26/04/18: Revolut erhält 250 Mio. Dollar, Analyse des Clark-Deals, Erfolge für Ndgit und Tillhub, Nelson Holzner

Analyse: Was das Rekord-Funding für Clark über den deutschen Fintech-Markt aussagt

Die Versicherungsbranche ist einerseits nicht wirklich unser Thema. Andererseits: Wer Fintech sagt, kann bei Insurtech schlecht schweigen. Zumal es ja kluge Köpfe gibt, die spätestens seit der N26/Allianz-Nummer sagen, die Dinge gehen wieder mehr in Richtung Allfinanz. Darum haben wir uns fünf Thesen zur gestern verkündeten 29-Millionen-Dollar-Finanzierung für den Online-Makler Clark ausgedacht. Besonders spannend sind aus unserer Sicht zwei Punkte – nämlich erstens: Was heißt das eigentlich für die Dominanz von Check24, wenn Clark mal eben so unverschämt viel Geld einsammelt? Und zweitens: Auch ein weiteres Fintech hat dieser Tage ein zweistelliges Millionen-Funding angekündigt, nämlich Ottonova. Heißt das, dass die Insurtechs im Vergleich zu den Banken-Fintechs lediglich aufholen; oder setzen sie irgendwann zum Überholen an? Hierzu ist zu sagen: Unter den zehn größten deutschen Fintech-Fundings ist kein einziges Insurtech. Und trotzdem lesen sich die Insurtech-Top-10, die der Datenguru Barkow zusammengestellt hat, nicht schlecht. Finanz-Szene.de (Analyse), Barkow Consulting (Top 10).

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Beyond .de

Riesiges Funding für britisches Fintech Revolut: Der Erzrivale der Berliner Smartphone-Bank N26 hat (wie heute Morgen im „Handelsblatt“ nachzulesen ist) nach eigenen Angaben eine Megafinanzierung über 250 Millionen Dollar erhalten. Die Bewertung beläuft sich demnach  auf 1,7 Milliarden Dollar, was eine der höchsten Werte für ein europäisches Fintech überhaupt ist  – wenn denn wirklich stimmt, was die gern mal etwas großsprecherischen Briten da behaupten. Zum Vergleich: N26 hatte kürzlich 160 Mio. Dollar erlöst und kommt nach Berechnungen von Gründerszene und „Finanz-Szene.de“ auf eine Bewertung von rund 750 Mio. Dollar. Handelsblatt (Paywall)

News

Exklusiv: Open-Banking Plattform NDGIT erhält nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ vier Millionen Euro – wobei das Geld unter anderem vom deutschen VC Capnamic Ventures und von PROfounders aus UK kommt.  Die bestehenden Investoren, darunter Dieter von Holtzbrinck Ventures, beteiligen sich ebenfalls an der Finanzierungsrunde für den API- und PSD2-Spezialisten.

… und noch ein frisches Funding: Nämlich für das i-Pad-Kassensystem von Tillhub, das nun auf eine Gesamtfinanzierung von sechs Millionen Euro kommt, was sooo schlecht nicht ist. Gründerszene

Die Billpay-Gründer um Nelson Holzner (die ja einen der größten deutschen Fintech-Exits überhaupt hingelegt haben) arbeiten bereits an einem neuen Finanz-Startups … das Modifi heißen soll, auf digitale Handelsfinanzierung für KMUs setzt und bereits einen prominenten Investor an Bord hat, wie die Kollegen von „Deutsche Startups“ herausgefunden haben. Deutsche Startups

Deutsche Bank darf Postbank-Depositen auch selber nutzen: Die EZB erlaubt der Blaubank nach übereinstimmenden Medienberichten, die Einlagen der Tochter im Rahmen ihres Liquiditäts-Managements auch im Gesamtkonzern zu nutzen. Damit dürfte die vielleicht wichtigste Hürde auf dem Weg zur Vollintegration genommen sein. Reuters

Ex-Deutsche-Bank-Manager Leithner geht zur Deutschen Börse: ... wo er künftig für das Daten- und Indexgeschäft sowie für die Abwicklungs- und Verwahrtochter Clearstream  zuständig sein wird. Daneben hat der Frankfurter Börsenbetreiber noch zwei weitere neue Vorstände ernannt, nämlich den bisherigen Eurex-Manager Thomas Book und Christoph Böhm (bislang SAP). Reuters/Wirtschaftswoche, Dow Jones

Cominvest knackt die 300-Millionen-Euro-Marke: Damit dürfte der Robo Advisor der Comdirect jetzt die Nummer zwei im deutschen Markt hinter Scalable (geht auf die Milliarde zu), aber vor Liqid (seit Kurzem über 200 Millionen) sein. Unklar ist, wo der erst vor wenigen Monaten gestartete digitale Vermögensverwalter der Deutschen Bank („Robin“) steht. FondsprofessionellBörse Online (mit den Q1-Zahlen von Comdirect)

Vorbild Frankfurter Volksbank: Ist das die Zukunft der deutschen Genossenschaftsinstitute?

Natürlich bemühen die Entscheidungsträger das übliche Narrativ: „Größe haben wir mit der Fusion nicht angestrebt“, sagt Eva Wunsch-Weber, die Chefin der Frankfurter Volksbank. Vielmehr hätten Themen wie Niedrigzins, Digitalisierung oder Regulierung den Ausschlag für den Zusammenschluss ihres Instituts mit der Vereinigten Volksbank Maingau und der Volksbank Griesheim gegeben. Doch ist das die Wahrheit? Naja, vielleicht die halbe. Mehr aber auch nicht. Denn in Wirklichkeit fusioniert die Frankfurter Volksbank  jetzt schon seit 30 Jahren alles weg, was in ihrem Sprengel nicht laut genug „Nein“ ruft. Und noch etwas fällt auf: Unter den größten Volks- und Raiffeisenbanken in der Republik sind nicht weniger als fünf, die dem erweiterten Einflussgebiet der Finanzplatzes FFM zuzurechnen sind. Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie doch einfach mal unsere Analyse zur der Frage, ob die Rhein-Main-Region die Zukunft der deutschen Kleinbanken vorwegnimmt. Finanz-Szene.de

Linktipps

Drei Fragen an die Deutsche Bank: Das wichtigste Geldhaus des Landes verkündet heute seine Q1-Zahlen – und vermutlich auch ein paar strategische Maßnahmen. Worauf es besonders zu achten gilt, erklärt das Handelsblatt.

Der PR-Stunt von Savedroid ist nicht das Problem … das Problem ist die Arroganz gegenüber den eigenen Usern, die durch die Aktion bloßgelegt wurde, meint der Fintech-Blogger Maik Klotz. Paymentandbanking

Data Streaming ohne Banken: Das Kerngeschäft der Finanzbranche besteht abstrakt betrachtet aus der Verarbeitung von Daten und Informationen, schreibt der Consultant Ralf Keuper. Doch genau dieser Fluss könnte künftig versiegen. Bankstil 

Klickfavorit

… war gestern der Einblick in die Gehaltsstrukturen von HSBC Trinkaus. efinancialcareers