24/07/18: Dt. Bank entgeht MREL-Emission, 6 Thesen zum digitalen KMU-Banking, Naga: Wo sind die 50 Mio?

Exklusiv: Wo sind die 50 Mio. Dollar aus dem ICO des Hamburger Fintechs Naga gelandet?

Initial Coin Offerings? Ist das Thema nicht durch? Jeder Fallhöhe beraubt, seit Studien zu Ergebnissen kommen wie: Knapp die Hälfte aller ICO-Startups hält keine vier Monate durch … Oder: Über 80% aller ICOs sind Betrug …? Jedenfalls: „Finanz-Szene.de“ hat einen ganz speziellen ICO trotzdem nochmal  unter die Lupe genommen. Nämlich den des Hamburger Fintechs Naga. Warum? Weil es sich bei der Naga AG um kein beliebiges No-Name-Startup handelt. Sondern um ein Unternehmen, das mit der etablierten Finanzindustrie eng verwoben ist. So betreiben die Hanseaten zum Beispiel Joint-Ventures mit Hauck & Aufhäuser und der Deutschen Börse. Und sie wissen als Großaktionär den chinesischen Investor Fosun hinter sich, der gerade mit Bafin-Plazet in Deutschland Fuß zu fassen versucht. Darum sei die Frage erlaubt: Wo sind die 50 Mio. Dollar aus dem Naga-ICO eigentlich gelandet? Finanz-Szene.de-Analyst Thomas Borgwerth hat sich auf Spurensuche begeben. Hier, was dabei herausgekommen ist: Finanz-Szene.de

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News

Die Deutsche Bank entgeht Anleihe-Emissionen zur Erfüllung der MREL-Quote: Das jedenfalls berichtet heute Morgen die „Börsen-Zeitung“, die unter Berufung auf die EU-Bankenabwicklungsbehörde zudem vermeldet, wie viel MREL-taugliches Kapital die Blaubank exakt wird vorhalten müssen (und, siehe oben, offenbar schon mehr oder weniger vorhält) – nämlich 9,14% sämtlicher Assets bzw. umgerechnet gut 100 Mrd. Euro. Zur Erinnerung: Bei MREL geht es nicht nur ums Eigenkapital, sondern darüber hinaus auch um solche Fremdmittel, die im Zweifel ebenfalls zur Haftung herangezogen werden können. Börsen-Zeitung

Der Berliner Fintech-Incubator Finleap launcht erstmals ein Venture im Ausland: … und zwar geht es laut Pressemitteilung um eine „digitale Finanzmanagementlösung“ namens Beesy, die es Kleinunternehmern und Selbstständigen erleichtern soll, Buchhaltung und Steuern zu erledigen sowie Bankgeschäfte abzuwickeln. Wer sich nun fragt, ob Finleap ein ähnliches Fintechs nicht gerade erst unter dem Namen Infinitec Solutions in Deutschland gelauncht hat –  naja: So ganz ungefähr stimmt das. Auf Nachfrage teilt Infinitec denn auch mit, dass das Italo-Startup „auf der Infinitec-Solutions-Plattform basiert“. Pressemitteilung

Zwei Kurzmeldungen: Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat ihre vor zwei Jahren verkündete Kooperation mit dem US-Broker JPP schon wieder beendet (FAZ, Seite 18); und der frühere DZ-Bank-Vorstand Lars Hille feiert eine Art Mini-Comeback: Er zieht in den Aufsichtsrat der V-Bank und in den der ICF-Bank ein.

Und noch von Freitag stammt die Nachricht, dass die Deutsche Bank in den USA  die nächste nicht ganz niedrige Strafzahlung akzeptiert hat. Summe diesmal: 75 Mio. Euro. Vergehen diesmal: unzulässiger Umgang mit Aktienzertifikaten. Reuters

Gästeblog

Sechs Thesen zur Zukunft des KMU-Bankings: Am heutigen Dienstag geht „Blue Port“ live, die neue Firmenkunden-Plattform der Deutschen Bank. Damit schickt sich nun also auch das größte Geldhaus des Landes an, sein Geschäft mit Mittelständlern zu digitalisieren. Der Consultant Hans Kraus hat den Launch zum Anlass genommen, sich die diversen Digital-Strategien im KMU-Segment hierzulande einmal genauer anzuschauen. Und zwar exklusiv für: Finanz-Szene.de

Wie sich die deutschen Banken beim Thema „digitale Identitäten“ verheddern: Nach den Sparkassen (mit „Yes“) und der Deutschen Bank (mit „Verimi“) planen nun auch die Genossenschaftsbanken ihre eigene Identitätsplattform. Der Blogger Ralf Keuper findet, das sei  wieder mal ein Beispiel, wie in der deutschen Kreditwirtschaft „nach einer Phase demonstrativer Passivität“ plötzlich „hektische Aktivität“ einsetze. Finanz-Szene.de

Linktipps

Welche Einschnitte die Deutsche Bank im Zuge ihres erneuten Umbaus bislang angekündigt hat … und warum das einigen Investoren noch nicht genug ist. Bloomberg

Seit einem guten halben Jahr gilt in Europa das „Surcharging-Verbot“ für Kartenzahlungen, Lastschriften und Überweisungen – doch was ist mit Paypal und Sofortüberweisung? Dieser Frage gehen zum einen die Gerichte nach. Und zum anderen Hanno Bender in seinem (übrigens hervorragenden) Bargeldlos-Blog.

 Klickfavorit

… war am Freitag unsere Analyse „Das Endspiel um den Ratenkredit“. Finanz-Szene.de