27/09/18: Der Scalable-Santander-Deal, Stripe jetzt 20 Mrd. wert, Deutsche Banken erleben Ertrags-GAU

Exklusiv: Scalable baut Whitelabel-Robo für Online-Tochter der spanischen Santander

Der bislang als reiner B2C-Anbieter bekannte Münchner Robo Advisor Scalable Capital hat seinen ersten großen Whitelabel-Deal gelandet. Nach exklusiven Informationen von „Finanz-Szene.de“ wird die spanische Openbank – das ist die Onlinetochter von Santander – heute eine digitale Vermögensverwaltung launchen, die auf der Technologie des 2015 gegründeten deutschen Fintechs beruht. Interessant: Das Anlagekonzept kommt weder von Santander noch von Scalable, sondern vom weltgrößten Asset Manager Blackrock, der letztes Jahr mit einer zweistelligen Millionensumme bei den Münchnern eingestiegen war. Damals hatte Blackrock betont, jenseits der finanziellen Beteiligung auch eine strategische Phalanx mit dem deutschen Startup zu schmieden  – nun wird diese Ansage erstmals mit Leben gefüllt. Wenn wir uns nicht verzählt haben, dann hat Scalable (mit AuMs von > 1 Mrd. Euro der größte hiesige Robo Advisor) nun vier verschiedene Erlösquellen: 1.) Eigenes B2C-Geschäft. 2.) B2C-Geschäft, das über die ING Diba kommt. 3.) B2C-Geschäft, das über Unternehmen wie Siemens kommt. Und jetzt halt, 4.), die Whitelabel-Kiste. Mehr Details zum Santander-Deal finden Sie in der Pressemitteilung, die heute rausgehen soll und die wir ausschnittsweise dokumentieren: Finanz-Szene.de

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Exklusiv: Deutsche Banken erleben Ertrags-GAU im Firmenkundengeschäft

Erinnern Sie sich noch an unsere Recherche neulich, die zeigte, dass die ING Diba ihre Erträge im Geschäft mit deutschen (und, wie man hinzufügen muss: österreichischen) Firmenkunden in wenigen Jahren mehr als verdreifacht hat? In einem boomenden Umfeld wäre das für die Konkurrenz vermutlich kein großes Problem. Bloß: Der Markt stagniert ja eher, als dsas er wächst, der Wettbewerbsdruck ist riesig, die Zinsen niedrig, die Margen dünn. Drum: Wenn die einen (ING Diba, BNP Paribas …) trotz schwieriger Umstände gewinnen  –  wer sind dann die Verlierer? Genau dieser Frage ist „Finanz-Szene.de“ nachgegangen und hat auf Basis von Halbjahreszahlen (2014 bis 2018) die Ertragsentwicklung von sieben klassischen deutschen Firmenkundenbanken analysiert. Was dabei herausgekommen ist? Nun, wir wollen nicht alles vorwegnehmen. Aber so viel dann doch: Bei einigen der untersuchten Banken sieht es nicht nur düster aus. Sondern so richtig düster: Finanz-Szene.de

News

Liebe Deutsche Bank, war das etwa eine Gewinnwarnung? Nein, das nicht. Ein Stimmungsaufheller allerdings war es auch nicht: Finanzchef James von Moltke hat gestern auf eine Konferenz in London mehr oder weniger offen eingestanden, dass die mauen Analystenschätzungen fürs laufende Quartal ins Schwarze treffen. Heißt: Knapp 330 Mio. Euro Gewinn im Vergleich zu rund 900 Mio. Euro vor einem Jahr. Die Investoren zeigten sich ernüchtert, die Aktie schloss mit 1,4% im Minus bei 10,24 Euro. Bloomberg, Handelsblatt (Paywall)

Nächste Hiobsbotschaft für die NordLB: Falls irgendwer gehofft hatte, dass die Hannoversche Landesbank das Jahr mit einem kleinen Plus beenden könnte – daraus wird nichts. Stattdessen stimmte das Management die Öffentlichkeit gestern auf den nächsten Verlust ein und führte als Begründung nicht nur die Kosten für die laufende Restrukturierung an. Denn: Offenbar läuft auch das operative Geschäfte schlechter als erhofft. Keine guten Voraussetzungen für den anstehenden Teilverkauf. Manager Magazin

Wussten Sie eigentlich, dass die Post einen eigenen Payment-Service unterhält? Nein? Vermutlich war genau das das Problem. Denn jetzt wird Postpay eingestellt, wie der ebenso nerdige wie oft verblüffend gut informierte „Caschys Blog“ berichtet. Die passende Einordnung kommt per Twitter von Jochen Siegert: „Ein weiterer, sehr teurer Payment-Fail der Deutschland AG.“ Caschys Blog, Twitter

Und noch eine Fintech-Meldung aus dem angelsächsischen Raum: Während wir gestern Abend beim Fußball weilten (Alemannia Aachen – TSV Herkenrath 5:1, drei Tore Imbongo, zwei Tore Garnier, alles ganz wunderbar, muss man sagen), mailte uns ein offenkundig dazu berechtigter PR-Mensch, dass das US-Fintech Stripe 245 Mio. Dollar gefunded habe und nun mit 20 Mrd. Dollar bewertet sei. Interessierte uns in dem Moment nicht die Bohne, geht Ihnen aber womöglich anders heute Früh. TechCrunch

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Wie viele Deutsche heben das Geld noch am Schalter ab, wie viele weiterhin am Automaten und wie viele schon an der Supermarktkasse? Hier ein Überblick, mit Zahlen, die zwar (meinen wir) nicht ganz neu sind, aber von der Autorin lesenwert und kompakt in den richtigen Kontext gerückt wurden: Süddeutsche

Ein spannender Artikel im Spannungsfeld von Banking, Fintech und Industrie:  So nutzt die KfW die digitale Jahresabschluss-Analyse. Finance-Magazin

Und für alle, die immer noch Turnschuh tragen und nicht wissen, wie man eine Krawatte bindet: Das hier sind die Fintech-Investments des einstigen Kreditech-Gründers und ewigen Kapuzenpulli-Trägers Sebastian Diemer: Deutsche Startups

Mal ganz niedrigschwellig, um nicht zu sagen ebenerdig: Wie sieht das eigentlich aus, wenn Paypal oder Giropay „mit einer Kommune ins Geschäft kommen“. Twitter

Klickfavorit

… war gestern unser großer Funding-Vergleich über die verschiedenen Fintech-Segmente hinweg. Finanz-Szene.de

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