoin ist nicht tot – für was brauchen wir ihn dann? Vier Thesen zur Zukunft der Kryptowährungen. PAB-Blog

Klickfavorit

… war gestern unsere große Analyse zur Lage bei Wirecard. Finanz-Szene.de

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