27/11/18: Banken in der Apple-Falle, Helaba lässt NordLB sitzen, Neuer Job für Marcus Schenk

Fünf Gründe, warum sich die Sparkassen (und nicht nur die) so schwer mit Apple tun

Der Sparkässler als solcher ist ein auskunftsfreudiger Mensch. Und selbst wenn er ausnahmsweise mal nichts sagt – nicht schlimm. Dann fragt man halt einen anderen. Sparkässler gibt es schließlich mehr als genug! Jedenfalls: Diesmal ist alles anders. Wen auch immer man in der Sparkassen-Finanzgruppe anspricht auf das Geheimprojektprojekt „Diamond“ (von dem wir selber auch nur zu wissen glauben, dass es existieren soll): Schweigen! Die Sparkässler wollen nichts sagen, oder sie dürfen nichts sagen. Denn: Beim (angeblichen) „Diamond“-Projekt geht es um zwei hochsensible Fragen: 1.) Sollen die Sparkassen mit Apple Pay kollaborieren? Und 2.) Falls ja: Wie? Die Gemengelage ist komplex. Entscheiden sich die Sparkassen für eine Kooperation, verlieren sie einen Teil ihrer Erträge. Entscheiden sie sich dagegen – dann verlieren sie womöglich noch viel mehr. Lesen Sie hier unsere große Analyse (die so ähnlich natürlich auch für andere Banken gilt): Finanz-Szene.de

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News

Eigentlich wollten sich die Eigentümer der Helaba gestern Abend auf ein verbindliches Angebot für die NordLB verständigen: Stattdessen, so berichten diverse Zeitungen heute Morgen übereinstimmend, ging die Sitzung praktisch ergebnislos zu Ende (was wiederum daran liegt, dass sich die Träger der NordLB nicht auf die Forderungen der Helaba in Sachen gemeinsamer Haftungsfonds einlassen wollen). Nun heißt „ergebnislos“ offenbar auch, dass kein Beschluss gefasst wurde, die Sache endgültig ad acta zu legen. Indes: Allmählich braucht’s ein kleines Wunder, wenn es doch noch zum einem Schulterschluss von NordLB und Helaba kommen soll. Süddeutsche, FAZ (Seite 19)

Marcus Schenck, bis vor wenigen Monaten Investmentbanking-Chef der Deutschen Bank, hat einen neuen Job – allerdings nicht, wie wir vermutet hätten, als Gesichtsdouble für Heiner Lauterbach, sondern als Partner bei Perella Weinberg. Handelsblatt (Paywall)

Erinnern Sie sich noch an unsere Exklusiv-Geschichte „Frühere Sofort-Manager machen ihrer Ex-Firma mit neuer ‚Sofort Pay‘ Konkurrenz“? Jedenfalls, wie man damals (das war im Juli) schon erahnen konnte, landet die Sache nun vor Gericht. Denn das schwedische Payment-Unicorn Klarna (das hinter der deutschen „Sofortüberweisung“ steht) hat gestern mitgeteilt, das Münchner B2B-Finanz-Startup Fintecsystems (das hinter „Sofort Pay“ steht) u.a. wegen Markenverletzung verklagt zu haben. Wir haben für Sie dokumentiert, wie Klarna seine Klage begründet – und was Fintecsystems dem entgegnet: Finanz-Szene.de

Aus der Szene

Wer schon länger bei „Finanz-Szene.de“ angemeldet ist, wird wissen, dass uns ein Fintech besonders am Herzen liegt, nämlich die Reverse-Takeover-börsennotierte Niiio AG (mit drei „i“). Entsprechend freuten wir uns, als im Mai eine Pressemeldung rumging, wonach die Niiio AG bzw. die mit der Niiio AG verbandelte DSER GmbH die „Investmentbanking-Sparte einer internationalen Großbank“ (wow!)als Kunden gewonnen hatte. Wer der Kunde ist, stand leider nicht in der PM. Und wollte Niiio uns auch partout nicht verraten. Bei anderen Fintechs hätten wir vermutet: Fake News. Aber nicht bei unserer Niiio AG, der wir nichts Böses zutrauen. Und tatsächlich: Jetzt, ein halbes Jahr später, schickt uns ein Leser, der offenbar um unsere Schwäche für Niiio weiß, ein nicht-öffentliches Dokument zu, aus dem hervorgeht: Es handelt(e) sich: um die Commerzbank. Die Formulierung „internationale Großbank“ mag man in diesem Zusammenhang für zweifelhaft halten. Aber: Darüber wollen wir großherzig hinwegsehen!

(für alle neu hinzugekommenen Leser hier noch mal die Niiio-Saga „Wie aus einem defizitären Vermögensverwalter ein deutsches Wunder-Fintech wurde“)

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Gästeblog

Vom Ende der UdSSR zu den Geldwäsche-Skandalen des Jahres 2018: Kaum dachte man, die Deutsche Bank käme ein bisschen zur Ruhe – da wird sie unvermittelt in den Geldwäsche-Skandal rund um die Danske Bank hineingezogen. Wie tief die Verstrickung wirklich reicht ist unklar. Dennoch stellt sich die Frage, warum (auch deutsche) Banken seit Jahren immer wieder mit spektakulären Fällen von Geldwäsche zu kämpfen haben? Die Antwort weiß: unser Gastautor Veit Bütterlin. Finanz-Szene.de

Linktipps

Die Aufregung war groß, als immer mehr deutsche Banken begannen, Strafzinsen auf hohe Sparvermögen zu erheben – doch wie ist war die Dimension dieses vermeintlichen Skandals wirklich? Die FAZ hat nachgefragt und zum Beispiel von der Hamburger Volksbank erfahren, dass sich deren Negativzins-Einkünfte auf gerade mal rund 15.000 Euro in knapp zwölf Monaten beliefen. Frankfurter Allgemeine

Fast jede Bank da draußen erzählt, dass sie bereits digital unterwegs sei oder sich wenigstens auf dem Weg dahin befinde: Indes – woran erkennt man, dass eine Bank ihre Geschäftsmodell wirklich transformiert hat? The Finanser

OMG, da veröffentlicht der Bitkom Mitte November ein Positionspapier zur Zukunft des elektronischen Bezahlens am Point of Sale … Und wer hat’s verpennt? Ausgerechnet die Lobbyisten-Freunde von „Finanz-Szene.de“. Wird nicht wieder vorkommen. Bitkom (PDF)

Klickfavorit

… war am Freitag unser Stück zu Orderbird (übrigens, in einem anderen Medium war unsere Geschichte falsch wiedergegeben worden. Drum zur Klarstellung: 1.) Ein Gesellschafter – nämlich Concardis – hat seine Anteile an Orderbird wertberichtigt; nicht alle. Und 2.): Der Betrag, zu dem der eine Gesellschafter die Beteiligung in den Büchern stehen hat, entspricht natürlich nicht der Bewertung von Orderbird insgesamt.

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