13/06/18: Der Parade-Job für Frauen in deutschen Banken, War die HSH umsonst?, EZB prüft Blaubank

Frauen werden nichts in Banken-Deutschland? Doch, doch: Sie werden CIO

Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? Wo immer in den vergangenen Monaten ein bedeutender CIO-Posten in der deutschen Finanzbranche frei wurde, ging die Stelle mit einiger Wahrscheinlichkeit an eine Frau. Glauben Sie nicht? Dann schauen Sie doch mal, wer sich seit April um die Informationstechnologie der KfW kümmert. Wer seit Mitte Mai als CIO von Consorsbank und DAB firmiert. Wer im Juli als Bereichsvorständin IT bei der LBBW anfängt. Wer in Kürze als Chief Information Officer und Mitglied der Geschäftsführung bei Concardis einsteigt. Und so weiter und so weiter. Natürlich: Es gibt Ausnahmen von der Regel. Die Deutsche Bank ist so ein Fall. Und doch: Gemessen daran, dass es in der deutschen Finanzbranche vor C-Level-Frauen ja nicht gerade wimmelt, ist die weibliche CIO-Dichte fast schon frappierend. Zumal es sich noch nicht einmal um einen gänzlich neuen Trend handelt. Die Gründe? Dieser Frage werden wir uns in einer der nächsten Ausgaben widmen. Heute zunächst einmal der große Überblick: Finanz-Szene.de

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SRC bestätigt PSD2-Konformität von Transakt

Nach einer intensiven Evaluierung haben die IT-Experten der  Security Research & Consulting GmbH (SCR) die PSD2-Konformität von Transakt bestätigt.  Transakt ist die neue Mobile-Banking-Lösung des internationalen Software-Unternehmens Entersekt. Dank neuester Sicherheitstechnologie ermöglicht Transakt das Auslösen einer Transaktion und die anschließende sichere 2-Faktor-Authentifizierung über ein und dasselbe Mobilgerät – und sogar mit einer einzigen App. „Transakt kann als State-of-the-Art-Lösung betrachtet werden, die hinsichtlich Design und Technologie weithin akzeptierte Best Practices der Branche verwendet“, so SRC. Transakt schützt weltweit bereits 150 Mio. Transaktionen pro Monat. Es kann problemlos in jede Mobile-Banking-App als sichere, komfortable und PSD2-konforme Authentifizierungslösung integriert werden. Erfahren Sie mehr

Solarisbank will nur noch maximal 18 Monate lang Geld verbrennen

Die Berliner Solarisbank will bis Ende nächsten Jahres auf Monatssicht profitabel sein. Das hat Vorstandschef Roland Folz in einem Interview mit „Bloomberg“ angekündigt. „Bis dahin planen wir keine weiteren Finanzierungsrunden, um unseren Anteilseignern alle Optionen offen zu halten“, sagte der frühere Deutsche-Bank-Manager. Das bedeutet: Womöglich könnte die 56-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde  aus dem März dieses Jahres bereits die letzte gewesen sein. Ein profitables „Weiter so“ sei  genauso denkbar wie ein Börsengang, so Folz. Interessant fanden wir auch eine weitere Aussage: So verfügt die Solarisbank inzwischen über genügend Kapital, um Kredite im Umfang von bis 400 Mio. Euro zu vergeben. Das bestätigt unseren Eindruck, dass sich die Berliner vom reinen Technologieanbieter zur Bilanzsummenbank wandeln. Siehe auch: unsere Geschichte über den digitalen KMU-Kredit neulich. Bloomberg (Folz-Interview); Finanz-Szene (Archiv-Artikel zu KMU-Kredit)

