13/07/18: Check24 bietet 100 Euro je Sparer, Promi-Fintech Loanboox, Coba spart Vorstandsetage ein

Exklusiv: Commerzbank spart eine ihrer beiden Vorstandsetagen ein

Der Commerzbank-Tower ist 259 Meter hoch, hat 56 Stockwerke, und im 47. und 48. Stockwerk sind die Vorstände untergebracht. So steht’s bei Wikipedia. Und so ist’s falsch. Denn wie „Finanz-Szene.de“ dieser Tage in Erfahrung gebracht hat, hat sich die Commerzbank-Führung eine Art Selbstzusammenpferchung verordnet und residiert seit Kurzem nur noch auf einer Etage. Wieso? Da sind wir uns nicht zu 100% sicher. Vermutlich hat es aber mit dem internen Umbauprogramm „Campus 2.0“ und damit zu tun, dass der Vorstand  irgendwie mit gutem Beispiel vorangehen will. Kurz gesagt, handelt „Campus 2.0“ vom  Wandel zur agilen Organisation, also das, was die ING Diba weitgehend hinter sich hat und die Deutsche Bank auch plant. Bei der Coba lautet das Ziel, ausweislich einer internen Rundmail: „Alle Mitarbeiter, die an einem Produkt oder Service beteiligt sind, sollen fachübergreifend in einem Team zusammenarbeiten.“ Und in einem weiteren Rundschreiben (von vorigen Freitag) steht, dass nun erst einmal 15 Key Areas und 53 Cluster gebildet würden, was immer das heißt. Offen ist übrigens noch, was der Betriebsrat macht. Denn: Manche Mitarbeiter fühlen sich ja in einer nicht-agilen Organisation ganz wohl.

Sponsored Content

Du liebst Technologie und Finanzen? Dann werde Teil von Europas führendem digitalen Vermögensverwalter. Als Senior Product Owner (m/w) (B2C oder B2B) bist Du für den Erfolg unseres Produkts und unserer Kooperationen verantwortlich – vom Konzept bis zum Launch. Als Redakteur (m/w) weißt Du, was die Finanzmärkte bewegt. Du hast ein Gespür für spannende Themen und schreibst Artikel aus den Bereichen Geldanlage, Vermögensverwaltung und Fintech. Hier bewerben: de.scalable.capital/careers.

News

Exklusiv – Check24 bietet 100 Euro je Sparer: An der neuen Einlagenplattform „Anlagecheck“ des Vergleichsriesen ist nicht nur interessant, dass die dahinter stehende Plattform teilweise vom Hamburger Konkurrenten Deposit Solutions („Zinspilot“) kommt, wie wir in unserer gestrigen Ausgabe beschrieben haben. Sondern bemerkenswert ist auch, wie offensiv (um nicht zu sagen: aggressiv) die Münchner wieder mal bei der Kundengewinnung auftreten. Hier alle Details: Finanz-Szene.de

Nicht als erstes, aber auch nicht als letztes Geldhaus beginnt die Deutsche Bank mit der Digitalisierung ihres KMU-Geschäfts: … wobei sie interessanterweise, genau wie im Retailbereich, auf ein Plattformmodell  setzt. Konkret: Am 25. Juli geht „Blueport“ live, laut Pressemitteilung „ein zentraler Zugangskanal zu digitalen Bankleistungen und zusätzlichen Dienstleistungen ausgewählter Start-ups“ (zu denen zum Beispiel Fastbill gehört, ein Anbieter von Buchhaltungs-Software). Kern von „Blueport“ ist eine Zahlungsverkehrslösung, deren besonderer Charme darin bestehen soll, dass die Kunden ihre sämtlichen Geschäftskonten (also auch die, die bei anderen Banken liegen) auf der Plattform aggregieren können. Für alle weiteren Informationen verweisen wir auf die PM der Deutschen Bank – und wenn Sie Lust auf ein paar Hintergründe haben, dann legen wir Ihnen noch unseren Artikel „Elf Beispiele, wie nach dem Retailbanking nun auch das KMU-Geschäft digitalisiert wird“ ans Herz: Finanz-Szene.de

Verwirrung um Preise für Instant Payment: Wer nicht bei Twitter ist, der wird womöglich gar nicht wissen, dass in den vergangenen Tagen unter Journalisten, Bloggern sowie Akteuren mit schwer zu dechiffrierender Motivlage ein Wettspiel unter dem Motto „Wer findet die Sparkasse mit den höchsten Gebühren für Echtzeit-Überweisungen“ stattfand. Jedenfalls: Es wurden offenbar ein Institut mit 12 Euro und fünf Institute mit 9,99 Euro ausgemacht. Laut FAZ heute Früh (S. 24) bestreiten die entsprechenden Sparkassen allerdings, diese Preise wirklich zu verlangen. Unter anderem ist von „Versehen“ die Rede.

