16/01/19: War’s das mit Paydirekt?, Stimmen die N26-Zahlen?, Bafin knöpft sich Apple vor

Hypo-Vereinsbank, ING Diba und Santander ziehen sich zurück. War’s das mit Paydirekt?

Paukenschlag in der deutschen Bankenbranche. Wie „Finanz-Szene.de“ gestern Nachmittag zunächst exklusiv berichtete (später stand’s dann auch anderswo …), haben die Hypo-Vereinsbank, die ING Deutschland (geb. Diba), die deutsche Santander und weitere private Banken ihre Anteile an Paydirekt zum 31. Dezember dieses Jahres gekündigt. Offiziell ist davon die Rede, dass sich die ausstiegswilligen Institute an der komplexen Governance-Struktur des deutschen Paypal-Klons gestört hätten. In Wirklichkeit fehlte allerdings eher die Bereitschaft, sich an der anstehenden Funding-Runde in dreistelliger Millionenhöhe zu beteiligen. Die Frage ist nun, was aus den Anteilen (zusammen geht es um 11,1%) wird. Die naheliegendste Lösung wäre, dass Deutsche Bank und Commerzbank (die jeweils alleine 11,1% halten) den Stake gemeinsam übernehmen – denn nur so wäre die Drittel-Parität zwischen privaten Banken, Genosektor und Sparkassen weiterhin gewahrt. Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ gab es i.d.T. entsprechende Gespräche, die dann jedoch ins Stocken gerieten. Was nun? Ist Paydirekt nach dieser Nummer überhaupt noch zu retten? Die Analyse: Finanz-Szene.de

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News

Beginnen wir den News-Block mit einem knackigen Zitat: „Ein Aspekt, der uns aufsichtlich besonders umtreibt, ist der Umgang mit Unternehmen, die keine klassischen Banken und Versicherer sind, die aber zunehmend ins Finanzgeschäft vordringen und dabei teilweise Tätigkeiten ausüben, die derzeit für sich betrachtet nicht erlaubnispflichtig sind.“ So hat es Bafin-Chef Felix Hufeld laut Redemanuskript gestern Abend beim Neujahrs-Empfang der Behörde in Frankfurt gesagt. Anders ausgedrückt: Bonn beobachtet offenbar ganz genau, was Apple, Google und die anderen Big Techs da tun. Bafin-Webseite (Rede im Original), Börsen-Zeitung

Während das britische Unterhaus gestern Abend mal eben das Brexit-Abkommen abgelehnt hat, haben wir hier in Deutschland (und auch diese News ist taufrisch) endlich eine hochoffizielle Angabe über die Zahl der hiesigen Brexit-Banken: „Mehr als 45 Finanzinstitute“ seien im Zuge des britischen EU-Austritts dabei, sich in Deutschland anzusiedeln oder die Präsenz auszubauen, hat Hufeld verraten. Und was, wenn jetzt alles im Chaos endet? Man arbeite, so Hufeld, an einer Lösung, „die es der Bafin im Falle eines harten Brexits erlauben würde, zeitlich bis Ende 2020 begrenzt Zulassungen zu erteilen (…).“ dpa/Börse-Online

So, nachdem wir in den letzten Tagen in jeder dritten berufsbedingten Mail und in jedem zweiten berufsbedingten Telefonat drauf angesprochen worden sind – dürfen wir Ihnen heute einfach nochmal mit dem Thema N26 kommen? Eine hochinteressante Zahl, die sich letzte Woche in der PR-Mitteilung fand, hatten wir nämlich glatt übersehen: „Kunden halten derzeit über 1 Mrd. Euro auf N26-Konten“, stand da. Was hat diese Zahl zu bedeuten, was lässt sich aus ihr ableiten? Ein „Kurz gebloggt“ (Lesezeit: 30-40 Sekunden): Finanz-Szene.de

Und sogar nochmal? … denn diverse besorgte Leser ließen uns wissen, dass das mit den 2,3 Mio. Kunden doch irgendwie gar nicht stimmen könne. Dazu drei Dinge: 1.) Ja, die Zahl ist krass. 2.) Trotzdem ist sie aus unserer Sicht nicht völlig unplausibel, auch wenn 3.) in der Tat auffällt, dass N26 lange Zeit relativ moderat gewachsen ist, bevor dann 2018 plötzlich die Post abging. Also auch hierzu mit reichlich Verspätung noch ein „Kurz gebloggt“, inklusive einer hoffentlich eindrücklichen Grafik (Lesezeit: 60 Sekunden, Guckzeit: 10 Sekunden): Finanz-Szene.de

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Linktipps

Brauchen Sie noch ein paar Einordnungen zu den Apple-Pay-Zahlen? Jochen Siegert vom Paymentandbanking-Blog liefert sie: PAB

Was werden die großen Fintech-Trends 2019 aus internationaler Perspektive? Fünf knackige Thesen der Kollegen von Bloomberg.

Und gleich noch ein weiteres Trendthema fürs angebrochene Kalenderjahr: Deutsche-Bank-Digitalchef Markus Pertlwieser erklärt, wie Banken mit dem Plattform-Modell Geld verdienen können (oder soll man sagen wollen?). Der Bank-Blog

Klickfavorit

… war gestern das „SZ“-Stück zu Apple Pay. Süddeutsche

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