06/09/18: N26 gegen Solarisbank, Das Kundenraster der ING Diba, Was die Coba jetzt braucht

Ob die Commerzbank jemals in den Dax zurückkehren wird? Das ist nicht die Frage …

Seit gestern Abend, 22 Uhr, ist die Sache also perfekt: Die Commerzbank fliegt aus dem Dax – endgültig. Was dazu noch zu sagen wäre: Wer in der ersten Börsenliga ein Leichtgewicht war, ist in der zweiten nicht automatisch ein Schwergewicht. Denn mit einer Marktkapitalisierung von aktuell rund 10 Mrd. Euro kommt die Coba selbst im M-Dax nur auf Platz 8 (knapp hinter Zalando und Symrise). Womit die Frage, ob es der Gelbbank eher wie dem 1. FC Köln (der nach einem Abstieg ja immer gleich wieder aufsteigt) oder eher wie dem 1. FC Kaiserslautern ergehen wird, auch gleich beantwortet wäre: Allzu optimistisch sollte man nicht sein. Was sonst noch zu sagen ist? Dass es ein Segen ist, dass die nervenden Commerzbank-Wirecard-Vergleiche jetzt endlich ein Ende haben. Und dass es womöglich auch ein Segen wäre, wenn die Coba in den nächsten Monaten mal ein bisschen weniger Technologiekonzern spielen würde. Denn bei aller Begeisterung für Blockchain, künstliche Intelligenz & Co.  – die großen Themen für die Commerzbank sind momentan andere. Das eine heißt Erträge (v.a. im Firmenkundengeschäft). Und das andere Kosten (v.a. im Privatkundengeschäft). Kriegt die Coba diese beiden Probleme in den Griff, dann klappt’s auch wieder mit dem Börsenwert.

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News

Kann es sein, dass sich die beiden großen deutschen Fintech-Banken allmählich ins Gehege kommen? Gestern jedenfalls hat N26 ein „Premium-Geschäftskonto“ gelauncht, das sich speziell an Freiberufler und Selbständige wendet – was insofern interessant ist, als zwei der wichtigsten Solarisbank-Partner (nämlich Kontist und Penta) genau diese Klientel umwerben. Das ist zwar noch kein direkter Angriff. Aber ein indirekter. Genauso, wie es umgekehrt ein indirekter Angriff ist, dass die Solarisbank ihrerseits der polnischen Alior-Bank hilft, einen N26-Klon im deutschen Markt zu platzieren. Das Spiel heißt halt nicht nur „Fintechs gegen Banken“. Sondern auch „Fintechs gegen Fintechs“.

Exklusiv: Haspa-Vorstandsfrau Poullain geht vorzeitig – und hinterlässt der größten deutschen Sparkasse ein Quotenproblem: Nach exklusiven Informationen von „Finanz-Szene.de“ hat die Privatkunden-Chefin intern angekündigt, ihren eigentlich bis 2021 laufenden Vertrag nicht erfüllen zu wollen. Stattdessen wird sie schon ein Jahr früher ausscheiden, wie die Haspa auf Anfrage bestätigt. Darüber hinaus will Poullain ihre Arbeitszeit schon vom nächsten Frühjahr an reduzieren – was die Frage der Nachfolge umso akuter machen dürfte. Was das alles für Vorstandschef Vogelsang bedeutet? Dass er sich ein paar Gedanken machen muss, wie seine Sparkasse ihre (ohnehin  bescheidene) Frauenquote erfüllen soll. Denn schon jetzt, zeigen Recherchen von Finanz-Szene.de, schafft es die Haspa, die niedrig gehängte Latte zu reißen. Hier die Details: Finanz-Szene.de

Welche Kunden ins Raster der ING Diba passen – und welche nicht: Ist noch ein kleiner Nachtrag zu unserer Geschichte gestern erlaubt? Und zwar: Uns fiel eine Investorenpräsentation in die Hände, in der die Frankfurter Oranjebank einige ihre „Corporate Clients“ aufzählt, darunter fünf aktuelle (BMW, BASF, Siemens, RWE und Lufthansa) sowie zwei ehemalige Dax-Konzerne (Metro und Pro Sieben). Was diese Liste über die Gesamtstrategie der ING Diba im deutschen Markt verrät? Womöglich mehr, als man denkt: Finanz-Szene.de

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Linktipps

Gästeblog: Wenn die Münchner Rück für 300 Mio. Dollar ein IoT-Startup kauft … dann zeigt das wieder mal, dass Deutschlands Versicherer in mancherlei Hinsicht innovativer sind als Deutschlands Banken, schreibt Ralf Keuper. Finanz-Szene.de

Wem unser Opus „Wirecard in zehn Minuten“ vorgestern zu lang war … dem möchten wir gerne eine nicht ganz so zeitraubende, aber trotzdem sehr lesenswerte Alternative ans Herz legen: „Wirecard in drei Minuten“ von Christian Kirchner in Capital.

Die um keine Infografik verlegenen „Paymentandbanking“-Blogger haben eine Übersicht über die wertvollsten Technologiekonzerne weltweit erstellt. Wenn wir Ihnen vor dem Klicken noch eine kleine Interpretation an die Hand geben dürften:  Wir fanden spannend, dass die ersten reinen Finanz-Techkonzerne zwar einerseits erst an Position 9 (Alipay) bzw. Position 11 (Paypal) kommen – dass andererseits aber sechs der Top-7 (nämlich Apple, Amazon, Google, Facebook, Alibaba und Tencent) entweder schon Finanzgeschäfte betreiben oder wenigstens (um endlich mal eine billige Metapher rauszuhauen) mit den Hufen scharren. Das zeigt, (nächste billige Metapher:) woher der Wind weht. Paymentandbanking

Banken (und Kunden) brauchen keine Angst vor künstlicher Intelligenz zu haben: … meint Consorsbank-Vorstand Sven Deglow. Der Bank-Blog

Klickfavorit

… war gestern unsere Grafik zum Ertragswachstum der ING Diba im Firmenkundengeschäft. Finanz-Szene.de

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