16/11/18: Der große Finleap-Check, DKB erreicht ihr 4-Mio.-Ziel, 10.000 Abonnenten

Der große Finleap-Check: Wie gut ist das Berliner Fintech-Imperium wirklich?

Finleap – das ist eine Geschichte, die europaweit ihresgleichen sucht: Ein auf Fintechs spezialisierter Company Builder, der vier Jahre nach seiner Gründung schon mehr als 15 Startups hervorgebracht hat, darunter High Potentials wie die Solarisbank, Clark oder Finreach. Um das Ganze vorsichtig mit Zahlen zu unterlegen: Allein Solaris kommt nach Berechnungen von „Finanz-Szene.de“ auf eine Bewertung von deutlich über 200 Mio. Euro; Finleap selber wird kaum weniger wert sein; und nimmt man das komplette Konglomerat, dann hat das durchaus Unicorn-Charakter. Gleichwohl, eine Frage wurde eigentlich noch nie gestellt: Wie gut sind Finleaps Ventures wirklich? Ist zum Beispiel Solaris das viele Geld wert? Was machen Fintechs wie Billfront oder Valendo, von denen man kaum noch etwas hört? Und wer sind die wahren Perlen in dem gewaltigen Portfolio? Jedenfalls: „Finanz-Szene.de“ hat in den letzten Wochen jedes einzelne Venture untersucht. Lesen Sie hier den ersten Teil unseres großen Finleap-Checks (die beiden anderen Teile folgen nächste Woche): Finanz-Szene.de

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News

Während die übrigen Landesbanken mit mehr oder weniger großen (LBBW, Helaba) bzw. ganz, ganz großen Problemen (NordLB, HSH Nordbank) zu kämpfen haben, mausert sich die BayernLB zehn Jahre nach dem Finanzcrash zu einem soliden Ertragsbringer: Nach neun Monaten steht ein hübscher Vorsteuergewinn von 716 Mio. Euro, wobei – wie man fairerweise hinzufügen muss – es vor allem die Tochter DKB (292 Mio. Euro), ein komplizierter Sondereffekt (rund 100 Mio. Euro) und die niedrige Risikovorsorge waren, die für das Ergebnis verantwortlich zeichnen. Und sonst? Die BayernLB schwächelt am Kapitalmarkt, profitiert vom Immobilienboom und tut sich im Firmenkundengeschäft (abgesehen von der Risikovorsorge) so schwer wie fast alle anderen auch. Börsen-Zeitung, Pressemitteilung

Und noch ein Schnipsel zum gleichen Thema: Wie BayernLB-Finanzchef Wiegelmann der „Börsen-Zeitung“ sagte, wird die DKB ihr Ziel von 4 Mio. Kunden bis Jahresende voraussichtlich erreichen (wobei daran ja auch kaum jemand gezweifelt hat, abgesehen von uns hier …). BÖZ (Paywall)

In Sachen NordLB dürfen wir jetzt jeden Tag einen neuen Wasserstand vermelden, obwohl wir dazu eigentlich überhaupt keine Lust haben, was aber natürlich niemanden interessiert: Also, laut „Wirtschaftswoche“ gehört zu den diversen Szenarien, die das Management (logischerweise) durchspielt, auch das einer Aufspaltung in Good Bank und Bad Bank, während „Bloomberg“ unter Berufung auf AR-Chef Hilbers berichtet, dass die Träger (nun doch) nicht (mehr) ausschließen, die Mehrheit abzugeben. Wiwo, Bloomberg/Welt

Seit die Deutsche Bank ihre „Wir investieren in Fintechs nicht direkt“-Doktrin aufgegeben hat, könnte man gefühlt auf die Idee kommen, es gebe eine neue Doktrin, die da lautet: „Es darf keine Woche mehr vergehen, in der wir nicht mindestens in ein Fintech direkt investiert haben.“ Diesmal ist es das Hamburger Startup „Hausgold“, an dem die größte Bank des Landes sich mit einem Millionenbetrag beteiligt. Geschäftsmodell: Wer seine Immobilie verkaufen möchte, wird  an einen passenden Makler vermittelt. Naheliegenderweise dürfte die Deutsche Bank bestrebt sein, diesen Service in Zukunft auch seinen eigenen Kunden anzubieten. Gründerszene

