16/10/18: Die Wahrheit über die DZ Bank, 7 Mio. € für Penta, N26, ING Diba/Apple Pay

Exklusiv: Die triste Wirklichkeit hinter der bilanziellen Fassade der DZ Bank

Kein anderes Kreditinstitut hierzulande steht so gut da wie die DZ Bank – so jedenfalls ist es immer wieder zu lesen. „Deutschlands erfolgreichste Geschäftsbank“, schwärmt das „Handelsblatt“, die „Börsen-Zeitung“ spricht ehrfurchtsvoll von einem „Ertragschampion“. Nun jedoch zeigen aufwendige Recherchen von „Finanz-Szene.de“: Die Wirklichkeit hinter der bilanziellen Fassade sieht weit trister aus – zumindest bezogen auf die eigentliche Bank (die ja ihrerseits Teil des großen DZ-Bank-Konzerns ist). Von den 752 Mio. Euro, die die Bank zuletzt angeblich zum Konzerngewinn beisteuerte, bleibt bei näherer Betrachtung kaum etwas übrig. Stattdessen stellt sich die Frage, ob die Kernbank operativ überhaupt profitabel arbeitet, trotz zuletzt sogar positiver Risikovorsorge. Und noch etwas: Wie die „Finanz-Szene.de“-Recherchen zeigen, musste die DZ Bank AG zuletzt gleich zweimal in die eigenen Reserven greifen. Droht dem vermeintlichen Vorzeigeinstitut am Ende  sogar ein Kapitalproblem? Unsere große Analyse: Finanz-Szene.de

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News

Kann es sein, dass Fintech-Investoren bestimmten Moden folgen? Jedenfalls, nachdem letztes Jahr diverse Factoring-Startups erstmals Geld erhielten und im Frühjahr dann gleich mehrere Insurtechs zu ihrer Series B oder Series C ansetzten, sind nun offenbar die Smartphone-Banken für kleine SMEs an der Reihe. Denn nur zwei Wochen nach dem Berliner Anbieter Kontist bekommt nun auch der ebenfalls in Berlin ansässige Rivale Penta Geld, und zwar 7 Mio. Euro. Gründerszene

ING-Diba-Chef bezeichnet es als Fehler, dass seine Bank (vorerst) kein Apple Pay anbietet: „Unseren Kunden keine adäquate Lösung anzubieten war ein Fehler, den ich schnell eingesehen habe. Ich muss zugeben, wir waren von der Anzahl der Kundenreaktionen überrascht“, so Nick Jue in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Hatten wir nicht neulich mal unter Berufung auf uns selber geschrieben, dass die zehn größten deutschen Banken im ersten Halbjahr knapp 6,4 Mrd. Euro vor Steuern verdient haben? Jedenfalls: Allein bei der Bank of America waren es allein im dritten Quartal 9 Mrd. Dollar – also umgerechnet rund 8 Mrd. Euro. Manager Magazin

Der bankeneigene Online-Bezahldienst Giropay (nicht zu verwechseln mit Paydirekt) hat die zum US-Investor Apollo gehörende Wüstenrot-Bank mit 300.000 Kunden als Vertriebspartner gewonnen: … was uns insofern vermeldenswert erscheint, als Giropay zwar bei den Sparkassen und Genobanken fast vollständig vertreten ist, von vielen Privatbanken (Deutsche Bank, Commerzbank, HVB …) allerdings seit Jahren ignoriert wird. Die große Frage wird nun sein, ob andere private Institute folgen. Bzw.: Theoretisch könnte Giropay sein Angebot auf PSD2-Basis ja eigentlich auch an den Banken vorbei auf den Gesamtmarkt ausweiten, so macht es der Konkurrent „Sofortüberweisung“. Pressemitteilung

Und noch zwei weitere Meldungen für unsere Payment-Nerds:  Alipay hat eigenen Angaben zufolge keine Ambitionen, nach Deutschland zu expandieren (Heise); und der vor uns vor ein paar Wochen schon exklusiv vermeldete Wechsel von Ex-Telecash-Deutschlandchef Thomas Hellweger zu Intercard ist jetzt offiziell (Pressemitteilung).

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That’s not news

Wie gehabt: Weil wir montags nicht erscheinen, fassen wir – wenn am Wochenende viel passiert ist – die wichtigsten News Dienstagsfrüh für Sie zusammen:

  • N26 hat Ärger mit der Bafin: … weil Kunden mit gefälschten Ausweisen Konten eröffnet haben sollen. Wirtschaftswoche
  • Und nochmal N26: Trotz der Verzögerungen beim Markteintritt in den USA und UK will das Berliner Fintech nun auch in die Schweiz expandieren. handelszeitung.ch
  • Deutsche Bank bei globalem Mega-IPO mit von der Partie: Laut „Bloomberg“ gehört das Frankfurter Geldhaus zu den Konsortialbanken beim angeblich bis zu 23 Mrd. Euro schweren Börsengang des japanischen Telekomkonzerns und Tech-Investors Softbank. Manager Magazin
  • Die Deutsche Handelsbank – die nach eigener Aussage Startups mit Fremdkapital ausstattet – will Ihr Kreditbuch bis 2021 von derzeit 230 Mio. auf mehr als 1 Mrd. Euro ausweiten: … braucht dafür aber erst einmal selber rund 100 Mio. Euro Eigenkapital. Ariva/Handelsblatt

Linktipps

Wie letzte Woche bei „Finanz-Szene.de“ beschrieben, hat die Deka mithilfe des Sparkassen-Filialvertriebs in kürzester Zeit den deutschen Zertifikate-Markt aufgerollt. Was Verbraucherschützer davon halten, lesen Sie hier: Süddeutsche Zeitung

Umsatz: 2 Millionen. Verlust: 37 Millionen: Die Kollegen von „Gründerszene“ haben sich die Zahlen des britischen N26-Pendants Monzo mal ein bisschen näher angeschaut. Gründerszene

Klickfavorit

… war am Freitag unsere Analyse zu den Cost-Income-Ratios der drei großen deutschen Bankengruppen. Finanz-Szene.de

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