15/03/18: Finleap-Rivale launcht erstes Venture, Was kann Instant Payment?, Das Ende des Sparkassen-Claims

Exklusiv: Neuer Fintech-Inkubator Finconomy lanciert sein erstes Venture

Der neue Fintech-Inkubator Finconomy hat nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ sein erstes Venture gelauncht, nämlich einen  Robo Advisor namens WeAdvise. Zwar gibt es am deutschen Markt bereits eine Vielzahl digitaler Vermögensverwalter wie Scalable Capital, Liqid oder Vaamo – zudem haben auch einige etablierte Player eigene Robos an den Markt gebracht, darunter die Deutsche Bank („Robin“) oder die Genobanken („Visualvest“). Trotzdem glaubt Co-Founder Christian Ropel, dass sich WeAdvise vom Rest der Marktes abheben wird: „Als erster und einziger Anbieter fokussieren wir uns ausschließlich auf das B2B-Segment“, sagte Ropel im Gespräch mit „Finanz-Szene.de“. Das heißt: Es geht um reines White-Label-Tool, im Endkundengeschäft wird der Name „WeAdvise“ nicht auftauchen. Wie die Lösung genau aussehen wird, auf welche B2B-Kunden Finconomy abzielt und alle weiterem wichtigen Details erfahren Sie hier:

Finanz-Szene.de

Frankfurt und die Brexit-Banker: Ist 5.000 das neue 10.000?

Im Juni sollen die ersten Londoner Goldmänner nach Frankfurt kommen. Zudem zitierten Medien jüngst aus einem internen Memo der UBS, wonach die Schweizer Großbank bald die ersten Verwaltungsjobs von der Themse an den Main verlegt. Und: Wenn der wackere Kollege von „efinancialcareers“ Recht hat, dann sind auch ein paar hiesige Jobvakanzen bei Morgan Stanley so zu deuten, dass in FFM demnächst Arbeitsplätze entstehen, die ohne Brexit vermutlich in London geblieben wären. Kurzum: Es läppert sich also. Bloß: Wohin läppert es sich, auf welche Zahl? Seit dem Tag des britischen EU-Austritts-Votums steht als Antwort auf diese Frage die „10.000“ im Raum. Bloß: Ist diese Prognose realistisch? Der Auslandsbanken-Verband jedenfalls hat gestern von 3.000-5.000 sozusagen reinen Brexit-Bankern gesprochen und diese Zahl plausibel begründet. Hinzu komme noch mal eine vierstellige Zahl an Bankern bei deutschen Häusern, die Jobs aus London zurückverlagern. Unterm Strich darf man also fragen: Ist 5.000 das neue 10.000? Sieht für den Moment fast so aus. Wobei 5.000 so schlecht ja auch nicht wäre. Spiegel Online (News), efinancialcareers (mit Details, um welche Jobs es genau geht)

News

Gäbe es bei „Finanz-Szene.de“ die Rubrik „Zahl des Tages“, dann wäre diese Zahl heute die „61“ – denn: Die PSD-Banken haben im vergangenen Jahr 61 Prozent ihres Baufinanzierungs-Volumens über Plattformen wie Interhyp, Europace (dahinter steht Hypoport) oder Planethome bezogen. Diese Zahl mag die Baukredit-Insider vielleicht nicht überraschen – wir als Baukredit-Outsider fanden es aber zumindest sehr vermeldenswert. Zumal sich die PSD Banken zugute halten, dass über die Plattformen vor allem die Kunden kämen, die man gerne hat, also die bonitätsstarken. (mit den schwierigen Fällen können sich dann die Filialbanker von der Sparkasse herumschlagen). Pressemitteilung (ohne die konkrete Zahl), FAZ (Seite 19)

Die Bafin fährt schwere Geschütze gegen die KfW auf: Laut „Handelsblatt“ haben die Aufseher in den vergangenen Monaten die interne Revision der Staatsbank durchleuchtet  – „und dort zahlreiche Mängel entdeckt“. In mindestens einem Fall gehe es sogar um ein Versäumnis mit der Note „F4“, was für „schwerwiegend“ stehe. Jedenfalls, wenn wir es richtig verstehen, ist die Sache so arg, dass sie sich nicht einfach heilen lässt, indem die KfW fünf neue interne Kontrolleure einstellt. Sondern: Sie soll, schreibt das HB, wegen des Falls künftig mehr Eigenkapital vorhalten. Uff. HB (Paywall)

Lassen die Sparkassen klammheimlich ihren „Wenn’s um Geld geht“-Claim verschwinden? Diese hübsche Beobachtung hat Hansjörg Leichsenring vom „Bank-Blog“ gemacht. Und auch wenn der DSGV sachte widerspricht – uns scheint, dass die Beweisführung des Kollegen ziemlich überzeugend ist. Doch lesen Sie selbst: Der Bank-Blog

Linktipps

Wird Instant Payment die Zahlung am physischen Point of Sale wirklich verändern? Dieser Frage geht einer unserer Lieblings-Blogger nach, nämlich Rudolf Linsenbarth. IT-Finanzmagazin

Was so eine Banking-App heutzutage alles kann …, erfahren Sie bei der Lektüre einer gestern verbreiteten Pressemitteilung der Norisbank. Nun macht man das als seriöser Journalist ja eigentlich nicht – einfach so eine Produkt-Pressemitteilung versenden. Andererseits, erstens: Überlesen Sie einfach das Jubel-Deutsch und nehmen Sie nur den inhaltlichen Kern mit. Und zweitens: Wenn die Norisbank gut wegkommt, ärgern sich die Leute bei der Deutschen Bank. Der Spaß ist es uns wert. Pressemitteilung

Klickfavorit

… war gestern unsere ins Epische lappende Berichterstattung über Concardis. Finanz-Szene.de