14/09/18: Wie viele Mitarbeiter hat WebID wirklich?, FintecSystems, Neukunden-Panik bei der DKB

1000, 500, 155 oder 38: Wie viele Mitarbeiter hat das Berliner Fintech WebID Solutions wirklich?

Als wir die größeren deutschen Fintechs neulich fragten, wie viele Mitarbeiter sie denn haben, gab es in dem Ranking (das wir  auf Basis der offiziellen Angaben erstellten) eine kleine Überraschung: mit rund 500 Beschäftigen auf Rang zwei landete der eher mäßig prominente Berliner Identifizierungsspezialist WebID Solutions. Einige Leser – bei denen es sich genau genommen um die CEOs anderer Fintechs handelte – meldeten daraufhin uns gegenüber ein paar Zweifel an der Zahl an. Worauf wir dreigeteilt antworteten: 1.) „Das Ranking basierte nun mal auf den offiziellen Angaben.“ 2.) „Wir können uns ja schlecht vor das Werkstor stellen und die Leute zählen“ (zumal manche Finanz-Startups seltsamerweise überhaupt kein Werkstor haben!!!). Und 3.) „Ruhig Blut, Genosse Fintech-Chef. Wir kriegen die Sache schon irgendwie aufgeklärt.“ Und genau das haben wir gemacht. Voilà: Finanz-Szene.de

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News

Hatten wir nicht kürzlich gemutmaßt, die DKB müsse (weil den zweifellos sehr vielen Neukunden auch verblüffend viele abwandernde Kunden gegenüberstehen) mal langsam die Marketing-Maschine anwerfen, wenn sie ihr Ziel von insgesamt vier Millionen Kunden bis Jahresende noch erreichen will? Siehe da, hier rattert die Maschine schon: DKB-Website

Liebe (Provisions-)Banker, nehmen Sie sich in Acht: Gerhard Schick, langjähriger (und sehr profilierter) finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, gibt sein Mandat auf und startet stattdessen eine „Bürgerbewegung Finanzwende“. Deren Name ist Programm, vom Thema Eigenkapital (rauf) bis hin zum Thema Provisionen (runter). Süddeutsche

Kann es sein, dass das Thema „Autoabsatzfinanzierung“ bei „Finanz-Szene.de“ schon seit Monaten viel zu viel Raum einnimmt? Ja, kann sehr gut sein. Aber weil es auf eine Meldung mehr oder weniger dann ja eh nicht mehr ankommt, berichten wir also heute, dass sich die Finanzsparte von Daimler mit 20% an Heycar beteiligt, das ist die im vergangenen Jahr gestartete Gebrauchtwagenplattform der Finanzsparte von Volkswagen. Hier die Kurfassung der entsprechenden Pressemeldung: Finanz-Szene.de

Im HSH-Nordbank-Streit steht offenbar eine Einigung kurz bevor: Demnach soll die Landesbank nach der Übernahme durch Cerberus und Flowers noch drei Jahre im öffentlich-rechtlichen Einlagensicherungsfonds bleiben – bevor sie dann (und zwar ohne Abstriche) in die Sicherungseinrichtung des BdB käme. So jedenfalls berichtet es heute Morgen das „Handelsblatt“ (Paywall).

Wenn sich Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Bank heute und morgen in Hamburg zu ihrem alljährlichen Strategie-Meeting treffen, wird es auch um die Frage gehen, wer den 7,6%-Anteil des chinesischen Großaktionär HNA übernimmt. Ein heißer Kandidat soll der chinesische Staatsfonds CIC sein, schreibt das „Wall Street Journal“ (Paywall).

