17/10/18: Noch mal was zur DZ Bank, Hoch lebe die HVB, Die Coba wird grün

Wer wird denn jetzt eigentlich der neue Fintech-Beauftragte – oder wird das niemand?

Über Jens Spahn mochte man denken, wie man wollte – die deutschen Fintechs jedenfalls waren froh, dass sie ihn hatten. Schließlich ist es für eine junge Branche ja nicht das Schlechteste, wenn einer der kraftvollsten Politiker des Landes ebendiese Branche plötzlich als persönliche Spielwiese entdeckt und damit Türen öffnet, die zuvor verschlossen waren. Da war es der Szene auch egal, dass Jens Spahn gern von „Fintäschs“ sprach, wenn er „Fintechs“ meinte. Lieber ein Fintäsch-Beauftragter als kein Fintech-Beauftragter! Womit wir beim Thema wären: Was ist denn jetzt eigentlich mit der Spahn-Nachfolge als oberster deutscher Fintech-Politiker – sollte der frühere Goldman-Deutschland-Chef und heutige BMF-Staatssekretär Kukies das nicht machen? Und warum hört man momentan so wenig vom ebenfalls beim BMF angesiedelten Fintech-Rat? Und: Was ist eigentlich mit dem Finanzminister persönlich – hat der irgendein Interesse am Thema? Eine Spurensuche (Warnung: Die Geschichte ist ein bisschen dünn geraten, aber wir hatten heute leider nichts anderes. Sorry.): Finanz-Szene.de

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News

Unsere gestrige Berichterstattung zur DZ Bank hat zwar viele positive Reaktionen hervorgerufen – allerdings schrieb uns ein Leser (bei dem es sich um einen hochrangigen Manager einer großen deutschen Bank handelt, die nicht die DZ Bank ist), auch wenn die Analyse insgesamt „interessant“ und „erfrischend“ gewesen sein, so hätten wir in Bezug auf die Kapitalsituation „den Kollegen bei der DZ Bank etwas Unrecht getan“. Warum der Leser das so sieht, erfahren Sie hier: Finanz-Szene.de

Und noch ein Nachklapp: Wie beschrieben, gehört zu den  Problem-Segmenten der DZ Bank auch die Privatbanktochter (auf die die Mutter 2015 eine satte, bislang unentdeckte Abschreibung von 274 Mio. Euro vornehmen musste). Jedenfalls: Wie es der Zufall manchmal so will, meldete „Bloomberg“ gestern, dass ebenjene DZ Privatbank die „Assets under Management“ auf 18 Mrd. Euro gesteigert habe. Interessanter als dieser sehr wohlmeinende Artikel ist allerdings die dazugehörige Einordnung in der „Börsen-Zeitung“ heute Früh. Die erinnert nämlich daran, dass die DZ Privatbank „von der einst bis 2016 geplanten Verdoppelung des Gesamtvolumens auf 30 Mrd. Euro“ weit entfernt sei, was offenbar nicht zuletzt daran liegt, dass die Kundenzahl von weiland mehr als 70.000 auf nur mehr 30.000 gesunken sei (bei „Bloomberg“ heißt es, die Zahl der Kunden sei von einst 50.000 auf jetzt 30.000 runter, welche Darstellung stimmt, ließ sich diese Nacht nicht mehr klären). Bloomberg/Welt, Börsen-Zeitung

Nachdem „Finanz-Szene.de“ die Hypo-Vereinsbank in den vergangenen Monaten ein paar mal etwas härter angepackt hat (in München findet man: zu hart), hatten wir uns fest vorgenommen, sobald es irgendwas Positives zu berichten gibt, das dann auch zu berichten. Also: Wie bei den ja generell etwas lebensbejahenderen Kollegen des „Handelsblatts“ nachzulesen ist, hat sich die HVB (bzw. die Unicredit) im deutschen Investmentbanking in Q3 von Platz 9 auf Platz 5 verbessert (Datenquelle: „Thomson-Reuters“), im M&A-Geschäft soll es bezogen aufs erste Halbjahr und die Zahl der Deals sogar für Platz eins gereicht haben (Datenquelle: „Mergermarket“). Und damit nicht genug: „Im Bereich des Mittelstands […] sieht man sich sogar auf Platz eins“ (Datenquelle: „Einfach-mal-so-dahinbehauptet.de“). Mal sehen, wie sich dieser positive Trend auf die zuletzt ja eher mäßigen Zahlen (Vorsteuergewinn: minus 35% im ersten Halbjahr) auswirken wird. Handelsblatt (Paywall)

Na, sieh mal einer an, in Sachen Green Bonds tut sich jetzt ja doch ein bisschen was: Neulich die DZ Bank, Anfang der Woche die Berlin Hyp, jetzt auch noch die Commerzbank … Pressemitteilung

Die Bafin darf den Menschen nicht den Handel mit Bitcoins verbieten: So lautet, ein bisschen vulgärjuristisch verkürzt, das bemerkenswerte Urteil des Berliner Kammergerichts (das in der Sache zuständig war, weil es um einen damals 16-Jährigen Berliner ging, der eine Kryptobörse aufgebaut hatte, bevor die Finanzaufsicht ihn 2013 stoppte). Gründerszene 

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Linktipps

Suchen auch Sie nach einem Weg, sich die ermüdende (weil: immer gleiche) nachrichtliche Berichterstattung über die Quartalsergebnisse von JP Morgen, Goldman Sachs und Co.  zu sparen und trotzdem à jour zu sein? Dann lesen Sie doch diese knackige Zusammenfassung hier: Die fünf Lehren aus den Q3-Zahlen der großen US-Banken: Bloomberg

Warum Fintechs keine Bankenkiller werden: … einige Finanz-Startups wie N26 oder Scalable Capital aber trotzdem ganz gut dastehen. Manager Magazin

Der Startup-Accelerator Plug & Play hat – gemeinsam mit Partnern wie der Deutschen Bank, der DZ Bank oder der Aareal – den zweiten Durchgang seiner „Fintech Europe“-Kampagne gestartet: Hier auf einen Blick, welche Finanz-Startups mit von der Partie sind: DZ Innovationsblog

Klickfavorit

… war gestern unsere DZ-Bank-Analyse: Finanz-Szene.de

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