Die Frankfurter Privatbank Hauck & Aufhäuser hat offenbar mit einem gewaltigen Leak zu kämpfen: … wobei man von Glück sagen kann, dass aus der undichten Stelle ausnahmslos positive Nachrichten nach außen dringen. So ist im „Handelsblatt“ (Paywall) heute Morgen ohne Bezug auf offizielle Quellen zu lesen, dass die Bruttoerträge im ersten Halbjahr von knapp 65 Mio. Euro auf mehr als 100 Mio. Euro gestiegen seien – wozu auch die Übernahme des Fondsservice-Geschäfts von Sal. Oppenheim beigetragen habe. Doch auch sonst wären die Erträge „deutlich über 20 Prozent gestiegen, heißt es in einem internen Schreiben, das dem ‚Handelsblatt‘ vorliegt“. Was die Durchstechereien  des geheimnisvollen Whistleblowers wert sind, bleibt freilich abzuwarten. Denn: Neulich hatte bereits die „FAZ“ berichtet, dass sich Hauck & Aufhäuser „prächtig“ entwickele. „Finanz-Szene.de“-Bilanzexperte Thomas Borgwerth kam kurz darauf in seiner Analyse allerdings zu, gelinde gesagt, etwas anderen Ergebnissen.

Der Whistleblower bei Hauck & Aufhäuser weiß sogar noch mehr: So will Vorstandschef Michael Bentlage (der selbst in dem Artikel allerdings an keiner Stelle zu Wort kommt) angeblich das Asset Management aus H&A herauslösen und in ein Joint Venture mit der Frankfurter Leben (einem Verwerter aufgekaufter Lebensversicherungen) einbringen. Dazu muss man wissen: Hinter beiden Unternehmen steht der chinesische Investor Fosun. Und dann findet sich noch eine weitere spannende Info in dem Artikel. So will Bentlage (obwohl er auch das nicht selber sagt, wir also auch hier ein „angeblich“ hinzufügen müssen) „noch in diesem Herbst mit einer eigenen digitalen Vermögensverwaltung an den Start gehen“, so das „HB“. An dieser Stelle hätte man den Whistleblower freilich mal fragen können: Hat Hauck & Aufhäuser nicht längst einen (gemessen an den AuMs übrigens nur mäßig erfolgreichen) Robo-Advisor, nämlich Easyfolio? Wozu noch einen?

Was die DZ Bank in Indonesien macht, ist uns selber ehrlich gesagt so ein bisschen wumpe: … aber vielleicht geht es Ihnen da ja anders. In diesem Fall empfehlen wir den entsprechenden Artikel im Finance Magazin.

Linktipps

Das schweizerisch-deutsche Startup Loanboox arbeitet weiter an seinem Promi-Fintech-USP … und hat nach dem früheren BdB-Geschäftsführer Michael Kemmer nun auch noch die frühere KfW-Vorständin Edeltraud Leibrock in den Beirat berufen. Falls Sie interessiert, was Loanboxx genau macht: Die „Neue Zürcher“ hat’s aufgeschrieben. NZZ

Erledigen wir unsere Bankgeschäfte in Zukunft nur noch am Handy? Fragt Ratepay-Chefin Miriam Wohlfarth in ihrer Bilanz-Kolumne.

Die drei Berliner Fintechs Kontist, Holvi und Penta machen doch im Grunde ein und dasselbe (nämlich das, was auch N26 macht, halt nur für Freiberufler und Kleinbetriebe) – oder??? Nein, nicht ganz, hat die Handelsblatt-Fintech-Expertin Katharina Schneider festgestellt. HB (Paywall)

Dass Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing den Höllenhund Cerberus zum Sanierungsberater erhebt, … „wirkt unsouverän und verschafft dem US-Fonds zu viel Macht“, schreibt Beat Balzli. Wirtschaftswoche

Und wie immer freitags verweisen wir ganz am Ende auf die „Was wir lesen“-Liste des DZ-Indonesienblogs … Haben wir Indonesienblog gesagt? Wir meinten natürlich: den DZ-Innovationsblog.

„Ich lese Finanz-Szene.de, weil …“

… die Kombination aus spannenden, aktuellen Themen und erfrischender, pointierter Schreibweise mir jeden Tag ein Lächeln entlockt!“

Thomas Henrich ist Leiter des Strategieprogramms „dwpbank4.0“ bei jener Bank, die fast genauso heißt, wie das Programm.

 Klickfavorit

… war gestern unser exklusiver Aufmacher über den Pakt zwischen Check24 und Deposit Solutions. Finanz-Szene.de