25/07/18: Normalo-Fintech Decimo verdreifacht Erträge, Durchbruch für Voice-Banking?, In eigener Sache

Exklusiv: Wie die Zahlen unseres Durchschnitts-Fintechs Decimo in 2017 explodiert sind

Wie viel Geschäft macht so ein normales Fintech eigentlich? Wie hoch sind die Erträge, wie stark das Wachstum, wie kräftig die Verluste, wie hoch die Ausfälle? All das blieb der Öffentlichkeit verborgen, bis „Finanz-Szene.de“ kürzlich im Bundesanzeiger auf die 2016er-Bilanz von Decimo stieß – einem in Berlin ansässigen Factoring-Fintech, das als eines der ganz wenigen Finanz-Startups einen transparenten und umfassenden Abschluss (sprich: mit GuV) veröffentlicht. Freilich: Was man da sah, war eher ernüchternd. So lag das Factoring-Volumen nur bei 5,9 Mio. Euro, die daraus generierten Erträge erreichten bloß knapp 250.000 Euro. Das „deutsche Durchschnitts-Fintech“, wie „Finanz-Szene.de“ es taufte, schien also eher ein Fintechchen zu sein. Indes: Wir sollten mal auf die 2017er-Zahlen warten – dann würden wir schon sehen, hieß es damals aus dem Unternehmen. Genau das haben wir gemacht. Und siehe da: Die neuen Zahlen sind in der Tat beeindruckend. Decimo ist (auf weiterhin niedrigem Niveau) in 2017 regelrecht explodiert: Finanz-Szene.de

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VÖB-Service Kongress 20.18 – das exklusive Treffen der Kreditwirtschaft: Am 19. und 20. September sind Vertreter, Führungskräfte und Mitarbeiter der deutschen Kreditwirtschaft zu Gast in Köln. Sie erwarten zwölf Top-Veranstaltungen zu brandaktuellen Branchenthemen, eingerahmt von tollen Events und einer Abendveranstaltung im Brauhaus „Früh am Dom“. Weitere Informationen finden Sie auf www.voeb-service.de/kongress2018/.

Die Grafik

Wie Deutschlands Banken ins Risiko gehen: Vor Bundesbank-Tabellen schreckt „Finanz-Szene.de“ normalerweise zurück – zu komplex! Angestachelt durch den twitternden Capital-Kollegen Christian Kirchner haben wir uns gestern dann aber doch mal in den „Bank Lending Survey“ der Buba hineingekniet. Und i.d.T.: Wenn wir die Umfrage nicht missverstehen, dann sind die Resultate spektakulär. Zusammengefasst: Vor dem Hintergrund eines immer härteren Wettbewerbs geben sich die Banken speziell in der Wohnbau-Finanzierung mit immer geringeren Margen zufrieden – und lockern parallel massiv die Kreditbedingungen, wie unsere insgesamt sechs Grafiken zeigen: Finanz-Szene.de

News

Ist das der Durchbruch für Voice-Banking in Deutschland? Naja, zumindest es ist ein kleiner Fortschritt: Wer Privatkunde bei der Comdirect ist und über einen zünftigen Sprachassistenten von Google verfügt, der kann künftig per Sprachbefehl endlich auch Überweisungen vornehmen (und nicht mehr nur den Kontostand abfragen, wie es bei den meisten Voice-Banking-Tools hierzulande der Fall ist). FAZ (Seite 19)

Das ist mal eine knackige Entscheidung: Während die Sparkassen gerade erst Instant Payment eingeführt haben, beschließt die Commerzbank, ihren Zahlungsverkehr auszulagern, und zwar an den zum französischen Atos-Konzern gehörenden Zahlungsabwickler Equens Wordline. Insgesamt gehe es um rund 4 Mrd. Transaktionen jährlich – von Sepa bis Echtzeit, von Inlandsüberweisungen bis hin zu währungsübergreifenden Zahlungen.  Ziel der Maßnahme sei es, sich „voll und ganz auf die Digitalisierung und den strategischen Umbau zur Commerzbank 4.0 zu konzentrieren“, sagte Coba-Bereichsvorstand Christian Rhino. Der Treasurer, Finextra

Der Stellenabbau in der  deutschen Kreditwirtschaft setzt sich unvermindert fort: So ist die Zahl der Beschäftigten laut dem Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes im vergangenen Jahr um 3,8% auf 586.250 zurückgegangen. Börsen-Zeitung (Paywall)