News

Die nächste große Auslandsbank, die deutsche Firmenkunden ins Visier nimmt: Wie stark hängt in diesem Fall eigentlich das eine mit dem anderen zusammen? Das eine: Deutsche Banken, die sich zuletzt erkennbar schwertaten, im Firmenkunden-Banking auf ausreichend Ertrag (Commerzbank) und/oder ausreichend Neugeschäft (Helaba) zu kommen. Und das andere: Immer neue ausländische Großbanken, die erzählen, wie toll sie den deutschen Markt finden. Jüngstes Beispiel: Standard Chartered, deren (dessen?) CEO Bill Winters Sätze sagt wie diesen: „Deutschland ist auch eines der Länder, in denen wir die meisten Kunden gewinnen.“ Handelsblatt (Paywall)

EZB prüft das Handelsbuch der Deutschen Bank: Das berichtet jedenfalls die „Süddeutsche Zeitung“ heute Morgen – wobei es sich nicht so liest, als hätten die Aufseher wirkliche Zweifel an der Qualität der Assets. Sondern eher so, als wäre das Ganze ein Signal an die Südländer bzw. die Südbanken. Motto: Seht her, wir schauen uns auch die Institute nördlich der Alpen sehr kritisch an. Neben der Deutschen Bank sollen auch die BNP Paribas und die Societe Generale von der Prüfung betroffen sein. Süddeutsche Zeitung

Die staatliche (bzw. mittlerweile ganz schön stattliche) Bankenabgabe kostet die deutsche Kreditwirtschaft in diesem Jahr 1,99 Mrd. Euro … hat die Bafin gestern mitgeteilt. Bafin

Sparda-Banken lassen sich bei Suche nach neuem IT-Partner noch ein bisschen Zeit: Die Entscheidung sollte bis Juni fallen, sei nun aber nochmal um drei bis vier Monate nach hinten verschoben worden, berichtet die „Börsen-Zeitung“. Als Kandidaten gelten Fiducia & GAD sowie Avaloq und Sopra Steria. BÖZ (Paywall)

Wefox werkelt an Mega-Funding: Neuer Beleg für unsere neue Lieblings-These, wonach die deutschen Insurtechs den deutschen Banken-Fintechs so langsam (bzw.: für den Moment) den Rang ablaufen. Die Kollegen von Gründerszene berichten nämlich heute Früh, dass das Berliner Versicherungs-Fintech  Wefox in seiner aktuellen Finanzierungsrunde bis zu 250 Mio. Dollar einsammeln will. Das wäre eine Dimension, wie sie nicht mal N26 erreicht hat. Gründerszene

Hinweis: Unter Berufung auf die FAZ hatten wir letzte Woche gemutmaßt, die neue Marketing-Kampagne der Deutschen Bank sei rund 50 Mio. Euro schwer. Wenn wir nochmal mutmaßen dürfen: Es soll deutlich weniger sein.

Linktipps

Wieviel zahlen Cerberus und Flowers letztlich für die HSH Nordbank? Gar nichts, glaubt man der Süddeutschen Zeitung.

„Die liebe Laura Dekker ist sicherlich ein überaus faszinierender und sympathischer Mensch, [der] aber eben nichts mit dem Leistungsportfolio der Deutschen Bank zu tun hat“: Wie Werber die neue Marketing-Kampagne des größten deutschen Geldinstituts beurteilen. Horizont

Der neueste Werkstatt-Bericht aus dem Silicon Valley: Wie Finanz-Startups versuchen, aus dem Bankkonto ein cooles Produkte zu machen. Bloomberg

Wenn die Digitalisierung massenweise Bankjobs vernichtet. Diesmal: die Citigroup. Wirtschaftswoche, Financial Times (Paywall)

Wie Sprachassistenten das Banking revolutionieren: Zu dieser Frage hat sich Comdirect-Chef Arno Walter ein paar Gedanken gemacht (bzw: … ein paar Gedanken machen lassen, wollen wir doch hoffen. Oder schreibt so ein CEO seine Kolumnen selber? Wäre ja zu herrlich…). Der Bank-Blog

Klickfavorit

… war gestern unser Scoop über die wahnsinnige Ebit-Marge des Münchner Payment-Fintechs „Sofortüberweisung“. Finanz-Szene.de