Und noch eine Topposition bei der Deutschen Bank, die künftig wieder von einem Deutschen besetzt wird: Anstelle des bisherigen Geldwäsche-Beauftragten Philippe Vollot (der Franzose wird Vorstand bei der Danske Bank …) kommt zum 1. Oktober Stephan Wilken. Wirtschaftswoche

Der Frankfurter Volksbank fehlen nur noch 2 Mrd. Euro Bilanzsumme, um die Berliner Volksbank als größte genossenschaftliche Ortsbank hierzulande abzulösen, haben die Kollegen von Bloomberg errechnet. Selbstreferenziell wie wir sind, würden wir das gerne zum Anlass nehmen, nochmal auf unsere Geschichte „Ist Hessen das Versuchsfeld  für die Zukunft der deutschen Kleinbanken?“ aus dem April zu verlinken. Denn seitdem sind ein paar Tausend Abonnenten hinzugekommen, die den einigermaßen zeitlosen Text vermutlich noch nicht kennen: Finanz-Szene.de

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Linktipps

Es gibt Fintech-Jungs, die treten gefühlt jeden Tag irgendwo auf. Und es gibt Fintech-Jungs, die würden nicht mal wir auf der Straße erkennen. Heißt aber nicht, dass sie nichts Spannendes zu erzählen hätten: Stefan Krautkrämer und Dirk Rudolf, die Gründer von FintecSystems, im Podcast von FinanceFwd.

Apple Pay, Google Pay, Hudson Pay, Fidor Pay, Geno Pay (oder heißt es „Volksbank Mobile Payment“???) … Jedenfalls, sollten auch Sie längst den Überblick verloren, welche mobilen Bezahllösungen es im deutschen Bankenmarkt bereits gibt oder demnächst geben soll – hier werden Sie geholfen: Paymentandbanking

(Wussten Sie eigentlich, dass „Finanz-Szene“ immer noch ein Familienunternehmen ist? Jedenfalls: An die Formulierung „Hier werden Sie geholfen“ machte die Cheflektorin gestern Abend den Vermerk: „ein Witz?“ – Ja, Mutti, ein Witz. Das mit Hudson Pay übrigens auch, war Dir aber nicht aufgefallen, hihi.)

„Frank the Tank“: Mal ganz abgesehen davon, dass er einen Spitznamen hat, der selbst einem Darts-Spieler gut zu Gesicht stehen würde, was per se ja schon mal als sehr, sehr positiv bewertet werden muss … Wer ist eigentlich dieser Frank Kuhnke, also der (wenn nicht alles täuscht) künftige IT-Vorstand der Deutschen Bank? Süddeutsche, Handesblatt (Paywall)

Gehört für Sie zu einem perfekten Wochenende dazu,  mal richtig tief ins Thema „Identitätsplattformen“ einzutauchen? Dann hätten wir hier noch einen Artikel der IT-Freaks von „Golem“ für Sie (nebenbei erfahren Sie in dem Stück dann übrigens auch, wie sich der Deutsche-Bank-Anbieter Verimi im Vergleich zur Konkurrenz schlägt). Golem

Kommentar: Warum wird die Commerzbank dann nicht gleich aufgelöst?

Ist die Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank eigentlich schon vollzogen? Ach nein, vollzogen ist sie noch nicht, sie ist lediglich sinnvoll (so liest es sich in der „FAZ“), zwingend (so liest es sich in der „Wiwo“) oder gar „alternativlos“ (so schreibt es wörtlich das „Handelsblatt“). Nun maßt sich „Finanz-Szene.de“ weder an, den Kollegen zu widersprechen noch ihnen beizupflichten. Denn: Ehrlich gesagt haben wir keinen blassen Schimmer, ob so ein Zusammenschluss letztlich gut enden würde, ist ja doch sehr komplex, das Thema. Falls gleichwohl ein Gedanke erlaubt sei: Wenn man sich die Pro-Argumente, die z.B. das „HB“ anführt, mal genauer anschaut (30 Mio. Privatkunden, Skaleneffekte, Abschaltung redundanter IT-Systeme, Beseitigung von Doppelstrukturen, Schließung von Filialen, Streichung zehntausender Stellen) – reden wir dann überhaupt noch über eine Fusion? Oder müsste man dann nicht ehrlicherweise eine andere Forderung aufstellen? Nämlich dass die Commerzbank  ihre Kunden und ihre Bilanz gegen Entschädigung zur Deutschen Bank rüberwirft – und dass sie sich sodann samt ihrer vielen angeblichen Non-Assets (Mitarbeiter, Filialen, IT, ATMs, Herr Zielke, Herr Mandel, Frau Orlopp …) schlicht und einfach: auflöst?

Klickfavorit

… war gestern unser Stück über die ersten Plattform-Erträge in der Geschichte der Deutschen Bank. Finanz-Szene.de

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