13/09/18: Sewings erste Plattform-Erträge, DWS-Chef auf der Kippe?, Wird die Dt. Bank zur Holding?

Exklusiv: Das hier sind die ersten Plattform-Erträge in der Geschichte der Deutschen Bank

Ist die Bank der Zukunft eine Plattform? Oder beschreiten Banken, die an die Plattform glauben, einen Irrweg? Das ist die große Frage, auch für die Deutsche Bank, deren Digitalchef Markus Pertlwieser  konsequent aufs Plattform-Modell setzt. Pertlwiesers Strategie ist langfristig angelegt. Aber um sich intern die nötige Unterstützung für seinen radikalen Ansatz zu sichern, braucht der Manager auch kurzfristige Erfolge. Vor diesem Hintergrund ist folgende News vielleicht nicht die uninteressanteste: Der Deutsche-Bank-„Zinsmarkt“ (der so etwas wie das Versuchslabor für das Plattform-Modell ist) steht kurz davorsteht, die 500-Mio. Euro-Marke beim vermittelten Einlagenvolumen zu durchbrechen, wie Pertlwieser gestern im Exklusiv-Interview mit „Finanz-Szene.de“ berichtete. Zwar wollte der Deutschbanker nicht verraten, was dabei an Provisionen für sein Haus rausspringt. Ganz grob kann man es sich jedoch denken – vermutlich knapp 1 Mio. Euro aufs Jahr gerechnet. Einerseits ist das natürlich noch wahnsinnig mickrig. Andererseits handelt es sich, wenn man so will, um die ersten echten Plattform-Erträge in der Geschichte der Deutschen Bank. Erfahren sie hier alle Details (frische Kundenzahlen, neue Partnerbank etc. pp.): Finanz-Szene.de

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News

Die Deutsche Bank denkt (angeblich und mal wieder) über eine Holdingstruktur nach: So zumindest berichteten es gestern am frühen Abend unter Berufung auf „Insider“ fast zeitgleich „Reuters“ und „Bloomberg“. Demnach würden unter dem gemeinsamen Dach drei separate Einheiten (nämlich für Retailgeschäft, Investmentbanking und Vermögensverwaltung) angesiedelt, was mögliche Zusammenschlüsse mit anderen Instituten erleichtern soll. Wie akut das Ganze ist? Immerhin sollen die Gedankenspiele Thema beim großen Strategietreffen von Vorstand und Aufsichtsrat am Freitag und Samstag sein. Zugleich schreibt die „BÖZ“ allerdings, es handele sich um eine eher „hypothetische Diskussion“. Bloomberg, Reuters, Börsen-Zeitung

Einen sehr lesenswerten Überblick über diverse Top-Personalien bei der Deutschen Bank gibt heute früh die „Süddeutsche Zeitung“. Brutalstmöglich zusammengefasst liest sich das Ganze so: Der auslaufende Vertrag von Investmentbanking-Chef Ritchie dürfte letzten Endes dann doch verlängert werden; DWS-Chef Moreau wackelt stärker denn je, seine Nachfolge könnte womöglich Asoka Wöhrmann antreten; IT-Chef Kuhnke soll in den Vorstand aufrücken und damit endlich auch vom Rang her die Nachfolge von Kim Hammonds antreten; dagegen steuert Vorstand Steinmüller direktemang auf den Ruhestand zu, sein Posten dürfte nicht wiederbesetzt werden. SZ

Und nochmal Doppelturm, dann ist aber auch gut für heute: Sollte Knorr Bremse tatsächlich an die Börse gehen (was dann ein veritabler Milliarden-IPO wäre), dann wird die Deutsche Bank laut „Handelsbank“ zum Konsortium gehören (die begleitenden Banken sind demnach nämlich schon ausgewählt). Die beiden anderen Koordinatoren seien JP Morgan und Morgan Stanley. HB (Paywall)

Wurde Lars Hille eine Zeitlang nicht sogar mal als Kengeter-Nachfolger bei der Deutschen Börse gehandelt? Nun denn, die Wiedereingliederung des früheren DZ-Bank-Vorstands findet nun ein, zwei Ebenen tiefer statt: Hille wird Bankenberater bei Roland Berger. Manager Magazin

Wie viele Anteile der NordLB werden im Zuge der angestrebten (bzw.: nicht abwendbaren) Teilprivatisierung an externe Investoren gehen? Glaubt man einem „Reuters“-Bericht von gestern Abend, dann soll es ein Drittel sein, während die jetzigen Eigner in Zukunft noch zwei Drittel an der leckgeschlagenen Landesbank halten sollen. HB/Reuters (Paywall)

Die Finanzkrise wird die deutschen Steuerzahler letztlich knapp 70 Mrd. Euro kosten bzw. gekostet haben: Das berichtet die „SZ“ unter Verweis auf offizielle Zahlen der Bundesregierung. Süddeutsche Zeitung

Liebe deutsche Pfandbriefbanken, auf einen Eurer (potenziellen) Großinvestoren werdet Ihr in Zukunft verzichten müssen: Die Allianz Leben hat nämlich angekündigt, sich aus der Assetklasse zurückzuziehen.  Ihr werdet ahnen, warum – Ihr bietet einfach nicht mehr genug Rendite. Manager Magazin

Und noch eine Nutzwert-Info für alle Banken, die ihre Angebote für Unternehmer digitalisieren wollen und sich fragen, welche Fintechs man dafür denn womöglich brauchen kann: Die Commerzbank – dies geht aus einer gestern gehaltenen Präsentation hervor – setzt bei ihrer neuen Digitalplattform „UnternehmerPlus“ auf die Dienste von Bilendo (Mahnwesen), Flex Financial Solutions (Factoring) und Haufe-Lexware (Rechnungsmanagement & Buchhaltung). Übrigens: Für die neu entdeckte Ernsthaftigkeit bei „Finanz-Szene.de“ spricht, dass wir uns die Überschrift „Drei Fintechs für Aschenbrödel“ verkniffen haben.

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Linktipps

Warum die Deutsche-Bank-Vorzeige-Filiale in Berlin-Mitte zwar hipp ist … aber nicht unbedingt digital. Bankinghub

Wenn Sie mit Ihrer Bank in den sozialen Medien unterwegs sind … dann vergessen Sie bitte vor lauter „Push“ nicht das „Pull“. Der Bank-Blog

Jetzt beschäftigt sich sogar schon das öffentlich-rechtliche Fernsehen mit Mobile Payment … den entsprechenden Beitrag wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten! ARD-Mediathek

Wir bei „Finanz-Szene.de“ haben die Debatte über ein „Europäisches Zahlungssystem“ ehrlich gesagt so ein bisschen durchflutschen lassen … umso dankbarer sind wir, dass sich Jochen Siegert und Kilian Thalhammer ein paar Gedanken zum Thema gemacht haben (und nebenbei auch den nachrichtlichen Stand zusammenfassen): Paymentandbanking

Der Anti-Plattform-Banking-Gastbeitrag von  Andreas Buschmeier hat vielfältige Diskussionen in den sozialen Netzwerken ausgelöst … und zwar unter anderem diese hier bei Twitter.

Klickfavorit

… war gestern unsere Aus-dem-Gedächtnis-heraus-Übersicht über die Übernahmen im deutschen Bankenmarkt in den letzten fünf Jahren (übrigens: die Opel-Bank fehlte): Finanz-Szene.de

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