Linktipps

Als verbraucherferner B2B-Newsletter will „Finanz-Szene.de“ heute mal ein Sonderlob speziell an die Deka, aber auch an andere deutsche Fondsgesellschaften aussprechen: Denn wie sich einer großen Analyse von (schon wieder …) Christian Kirchner in der aktuellen „Capital“ entnehmen lässt, haben etliche Dachfonds hierzulande in den vergangenen drei bzw. zehn Jahren zwar „trotz Superbullenmarkt“ kaum mehr abgeworfen als ein Sparbuch. Dank cleverer „Fonds in Fonds“-Konstruktionen (mit entsprechender Gebührendopplung) verdienten viele Anbieter indes trotzdem exzellent. So wird’s gemacht! Capital (nur Print, Seite 124-127)

Auf diese fünf Punkte sollten Sie achten, wenn die Deutsche Bank heute ihre Q2-Zahlen präsentiert. Handelsblatt (Paywall)

An alle LeserInnen, die sich berufsbedingt mit Banken-Regulierung bzw. mit Fintech-Regulierung beschäftigen: 1.) Wir bedauern Sie aufrichtig. 2.) Kennen Sie eigentlich die „Working Paper Series“ des „European Banking Institute“ zu genau Ihren Themen? ebi-europa.eu

Ignoriert

Wie schwierig es ist, dem Sommerloch die ein oder andere pseudo-exklusive Geschichte abzutrotzen, wissen wir aus leidvoller Erfahrung selber: Trotzdem müssen wir dem Versuch des tapferen Bloomberg-Kollegen, es mit den „Fünf-Monats-Zahlen“ der DKB in unseren Newsletter zu schaffen, eine klare Absage erteilen. Denn was sollen wir noch alles verlinken? Die „Elf-Monats-Zahlen“ der Comdirect zu Weihnachen? Bloomberg

Klickfavoriten

… waren gestern die große Naga-Recherche von Thomas Borgwerth und die „Sechs Thesen zum digitalen KMU-Banking“ von Hans Kraus.

In eigener Sache

Liebe LeserInnen, eigentlich haben wir es uns ja zur Aufgabe gemacht, auf Banken und Fintechs zu schauen – und nicht auf unseren Bauchnabel. Bloß: Ohne Selbstvermarktung geht es leider nicht. Darum sehen Sie uns bitte nach, wenn wir Sie heute anlässlich unseres bevorstehenden ersten Geburtstags dann doch mal wieder mit den Zahlen unseres possierlichen Newsletters belästigen (eigentlich ist der Geburtstag erst am 14. August, aber nächste und übernächste Woche macht „Finanz-Szene.de“ Sommerpause, drum die Zahlen heute schon). Also:

  1. Kürzlich hat sich der 7000. Abonnent registriert, Stand gestern waren wir sogar schon bei 7316. Damit dürfte „Finanz-Szene.de“ angesichts einer durchschnittlichen „Open Rate“ von 54% bereits jetzt der meistgelesene B2B-Newsletter für die deutsche Bankenbranche sein (wobei wir uns, sollten wir irren, gern eines Besseren belehren lassen).
  2. Am 26. Juni wurde der Newsletter dank einer „Open Rate“ von 60,8% (!!) erstmals von mehr als 4000 Abonnenten gelesen. Fanden wir sehr cool.
  3. Parallel wird „Finanz-Szene.de“ auch auf anderen Kanälen immer stärker wahrgenommen. So fand die Ausgabe mit der Commerzbank-Digitalbank neulich allein bei Linkedin mehr als 12.000 Leser (ein Hinweis an die Skeptiker: Die Newsletter-Headline lief nicht bloß durch gut 12.000 Profile, sondern der Newsletter wurde tatsächlich von gut 12.000 Linkedin-Nutzern geklickt). Alle Kanäle addiert hatte der Newsletter an dem Tag mehr als 16.000 Leser. Rekord.
  4. Und falls die potenziellen Werbekunden jetzt fragen sollten: „Ist die Zielgruppe denn immer noch spitz genug?“, dann antworten wir guten Gewissens: wie ein Bleistift. Oder um es mit dem großen Berti Vogts zu sagen: Die Breite wird in der Spitze immer dichter.

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