14/06/18: Debakel für den „Zukunftsfonds“, Sparkassen knicken ein, Payment-Blase?

Exklusiv: Der „Zukunftsfonds“ generiert kaum Zuflüsse – außer vom eigenen Fondsmanager

Der mit großem Brimborium gestartete „Zukunftsfonds“ – hinter dem der frühere „Bild“-Chef Kai Diekmann und der Ex-Investmentbanker Lenny Fischer stehen – generiert momentan offenbar kaum Zuflüsse von normalen Anlegern. Wie Auswertungen von „Finanz-Szene.de“ auf Basis von Morningstar- und Universal-Daten zeigen, betrugen die Assets under Management Anfang dieser Woche immer noch nur 12,01 Mio. Euro. Zum Vergleich: Vor drei Wochen, als der „Zukunftsfonds“ offiziell an den Start ging, waren es 11,97 Mio. Euro. Selbst wenn man kleinere Performance-Veränderungen berücksichtigt, spielen sich die Nettozuflüsse bislang also irgendwo im Bereich weniger Zehntausend Euro ab. Keine Angaben machen Diekmann und Fischer zu der Frage, von wem jene rund 12 Mio. Euro stammen, die offenbar als eine Art Grundstock schon vor dem Verkaufsstart im „Zukunftsfonds“ lagen. Die Recherchen von „Finanz-Szene.de“ zeigen: Knapp 2 Mio. Euro kommen ausgerechnet aus einem Dachfonds der Greiff AG – deren Chef Volker Schilling auch den „Zukunftsfonds“ managt. Hier die ganze Geschichte: Finanz-Szene.de

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SRC bestätigt PSD2-Konformität von Transakt

Nach einer intensiven Evaluierung haben die IT-Experten der  Security Research & Consulting GmbH (SCR) die PSD2-Konformität von Transakt bestätigt.  Transakt ist die neue Mobile-Banking-Lösung des internationalen Software-Unternehmens Entersekt. Dank neuester Sicherheitstechnologie ermöglicht Transakt das Auslösen einer Transaktion und die anschließende sichere 2-Faktor-Authentifizierung über ein und dasselbe Mobilgerät – und sogar mit einer einzigen App. „Transakt kann als State-of-the-Art-Lösung betrachtet werden, die hinsichtlich Design und Technologie weithin akzeptierte Best Practices der Branche verwendet“, so SRC. Transakt schützt weltweit bereits 150 Mio. Transaktionen pro Monat. Es kann problemlos in jede Mobile-Banking-App als sichere, komfortable und PSD2-konforme Authentifizierungslösung integriert werden. Erfahren Sie mehr

Noch Boom – oder schon Blase? Adyen-Kurs verdoppelt sich zum Börsenstart

Eine kleine Geschichte: Erst wenige Jahre ist es her, da schätzte man im Vorstand des Eschborner Zahlungsabwicklers Concardis den Wert des eigenen Unternehmens angeblich auf nur 150 Mio. Euro. Wie die Sache weiterging, weiß man: Anfang 2017 wurde Concardis für (je nach Lesart) 500 bis 700 Mio. Euro an zwei Finanzinvestoren verkauft. Und vor wenigen Tagen brachten ebenjene beiden PE-Firmen die Concardis dann zu einer Bewertung von – so heißt es – rund 1 Mrd. Euro beim dänischen Payment-Konzern Nets ein. Warum wir diese Geschichte erzählen? Weil sie ein Stück weit erklärt, weshalb die Aktien des niederländischen Payment-Senkrechtstarters Adyen (Status: Europas Paypal) beim gestrigen IPO um rund 90 Prozent gestiegen sind. (Börsenwert per Handelsschluss: rund 13 Mrd. Euro.) Keine Frage: Payment brummt. Allmählich (und in Anbetracht Dotcom-mäßiger KGVs) darf man allerdings auch mal fragen: Ist das wirklich noch ein Boom? Oder nicht längst eine Blase? FT (Paywall), Bloomberg

News

Sparkassen knicken in Sachen HSH Nordbank ein: Laut „SZ“ wollen die kommunalen Institute die Satzung ihrer Einlagensicherung ändern, um einen reibungslosen Übergang der Landesbank in das Sicherungssystem des BdB zu ermöglichen. Perfekt sei der Verkauf der HSH an Cerberus und Flowers damit aber noch nicht (obwohl die Hamburger Bürgerschaft gestern immerhin schon mal zugestimmt hat). Süddeutsche

Das Italien-Exposure der deutschen Banken beläuft sich auf 75 Mrd. Euro: Diese Zahl haben Vertreter der Bundesregierung gestern bei einer Sitzung des Finanzausschusses genannt. Reuters

Stuttgarter IT-Dienstleister GFT Technologies will nicht für TSB-Debakel verantwortlich gemacht werden: Bei der britischen Bank war der Versuch, Millionen von Kundendaten auf eine neue IT-Plattform zu migrieren, kürzlich im Chaos geendet. Die GFT räumt zwar ein, an dem Projekt beteiligt gewesen zu sein. Für die Panne allerdings könne sie nichts. Börsen-Zeitung (Paywall), The Times

Kommt jetzt allen Ernstes die Allfinanz zurück? Naja, Kunden der ING Diba sollen künftig jedenfalls Policen der Axa angeboten bekommen (wobei die Kooperation nicht auf Deutschland beschränkt sein wird, sondern auch in anderen Ländern gilt, in denen die  niederländische ING Groep tätig ist). Zur Erinnerung: Erst vor wenigen Tagen hatte die Allianz eine ähnliche Kooperation mit der Unicredit bekanntgegeben. Börsen-Zeitung, Versicherungsbote, Financial Times (Paywall)

HSBC Trinkaus gibt Gewinnwarnung heraus: „Das Jahr 2018, das zeichnet sich nach den ersten Monaten bereits ab, wird deutlich schwieriger als erwartet“, sagte Vorstandschefin Carola Gräfin von Schmettow gestern bei der HV in Düsseldorf. Börsen-Zeitung, DGAP

Und weil wir unsere Chronistenpflicht und auch alles andere heute endlich mal so richtig ernst nehmen: Die Fed hat gestern Abend (schon wieder) den Leitzins angehoben. Zeit

Linktipps

Mal ehrlich – braucht es eine aufwendige Studie um festzustellen, dass der  Fintech-Standort Frankfurt mehr Schwächen als Stärken hat? Offenbar ja: Gründerszene

Wird die Blockchain zum Barcode des Bankings? Und wenn ja – was würde das bedeuten? Bankstil

Identitätsbetrug im Onlinehandel ist längst ein Massenphänomen: … sagt die Ratepay-Chefin Miriam Wohlfarth. Bilanz

Wie wird eine analoge Bank zu einer digitalen Bank? Ein paar Tipps von Fintech-Vordenker Chris Skinner. The Finanser

War die Bitcoin-Blase im vergangenen Jahr die Folge bewusster Manipulation? Diesen Verdacht jedenfalls äußern zwei Wissenschaftler der University of Texas. SSRN

Klickfavorit

… war gestern unser Stück über die weiblichen CIOs. Finanz-Szene.de

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