05/03/19: Größte deutsche Fintech-Fusion, Der arme DSGV-Chef, Deutsche Commerz

Exklusiv: Fintech-Hammer – Finleap verleibt sich den Hamburger API-Pionier Figo ein

In der deutschen Fintech-Branche kommt es zum ersten ganz großen Zusammenschluss: Nach exklusiven Recherchen von „Finanz-Szene.de“ schlüpft der Hamburger API-Dienstleister Figo (also die Firma von Fintech-Vordenker André Bajorat) unter das Dach des Berliner Inkubators Finleap. Dieser verschmilzt Figo den Informationen zufolge mit seiner Tochter Finreach Solutions, wodurch das größte deutsche B2B-Fintech hinter der Solarisbank entsteht (die bekanntlich ebenfalls zum Finleap-Imperium gehört). Die Verträge wurden gestern am späten Abend unterzeichnet, heute Morgen sollen die Mitarbeiter informiert werden. Klar scheint: Die Kombination Finreach/Figo verspricht Erfolg. Allerdings ist sie angesichts des teuren Setups (90 Mitarbeiter, verteilt auf zwei Standorte Hamburg und Berlin) auch zum Erfolg verdammt. Erfahren sie hier alle Details – darunter, wie das Geschäftsmodell aussieht, wer Chef des Joint-Ventures wird und was André Bajorat künftig macht: Finanz-Szene.de

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News

Gerät die Neubesetzung des Deka-Chefpostens zur Machtprobe für den Sparkassen-Präsidenten? Eine schwere Niederlage hat Helmut Schleweis ja schon erlitten – nämlich als seine Idee einer Sparkassen-Zentralbank durch gezielte Durchstechereien als Totgeburt endete. Und nun? Droht dem DSGV-Chef offenbar die nächste Schlappe: Wie das „Handelsblatt“ heute Früh berichtet, wollte Deutschlands oberster Sparkässler  als Nachfolger von Deka-Chef Rüdiger eigentlich dessen Vize Stocker installieren. Dann jedoch sei Schleweis in seiner Funktion als Deka-Verwaltungsratschef  von anderen Verwaltungsräten gezielt ausgebremst worden; die hätten nämlich auf einem offenen Auswahlprozess bestanden. Folge: Als künftiger Chef des Sparkassen-Fondsanbieters wird nun ausgerechnet Union-Investment-Mann Reinke gehandelt (wir berichteten). Kommt es wirklich so, hätten die Sparkassen ihren neuen Präsidenten, kaum dass dieser im Amt ist, schon halb demontiert. HB (Paywall)

Greift der Springer-Verlag jetzt mit einem eigenen Robo-Advisor die deutschen Banken an? Naja, zumindest ist am Wochenende ein digitaler Vermögensverwalter namens „Oskar“ livegegangen, der gestern gleich mal mit maximaler Prominenz über das reichweitenstarke Springer-Portal „Finanzen.net“ gepusht wurde. Zwar betonte der einstige „Finanzen.net“- und jetzige „Oskar“-Gründer Jens Ohr gegenüber „Finanz-Szene.de“, der Medienkonzern sei an dem Robo-Projekt nicht direkt beteiligt. Indes: Warum soll der Springer-Verlag den neuen Online-Vermögensverwalter promoten, wenn man selbst nichts davon hat? Irgendeine Form von Incentive (eine Option auf Anteile?) wird man sich ausbedungen haben, oder? Noch was? Ja, für die Connaisseure: Die Infrastruktur von „Oskar“ kommt auf Whitelabel-Basis von Scalable Capital, Depotbank ist Baader.

Wo wir schon mal dabei sind: Der Bauer-Verlag hat das (angeblich größte) spanische Finanz-Vergleichsportal CrediMarket gekauft. Turi2

Die nächste IT-Panne: Diesmal hat es die Volks- und Raiffeisenbanken (oder zumindest einige von ihnen) erwischt. Wie der genossenschaftliche IT-Dienstleister Fiducia mitteilte, waren Geldautomaten und Online-Banking gestern zeitweise lahmgelegt. Auch Kunden, die im Laden mit Karte hätten zahlen wollen, seien betroffen gewesen. Onvista

Und die Kurzmeldungen (denen wir wie immer dienstags auch die wichtigsten Nachrichten vom Wochenende untergerührt haben, darunter die wieder mal krasse Nummer bei Berenberg): Die geplante Reform der EU-Finanzaufsicht droht (endgültig) zu scheitern (Börsen-Zeitung) +++ Gegen Hendrik Riehmer, Co-Chef der Berenberg Bank, wird wegen des Verdachts auf Insiderhandel ermittelt (Finance, Abendblatt/Paywall) +++ Die US-Großbank JP Morgan hat zur Stärkung ihres deutschen Firmenkunden-Geschäfts den früheren HVB-Bereichsvorstand Bernhard Brinker verpflichtet (Finance) +++ Der Staatsfonds von Katar will laut „Spiegel“ mindestens 5% der Deutsche-Bank-Aktien erwerben – womit das Emirat, rechnet man die Anteile der Herrscherfamilie ein, auf mehr als 11% käme (ARD.de, Spiegel/Paywall) +++ Die DZ Bank kommt bei der Zerlegung ihrer Krisentochter DVB voran und verkauft deren Flugzeugfinanzierungs-Sparte an die japanische MUFG Bank (BÖZ) +++ NRW-Bank-Chef Eckhard Forst steigt womöglich doch nicht zum VÖB-Präsidententen auf. Denn:  Laut „SZ“ und „HB“ haben ausgerechnet einige andere Förderbanken was dagegen (Twitter, HB/Paywall)

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Linktipps

Lasst mich raus, ich bin eine Sparkasse: Wie sich die kommunalen Institute aus alten Prämiensparverträgen rauszuwinden versuchen. Süddeutsche

Nach der „New York Times“ widmet sich nun auch der „Economist“ der „Deutschen Commerz“ – und erklärt, warum die beiden Frankfurter Großbanken bei einer Fusion (angeblich) nicht viel gewinnen können. Economist (für Probeleser nicht bezahl-, aber registrierungspflichtig)

… und nach dem „Economist“ hat sich auch die „Financial Times“ des Themas angenommen, wobei sie vor allem der Frage nachgeht, warum die Bundesregierung die Fusion derart pusht. (FT/Paywall)

Der Japaner ist der Deutsche unter den Asiaten – er zahlt noch gern mit Scheinen und Münzen. Wie die Regierung (also die japanische …) das ändern will (nämlich grob gesagt: mittels Blockchain), erklären die Kollegen des Fachportals „Heise.de“.

Klickfavorit

… war am Freitag unsere Analyse zu den Geschäftszahlen des größten deutschen Robo-Advisors Scalable Capital. Finanz-Szene.de

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