28/05/18: Scheitern Daimlers Payment-Pläne?, Robos knacken 2-Mrd.-Marke, Commerzbank-Baisse

Exklusiv: Daimler wechselt Mercedes-Pay-Chef aus. Was wird jetzt aus den Wallet-Plänen?

Immerhin – eine Homepage gibt es schon. Das ist aber auch alles, knapp anderthalb Jahre, nachdem Daimler mit beachtlichem Aplomb seinen Einstieg ins Payment-Geschäft und den Start einer eigenen eWallet verkündet hat. „Mercedes Pay – Coming Soon“ steht in fetten Lettern auf der Website, und darunter steht in klein: „Mercedes pay is your wallet for the next generation of mobility services by Daimler. Join us and discover a whole new world of opportunities beyond your driving experience.“ Zu joinen gibt es dann aber nichts. Die whole world besteht nur aus dem Impressum, das dann gleichwohl eine dicke Überraschung offenbart: Daimler hat den Chef von Mercedes Pay ausgetauscht! Was ist da los? Hier die ganze Geschichte: Finanz-Szene

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Exklusiv: Deutsche Robo-Anbieter knacken die 2-Milliarden-Euro-Marke

Die digitalen Vermögensverwalter entwachsen der Nische – und werden zu einem echten Herausforderer für die klassische Finanzindustrie. Das zeigen Berechnungen von Barkow Consulting, die „Finanz-Szene.de“ bereits am Sonntag exklusiv vorlagen. Der Datenspezialist stützt sich dabei auf die Angaben jener vier Robo-Adviser, die regelmäßig ihre „Assets under Management“ veröffentlichen, darunter Scalable Capital und Cominvest. Deren Wachstum hat Barkow fortgeschrieben- und seine Rechnung dann mit Annahmen über die sonstigen Wettbewerber angereichert. Die Conclusio: Die deutschen Robos müssten die 2-Milliarden-Euro-Grenze inzwischen mit einiger Sicherheit geknackt haben. Hier alle Details (und warum die 2 Mrd. Euro sogar noch untertrieben sein könnten!!): Finanz-Szene.de, Barkow

News

Deutsche Bank will nach der (seit Freitag auch offiziell abgeschlossenen) Postbank-Integration zunächst in der Zentrale sparen: Angedacht sei ein Stellenabbau von 10 bis 15 Prozent, berichtet das „HB“. Das deckt sich so ungefähr mit früheren Angaben, wonach in der Privatkundensparte auf längere Sicht insgesamt rund 6000 Jobs wegfallen könnten (die nicht zu verwechseln sind mit den 7000 Jobs, um die es letzte Woche ging und die vor allem das Investmentbanking betreffen). Im dritten Quartal sollen die ersten Gespräche mit Arbeitnehmervertretern stattfinden. Handelsblatt (Paywall)

Steigt Wirecard jetzt auch noch (oder anders formuliert: Steigt jetzt auch noch Wirecard) in die Händlerfinanzierung ein? Die Pressemitteilung, die Ende letzter Woche rumgeschickt wurde, liest sich jedenfalls so. Und eine Banklizenz hat der Münchner Payment-Konzern (Marktkapitalisierung übrigens inzwischen 16 Mrd Euro und damit mehr als die Commerzbank) über seine hauseigene Wirecard Bank ja ohnehin schon seit Jahren. Pressemitteilung

Apropos – kann es sein, dass wir zuletzt ein bisschen zu viel auf die Deutsche Bank und ein bisschen zu wenig auf die Commerzbank geachtet haben? Die Aktie hat seit dem Zwischenhoch Mitte Januar jedenfalls schon wieder mehr als 30 Prozent (!!!) verloren. Aktienkurs

EU-Staaten einigen sich auf Bail-in-Puffer: Das sogenannte MREL-Kapital (also nicht nur das ganze harte Zeugs, sondern alles, was irgendwie haftbar zu machen ist …) soll in Zukunft mindestens 8% der gesamten (also nicht bloß der risikogewichteten … ) Vermögenswerte betragen. Damit geht Europa über den G20-Beschluss hinaus. Dort hatte man sich auf 6,75% verständigt, wobei die Kennziffer auf globaler Ebene nicht MREL, sondern TLAC genannt wird, was  zwar fast, aber nicht komplett dasselbe ist, meinen wir zu erinnern. Egal. Zudem verständigten sich die Finanzminister auf Erleichterungen für Kleinbanken und auf Ausnahmen, die darauf hinauslaufen könnten, dass die Rentenbank, die  L-Bank und die NRW-Bank der direkten EZB-Aufsicht entkommen. Börsen-Zeitung, Handelsblatt (Paywall)

Linktipps

Ist es wirklich eine gute Idee, dass der frühere Merrill-Lynch-Chef John Thain nun als Neu-Aufsichtsrat und Leiter des neuen „Strategie-Ausschusses“ der Dt. Bank die Verkleinerung des Investmentbankings begleiten soll? Dieser Frage ist Arvid Kaiser vom „MM“ nachgegangen. Hier seine interessante, detaillierte und ausgewogene Antwort: Manager Magazin

Eine der (vielen) Schwächen der Deutschen Bank … ist deren schwaches Aktionariat, meint Meike Schreiber von der Süddeutschen Zeitung

Warum um alles in der Welt hat sich die Profitabilität der europäischen Banken in 2017 verbessert und nicht verschlechtert? Über diese Frage unterhielten sich am Wochenende (statt sich einfach mal in die Sonne zu legen) der Großprofessor Bofinger, die Großprofessorin Schnabel, der Nicht-ganz-so-groß-Professor Steffen und der Beinahe-Professor Storbeck. Wo? Bei: Twitter

10 Regeln für Fintech-VC-Investoren: … aufgestellt von einem, der selber Fintech-VC-Investor ist, nämlich Jan-Maarten Mulder. Linkedin

Geht es Ihnen auch so, dass Sie unwillentlich zu gähnen beginnen, sobald Ihnen das Wort „Agilität“ unterkommt? Absolut nachvollziehbar. Und trotzdem: Manchmal können Texte, in denen es um „agile Organisationen“ geht, auch ganz interessant sein, wie dieser Artikel hier, der unter anderem beschreibt, wie die niederländische ING ihr Organisationsdesign radikal veränderte: Private Banking Magazin

„Ich lese Finanz-Szene.de, weil …

… mir gleich am Morgen ein fundierter, kritischer und unterhaltsamer Überblick der wichtigsten News aus Banking und Fintech geliefert wird. Und weil auch die gut recherchierten Hintergrund-Stories immer wieder spannende Insights hervorbringen.“

Ramin Niroumand ist CEO von Finleap – und einer von mittlerweile mehr als 6000 Abonnenten.

Klickfavorit

… war am Freitag unser Einblick in die Geschäftszahlen eines deutschen Durchschnitts-Fintechs. Finanz-Szene.de

Sonst noch was? Ja: Falls Ihr Vorgesetzter  (oder gerne auch Ihr subalterner Associate) Sie zufällig fragen sollte, wie er/sie sich bei „Finanz-Szene.de“ anmelden kann … Das hier ist der Link: http://finanz-szene.de/newsletter/