26/06/18: Mega-Abfindung bei der Apobank, Das Zittern der BayernLB, Deutsche Bank verliert CIO

Exklusiv: Apobank zahlt Mega-Abfindung an 0-8-15-Mitarbeiter

Liebe Leserinnen und Leser, nachdem am gestrigen Montag die hessischen Ferien begonnen haben, stellt sich unerbittlich die Frage: Wie gedenkt „Finanz-Szene.de“ eigentlich das Sommerloch zu füllen? Antwort: Wir wissen es noch nicht. Aber wir haben eine Idee: mit Trash, Tratsch und Trivialem. Genau diese Idee kam uns nämlich, als wir neulich (womit sonst soll man seine Wochenenden zubringen?) im Vergütungsbericht der Ärzte- und Apothekerbank blätterten und dort auf den trashigen Umstand stießen, dass die liebe, brave, genossenschaftliche Apobank einem ihrer Mitarbeiter eine Abfindung in Höhe von zwei bis drei Mio. Euro gezahlt hat. Und zwar: keinem Vorstand. Und nicht mal einem sonstigen Risikoträger. Sondern irgendeinem 0-8-15-Mitarbeiter. Nun gönnen wir (Levve un levve losse, sagen die richtigen Rheinländer) natürlich jedem Düsseldorfer Heilberufsbanker seinen sorgenfreien Mettmanner Lebensabend, weshalb wir gar nicht erst fragen: Wer hat das Geld kassiert? Aber was uns dann doch interessiert: Wofür?  Hier die ganze Geschichte: Finanz-Szene.de

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DLT, Blockchain und die Folgen für Ihr B2B-Geschäftsmodell: Ob Industry, Energy, Mobility oder Finance – durch die Distributed-Ledger-Technologie lösen sich die Grenzen zwischen den Branchen allmählich auf. Welchen Mehrwert liefern Unternehmen in dieser neuen Welt auch noch morgen für ihre Kunden? Aufgrund ihrer großen Erfahrung in der produktionsnahen Pilotierung von DLT- und Blockchain-Projekten hilft die targens GmbH Ihnen bei der Beantwortung dieser Frage. Von den ersten Überlegungen bis zur Produktivnahme. https://digitalfinance.blog/

News

Warum geht es der Deutschen Bank nochmal so schlecht? Die Aktie des wichtigsten Geldinstituts des Landes ist gestern auf 9,26 Euro gefallen – und damit auf den niedrigsten Stand seit der Errichtung Frankfurts. Anlass genug, das „Why Deutsche Bank Can’t Just Shake Off Its Problems„-FAQ des (nebenbei bemerkt: sehr lustigen) „Bloomberg“-Kollegen Steven Arons zu verlinken. Steht zwar jetzt nichts gaaanz Neues drin. Aber dafür ist man nach 120 Sekunden Lesezeit wieder à jour. Bloomberg Quint

Die Deutsche Bank verliert ihren CIO, also Pascal Boillat, der in gleicher Funktion (aber mit Vorstandsrang?) zum 1. Oktober bei der  Commonwealth Bank of Australia anheuert. Boillat war im Februar 2016 zur Deutschen Bank gekommen und in diesem März (allerdings noch unter Kim Hammonds) zum Group Chief Information Officer aufgestiegen. Kurz darauf musste Hammonds allerdings gehen, ihren COO-Posten bekam Frank Kuhnke, und wie die Sache jetzt für Boillat ausgegangen ist, sehen Sie ja selbst. Computerworld.com, CIO Australia

Die EBA hat Europas Banken (also auch: die deutschen) noch einmal eindringlich vor den Folgen eines harten Brexits gewarnt. Hier die Begründung: Wiwo, Das EBA-Papier im Original (PDF)

BayernLB muss (weiterhin) um Heta-Milliarden zittern: Dabei geht es um einen Kredit in Höhe von 2,4 Mrd. Euro, mit dem die Münchner Landesbank einst ihre  Tochter Hypo Alpe Adria am Leben gehalten hatte. Laut eines früheren Gerichtsurteils steht das Geld der BayernLB zu, das OLG München hat die Entscheidung nun erst einmal aufgehoben. PNP

„Beim Kreditwachstum ist der Zenit erreicht“: Sagt KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner unter Berufung auf die aktuelle Ausgabe des Kreditmarkt-Ausblicks seines Instituts. Handelsblatt (Paywall)

Noch eine Bank, die sich ins deutsche Firmenkunden-Geschäft stürzen will: … nämlich die Crédit Agricole. Börsen-Zeitung

Es gibt 100 gute Gründe, diese ganzen dubiosen (weil: kriterienfreien bzw. intransparenten) Fintech-Rankings da draußen einfach souverän zu ignorieren. Allerdings – es gibt auch zwei Gegenargumente: 1.) Die Fintech-Nachrichtenlage ist ein bisschen dürr heute. Und 2.) Wir haben sie ja doch alle ganz gern, unsere Finanz-Startups, was nicht nur, aber natürlich auch für jene acht possierlichen Nager gilt, die es aus Gründen, die man vermutlich nie erfahren wird, auf die angeblich oscar-mäßig wichtige europäische „Fintech50“-Liste geschafft haben. Fintech50

Und dann doch noch eine richtige Fintech-Meldung, wenn auch aus der aus unserer Sicht falschen Ecke (nämlich Assekuranz statt Banking): Das Berliner Insurtech Coya hat seine Bafin-Lizenz erhalten. Versicherungsbote

Erzählen uns die Payment-Experten nicht immer, der Payment-Markt sei von sinkenden Gebühren und fallenden Margen geprägt? Naja, für unsere Freunde von Paypal Deutschland scheint das nicht zu gelten. Halt alles eine Frage des Bizeps-Umfangs. Twitter (übrigens auch mit interessanter Diskussion über Surcharging-Verbot etc.pp., wobei u.a. der neue Paydirekt-Chef mitdiskutiert)

Linktipps

Die Volks- und Raiffeisenbanken wollen in den nächsten vier Jahren 500 Mio. Euro zusätzlich in die Digitalisierung investieren: Doch wo fließt das Geld hin? Und wo soll es herkommen? Börsen-Zeitung

Die BBVA gilt als digitaler Vorreiter unter Europas Großbanken – doch was genau machen die Spanier anders als die Deutschen? Handelsblatt (Paywall)

Die Commerzbank  will ihre Research-Berichte dank künstlicher Intelligenz  in Zukunft maschinell produzieren lassen: … womit sich die Berichte dann genauso lesen werden wie bislang auch schon. Financial Times (Paywall), Business Insider

Warum Venture-Fonds nicht davor zurückschrecken sollten, ihr Kapital in Fintechs (siehe ganz allgemein: Solarisbank) bzw. Insurtechs (siehe oben: Coya) zu pumpen, die dieses Kapital erst einmal für regulatorische Zwecke benötigen … erklärt Rob Muffat vom Londoner Risikokapitalgeber Balderton Capital.  Medium.com

Klickfavorit

… waren am Freitag die HSH-Nordbank-Anmerkungen des unbekannten Lesers. Finanz-Szene.de