15/04/19: Die starke Bilanz der Coba-Chefs, Großsparkassen-Debakel, Buba vs. Apple

Objektiv betrachtet kann der Chef der „Deutschen Commerz“ nur wie heißen? Martin Zielke

Was gefühlt ohnehin klar zu sein schien, ist nun also auch offizieller Nachrichtenstand: Sollten die Dt. Bank und die Coba zur „Deutschen Commerz“ fusionieren, dann würde Christian Sewing deren Chef werden, wie am Wochenende zunächst der „Spiegel“ berichtete. Warum wundert das niemanden? Weil a) die blaue Bank, der Sewing vorsteht, größer ist als die gelbe Bank. Und weil b) Herr Zielke (sprich: der Coba-Chef) für den Posten eher nicht infrage kommt, weil … Äh? Warum eigentlich nicht? Mmhh, wie soll man es sagen? Weil Herr Zielke, räusper, nun mal Herr Zielke ist. Ein bisschen spröde. Ein bisschen farblos. Zielkig halt. So zumindest sehen es wir Journalisten. Wie aber sieht es die Institution, auf die es in einer Shareholder-Value-Welt eigentlich ankommen sollte, also die Börse? Interessanterweise: Diametral anders! Denn dort hängt Zielke unseren Berechnungen zufolge den Kollegen Sewing bei allen relevanten Perfomance-Indikatoren gnadenlos ab. Und nicht nur das: Zielke schlägt sogar den Markt!!! Glauben Sie nicht? Voilà: Finanz-Szene.de

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News

Losgelöst von unseren obigen Berechnungen legt der Coba-Chef Zielke dieser Tage eine erstaunliche Zickzack-Karriere hin: Vor zehn Tagen wähnte ihn der „Spiegel“ auf dem Weg an die AR-Spitze der künftigen „Deutschen Commerz“ (quasi: der neue Achleitner). Dann klangen Berichte in der „FT“ und im „MM“ so, als würde Zielke zeitnah weggeputscht werden (quasi: der neue Grindel, nur ohne Uhr). Und nun? Schreibt wiederum der „Spiegel“, Zielke solle bei der „Deutschen Commerz“ das Amt des Privatkundenchefs bekleiden (quasi: der neue Strauß, nur ohne Eishockeyschläger). Unser Senf hierzu: Alles gut und schön. Bloß, was wird aus Magic Mandel? Denkt eigentlich auch mal irgendwer an Magic Mandel??? Hier für alle blau-gelben Nerds alle relevanten „Deutsche Commerz“-News vom Wochenende: Finanz-Szene.de

Wissen Sie zufällig, ob es irgendein Gesetz gibt, das es großstädtischen Sparkassen verbietet, vernünftige Ergebnisse zu erzielen? Zur Erinnerung, die Frankfurter Sparkasse war 2018, wenn man das „Betriebsergebnis vor Bewertung“ durch die Bilanzsumme teilt, auf einen Wert von nur 0,43% gekommen, die Stadtsparkasse Düsseldorf trotz üppigster Sondererträge auch nur auf irgendwas um die 0,70%. Und nun? Entnehmen wir einer am Freitag publizierten Pressemitteilung (Headline: „Erfolgreiches Jubiläumsjahr 2018“), dass selbst unsere Freunde aus Berlin (auch hier: inklusive eines hübschen Einmalertrags) nur makabre 0,43% erwirtschaftet haben. Zur Einordnung: Als auskömmlich galt früher mal ein Wert von mindestens 1,0%. Alles richtig gemacht hat dagegen wie immer die Haspa. Die nämlich verschickte jüngst zu den „vorläufigen 2018er-Zahlen“ eine vier DIN-A4-Seiten lange, eng beschriebene Pressemitteilung, in der das „Betriebsergebnis vor Bewertung“ (also die wichtigste operative Erfolgskennzahl) schlicht: nicht vorkam.

