29/03/18: Der Brief des Cryan, Große Analyse zu 2017er-Zahlen, Noch mehr Ösi-Banker

Die acht wichtigsten Erkenntnisse aus den 2017er-Zahlen der deutschen Banken

Haben Sie in der Flut der 2017er-Ergebnisse auch ein wenig den Überblick verloren? Uns ging es jedenfalls so. Darum haben wir die Zahlen gestern einfach noch mal ein wenig aufbereitet: Welche Banken haben besonders gut abgeschnitten? Und welche besonders schlecht? Wen traf das Zinstief am härtesten? Und wer konnte es kompensieren? Welche großen (oder zumindest mittelgroßen) Linien lassen sich erkennen? Und was heißt das alles für das laufende Geschäftsjahr? Lesen Sie also hier: Die acht wichtigsten Erkenntnisse aus den 2017er-Zahlen der deutschen Banken.

Finanz-Szene.de

News

Von sich aus, das dürfte nun feststehen, wird John Cryan die Deutsche Bank nicht verlassen: Der angezählte Vorstandschef hat sich gestern nämlich mit einem Brief an die Belegschaft gewandt – und wer will, kann in dem Schreiben vielleicht sogar eine Kampfansage an AR-Chef Achleitner sehen. Wörtlich heißt es: „Ich möchte Ihnen versichern, dass ich mich weiterhin mit aller Kraft für die Bank einsetze und gemeinsam mit Ihnen den Weg weitergehen werde, den wir vor drei Jahren angetreten haben.“ Reuters (News), Welt (Interpretation)

Deutsche Bank will im Investmentbanking sparen … und sucht deshalb nun nach schwachen Geschäftsfeldern (Anm.: die finden sich bestimmt!), um dort gezielt den Rotstift anzusetzen. Bloomberg

Drehen die Ösi-Banker jetzt völlig durch? Scheint so. Denn nicht genug damit, dass sich die Bawag (angetrieben durch Cerberus) in Deutschland auf Akquisitionstour befindet. Und nicht genug damit, dass jüngst die Wiener Easybank hierzulande an den Start ging. Sondern: Jetzt meldet sich auch noch die Linzer Oberbank zu Wort und kündigt „eine regelrechte Deutschland-Offensive“ an, unter anderem mit Filialen in Leipzig, Dresden, Chemnitz und Halle. Sind wir Piefkes womöglich underbanked? Und keiner merkt’s, außer den Österreichern? Handelsblatt

Gibt es eigentlich noch irgendein Fintech da draußen, mit dem die ING Diba nicht kooperiert? Naja, jedenfalls arbeitet sie im Bereich Altersvorsorge jetzt mit myPension zusammen. Extra-Funds

Analyse: Wie hoch ist die Bewertung von N26?

Wie viel ist N26 nach dem jüngsten Mega-Funding wert? So lautet aktuell die Lieblingsfrage der deutschen Fintech-Community – wobei allerdings nur die Beteiligten selber die Antwort wissen. Um es vorwegzunehmen: Auch wir kennen die exakte Bewertung nicht. Aber: Wir sind uns seeeehr sicher, dass N26 den Konkurrenten Kreditech als wertvollstes deutsches Fintech abgelöst hat. Und: Wir halten es für sehr gut möglich, dass N26 mit der jüngsten Finanzierungs-Runde sogar die 500-Millionen-Euro-Marke geknackt hat und damit so etwas wie das erste deutsche Fintech-Semi-Unicorn ist. Wie wir drauf kommen? Erfahren Sie hier: Finanz-Szene

Linktipps

Gegen die Selbstverzwergung der Deutschen Bank: Ein Rückzug aus dem Investmentbanking käme einem Selbstmord gleich, schreibt der Publizist Bernd Ziesemer. Capital

Der Abstieg der Deutschen Bank als Director’s Cut: Das „HB“ widmet sich heute in einer langen, langen Reportage der blauen Katastrophe (hier der Text, allerdings hinter der Paywall) und gibt seinen Abonnenten noch ein fettes Cryan-Porträt obendrauf (ebenfalls hinter Paywall)

„Dick und analog“: Warum sich die Commerzbank bei der Digitalisierung schwerer tut als sie zugeben mag. Wirtschaftswoche

Daten sind nicht das neue Öl … sondern das neue Geld, schreibt der Blogger Ralf Keuper. Und davon sei eine Branche ganz besonders betroffen – die Banken. Bankstil

Warum die Banken vor den Gafas (angeblich) keine Angst haben müssen … erklärt Star-Finanz-Geschäftsführer Christian Kastner. Der Bank-Blog

Und wie immer freitags, halt nur diesmal schon am Donnerstag, weil an diesem Freitag ja das Leben ruht: Die unverzichtbare „Was wir lesen“-Linkliste des DZ-Innovationsblogs

Klickfavorit

… war gestern unsere kleine Analyse zur DKB. Finanz-Szene

Warum „Finanz-Szene.de“ Fehler macht, müde ist und  schöne Ostern wünscht

Liebe LeserInnen, vielleicht ist Ihnen gestern der Bock mit der Bundesbank (wir schrieben „Bundesbank“, wo wir „Bundesregierung“ meinten) ja gar nicht aufgefallen. Schließlich liest man über solche Sachen ja manchmal drüber, genau wie man Sachen manchmal schreibt, ohne es zu merken. Trotzdem: Dummer Fehler. Nächster Anklagepunkt, nächstes Geständnis: Ja, der Newsletter kam gestern und vorgestern erst um 6 Uhr statt um 5 Uhr. Lag daran, dass wir tagelang versäumt haben, einen simplen Haken bei Mailchimp neu zu setzen. Vielleicht nehmen wir die beiden Fauxpässe dann auch gleich mal zum Anlass, eine beliebte Leserfrage zu beantworten: „Wie groß ist eigentlich das Team von ‚Finanz-Szene.de‘?“Antwort: Es gibt kein Team. Drum: Bleiben Sie uns doch bitte trotz aller Unzulänglichkeiten gewogen. Wir schlafen jetzt mal ein paar Tage und sind dann Mittwoch, spätestens aber Donnerstag in alter Frische wieder für Sie da. Bis dahin: Schöne Ostern, herzlichst, Heinz-Roger Dohms

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