20/03/18: Allianz steigt bei N26 ein, Rocket-Fintech gibt auf, Das VW-Bank-Wunder

Ad-hoc: Allianz steigt beim Vorzeige-Fintech N26 ein und brüskiert damit die deutschen Banken

Die Allianz düpiert die gesamte deutsche Bankenbranche – und steigt im großen Stil beim Vorzeige-Fintech N26 ein. Mitte vergangener Woche hatte der Münchner Versicherungskonzern entsprechende Informationen von „Finanz-Szene.de“ und „Gründerszene“ noch als „Marktgerücht“ abgetan (woraufhin wir zunächst von einer Berichterstattung absahen). Gestern Abend machte die News dann aber endgültig die Runde. Demnach beteiligen sich neben der Allianz auch der chinesische Internetkonzern Tencent und eine Reihe kleinerer Investoren bei der Smartphone-Bank. Die Finanzierungsrunde ist umgerechnet 130 Millionen Euro schwer. Das bedeutet für die deutsche Fintech-Branche einen neuen Rekord. Weitere Details und was die Allianz mit ihrem Engagement bei N26 bezwecken könnte, erfahren Sie hier:

Finanz-Szene.de

10 Gründe, warum Volkswagen zur erfolgreichsten deutschen Bank wurde

Kleines Quiz: Welche deutsche Bank 2017 hat den höchsten Gewinn erzielt? Klar ist: Die Deutsche Bank war es wieder mal nicht, ebenso wenig wie die Commerzbank. Also die DZ Bank? Oder die KfW? Oder die ING Diba? Alles falsch. Denn keines der klassischen Kreditinstitute  hat 2017 so viel Gewinn gemacht wie die Finanzsparte von Volkswagen. Die präsentierte gestern ein Vorsteuerergebnis von 2,46 Milliarden Euro (und übrigens: gleich dahinter kommt mit einem Ergebnis von 2,0 Milliarden Euro die Mercedes-Benz-Bank). Angesichts von Dieselkrise und Bankenkrise mag auf den ersten Blick überraschen, dass ausgerechnet die Autobanken von Rekord zu Rekord eilen. Indes: Der Höhenflug der sogenannten „Captives“ hat seine Gründe. Und zwar mindestens zehn. Hier sind sie: Finanz-Szene.de

News

Das nächste KMU-Finanzierungs-Fintech gibt auf: Nach Fintura hat es nun auch Innolend (übrigens aus dem Hause von und zu Rocket) erwischt. Gründerszene

Der Angst-Index der Finanzbranche schlägt wieder aus: Der TED-Spread, der den Zinsaufschlag abbildet, den Banken für kurzfristige Dollar-Finanzierungen zahlen müssen, steht so hoch wie zuletzt 2008 und 2011/2012. Was das bedeutet (nämlich nichts Gutes), erläutert Kollege Zschäpitz von der Welt.

Einer aus unserer Mitte wird Staatssekretär im BMF: Wir waren ja mal fest davon ausgegangen, dass der neue Finanzminister aus dem Kreise der „Finanz-Szene.de“-Leser kommt. Dann aber scheiterte Jamaika, womit gleich zwei Kandidaten raus waren; und dann verzichtete die Union aufs BMF, wodurch sich ein weiterer prominenter Leser was anderes suchen musste (und auch gefunden hat). Immerhin: Nun werden „wir“ wenigstens ein Stück weit entschädigt. Denn wie gestern bekannt wurde, zieht Jörg Kukies, Deutschland-Chef von Goldman Sachs und bekennender (!) Leser von „Finanz-Szene.de“ (hier der Beleg, bitte ganz nach unten scrollen), als Staatssekretär ins BMF ein.  Glückwunsch! Tagesspiegel

Beyond.de

Obacht, Deutsche Bank, das könnte Dir (darf man die Deutsche Bank eigentlich duzen?) auch passieren: Ein aktivistischer Aktionär hat 5,2 Prozent der Stimmrechte bei Barclays erworben – und dürfte dem Management nun ordentlich einheizen. Guardian

Linktipps

Ist Ihre Bank wirklich schon digital? Dann machen Sie doch den Selbst-Test, den Fintech-Guru Chris Skinner entworfen hat: The Finanser

Wie Frankreichs Banken ihre Stellung in Europa ausbauen – auch und gerade dank Zukäufen in Deutschland. Süddeutsche

Sieben unangenehme Wahrheiten … über das Personal der Deutschen Bank. efinancialcareers

Fünf Feststellungen zum Geschäftsausblick der Deutschen Bank: Das Privatkundengeschäft stagniert, die Renditen bleiben mager – und noch drei weitere Punkte … Handelsblatt

That’s not news:

Weil „Finanz-Szene.de“ montags nichts erscheint, fassen wir immer dienstags die wesentlichen Nachrichten des Wochenendes kurz zusammen:

  • Jetzt wird es ernst für John Cryan: Die Großaktionäre erhöhen abermals den Druck auf den Deutsche-Bank-Chef. Handelsblatt (Paywall)
  • Bei der Deutschen Bank verdienen 50 Mitarbeiter mehr als der Chef: Insgesamt machte das größte hiesige Geldhaus im vergangenen Jahr 705 seiner Beschäftigten zu Einkommens-Millionären. Süddeutsche
  • Kengeter hat 2017 trotz allem rund fünf Millionen Euro verdient … und selbst dieses Jahr kassiert der Ex-Chef der Deutschen Börse noch siebenstellig. Handelsblatt

Klickfavorit

… war am Freitag die Präsentation der Sparkasse Köln-Bonn (aus der übrigens, Seite 20, auch hervorgeht, dass das rheinische Power-House es 2017 als eine der wenigen Retail-Banken geschafft hat, sich im Provisionsgeschäft zu verschlechtern). PDF