Mal ein Quervergleich: Das 2016 von zwei ehemaligen BHF-Bankern gegründete Family Office Segura & Jesberger kommt bereits auf Assets under Management in Höhe von 1,5 Mrd. Euro – ein Wert, den von allen Robo-Advisern, die es da draußen gibt, allenfalls Scalable Capital so einigermaßen erreichen dürfte. Zur Wahrheit gehört freilich auch: Bei Segura & Jesberger verteilt sich dieses Vermögen auf 30 Klienten, bei dem Münchner Fintech sind es Zehntausende. Welches Modell ist nun das schönere? Bloomberg/Private Banking Magazin

Über die Landesgrenzen schauen wir in unserer „News“-Rubrik ja nur selten, heute aber doch mal – denn: In der Schweiz ermitteln die Kartellbehörden (mit Razzien und allem, was sonst noch dazugehört) gegen UBS, Credit Suisse und Co., weil die sich gegen Apple Pay verschworen haben sollen. Basler Zeitung

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Linktipps

Wie können die Sparkassen gegen die Amazons und Apples dieser Welt bestehen? Mit dieser Frage hat sich (pünktlich zum nächste Woche steigenden FI-Forum) Franz-Theo Brockhoff befasst, der Geschäftsführer des Sparkassen-IT-Dienstleisters „Finanz Informatik“. Der Bank-Blog

Allmählich werden die deutschen Fintechs erwachsen – aber werden sie auch groß? Ein Porträt des Frankfurter Robo-Advisors Vaamo, der bald seinen fünften Geburtstag feiert. FAZ

Isabel Schnabel – eine der Wirtschaftsweisen – unternimmt dieser Tage den bemerkenswerten Versuch, die wichtigsten Aussagen des aktuellen Sachverständigen-Gutachtens in Bezug auf die deutsche Bankenbranche auf Twitter zusammenzufassen … Hier ihr erster Thread:  Twitter

Muss Wirecard transparenter werden? Diese These vertritt zumindest die „Financial Times“, die schreibt, der bayerische Zahlungsdienstleister solle seinen Investoren granularere Daten zur Verfügung stellen, um seinen Aufstieg in die oberste deutsche Börsenliga auch wirklich zu rechtfertigen. FT Lex (Paywall)

Klickfavorit

… war gestern der Finanzstabilitätsbericht der Bundesbank. PDF

10.000 Abonnenten

Liebe Leserinnen und Leser, auch wenn es uns völlig surreal vorkommt – aber: „Finanz-Szene.de“ hat knapp 15 Monate nach dem Start jetzt mehr als 10.000 Abonnenten (exakt waren es diese Nacht bereits: 10.186), und das bei einer Open Rate von immer noch 52,4%. Ein großer Dank an alle, die diesen Erfolg ermöglicht haben, von den unermüdlichen Tippgebern (ohne die der Newsletter an manchen Tagen gähnend leer bliebe) über die emsigen Weiterempfehler (die echt der Hammer sind) bis hin zu den Werbepartnern (deren Beitrag zum Gelingen eines solchen Projekts wir vermutlich nicht näher erläutern müssen). Wenn noch ein spezieller Dank erlaubt ist, dann gilt der dem großartigen Teilzeit-Mitstreiter Thomas Borgwerth. Denn dessen Analysen (zum Beispiel zu Hauck & Aufhäuser, zu Wirecard oder zu Savedroid) sind es, die immer wieder sicherstellen, dass unser Süppchen hier nicht zu dünn wird. Wir trauen es uns ja kaum zu sagen – aber: Wäre irre, wenn Sie alle (also die Leserinnen und Leser genauso wie Herr Borgwerth) uns gewogen blieben, herzlichst, Heinz-Roger Dohms

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