Upps, jetzt fällt uns ein, dass wir Ihnen ja eigentlich versprochen hatten, uns die Bilanz der Fraspa mal ein bisschen näher anzusehen. Haben wir irgendwie abgebrochen, das Vorhaben. Das letzte, woran wir uns erinnern, war der Moment, als wir im 2017er-Geschäftsbericht den Passivüberhang entdeckten (14,5 Mrd. Euro täglich fällige Kunden-Einlagen, aber nur 8 Mrd. Euro „Forderungen an Kunden“) und uns für einen Moment fragten: Handelt es sich bei der Fraspa womöglich gar nicht um die Sparkasse Frankfurt/Main, sondern um die Sparkasse Frankfurt/Oder, und es hat einfach nur nie jemand bemerkt? Geschäftsbericht (PDF, S. 86/87)

Exklusiv: Prominenter US-Investor entert durch die Hintertür das Berliner Vorzeige-Fintech Raisin („Weltsparen“): In der deutschen Finanzbranche ist Lone Star eine bekannte Größe – nämlich als Schnäppchenjäger und Resteverwerter, der 2005 die sieche Corealcredit (später weiterverkauft an die Aareal), 2010 die sieche Düsselhyp (später weiterverkauft an die Aareal) und 2008 die sieche IKB (bis heute trotz zahlloser Versuche nicht weiterverkauft) erwarb. Und nun? Hält Lone Star plötzlich 7,2% am Berliner Fintech Raisin („Weltsparen“). Wie kommt’s? Und wie sieht jetzt das Cap-Table aus? Finanz-Szene.de

Kurzmeldungen:  Laut „SZ“ hat der mittlerweile ausgeschiedene Singapurer Wirecard-Manager Edo K. bei einer Aussage gegenüber der Anwaltskanzlei Rajah & Tann im vergangenen Sommer einen der Wirecard-Vorstände belastet (Süddeutsche) +++ Die Bundesbank warnt vor einer Dominanz von Apple und Google beim Mobile Payment (Welt) +++ Bei der HSBC Deutschland wechselt Finanzvorstand Paul Hagen in den Aufsichtsrat (übrigens anstelle eines gewissen Friedrich Merz), Nachfolger wird Andreas Kamp (RP Online) +++ Der Freistaat Bayern erwägt angeblich den Verkauf der BayernLB (Reuters) +++ Der Wertpapier-Abwickler DWP Bank hat sein Provisionsergebnis um satte 8% gesteigert (Pressemitteilung)

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Aus der Szene

Oha. Der Paymentandbanking-Blog (also die Truppe rund um André Bajorat) hat am Freitag anlässlich der Verleihung des hauseigenen „Fintech des Jahres“-Preises eine Pressemitteilung versandt, in der es heißt, besagte Auszeichnung sei „der erste deutsche Fintech Preis, welcher ausschließlich verliehen wird und nicht über Sponsoring oder Teilnahmegebühren gekauft werden kann“. Dazu muss man wissen, dass zu den i.d.T. relativ vielen Institutionen, die hierzulande Fintech-Ehrungen verleihen, z.B. die Finanzplatz-Lobby „Frankfurt Main Finance“, mindestens eine große Tageszeitung und auch eine der großen WP-Gesellschaft gehören. Harter Tobak.

Linktipps

Falls Ihnen unser blau-gelbes Potpourri weiter oben zu viel war, erlauben wir uns, Sie hier gesondert auf einen Tweet hinzuweisen, in dem sich die wirtschaftsweise Frau Dr. Schnabel (wir vermuten: ehrlich) schockiert darüber zeigt, dass die „Too big to fail“-Problematik im Falle der „Deutschen Commerz“ angeblich nicht mehr gelten soll. Twitter

Wenn man ein Querdenker ist, dann darf man die Dinge auch ein bisschen anders sehen. Unser aktueller „It-Boy“-Zwitscherer, nämlich  der anonyme „JohannesBorgen“, antwortet der Professorin, wenn die Vernachlässigung der TBTF-Komponente bedeute, dass sich die Aufseher stattdessen mal die GuV-Komponente von Deutscher Bank und Coba vorknöpften, dann sei das ja vielleicht sogar eine gute Sache. Twitter

Ist Wahlfreiheit beim Bezahlen im Handel eine gute Sache? Oder kann  zu viel Wahlfreiheit womöglich sogar Innovationen verhindern? Ein „Pro & Contra“ des Bitkom-Burschen Julian Gringo und des „It man“-Bloggers Rudolf Linsenbarth. IT-Finanzmagazin

Back-end

Falls Ihnen unsere Wirecard-Berichterstattung alles in allem zu negativ sein sollte, empfehlen wir Ihnen als Alternative zu uns selbst – nein, nicht das „Handelsblatt“ -, sondern den Twitter-Account von „Aschheim Bob“: Twitter

Klickfavorit

… war am Freitag unsere Analyse zu den KMU-Kredit-Fintechs: Finanz-Szene.de

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