29/11/18: Teil II des großen Finleap-Checks, Banker kapern Fintechs, Der Clark-Coup

Exklusiv: Teil II des großen Checks – wie gut sind die Finleap-Ventures wirklich?

Liebe Leser*innen, wussten Sie eigentlich, dass wir bei „Finanz-Szene.de“ nach agilen Methoden arbeiten? Heißt: Wir fangen jede Woche mindestens zehn Themen an. Und wenn es richtig gut läuft, dann kriegen wir fünf davon fertig. Meistens sind es aber eher so: zwei. Das erklärt hoffentlich, warum wir vor 14 Tagen den ersten Teil unseres dreiteiligen Finleap-Checks zwar mit dem Hinweis beendeten, der zweite und der dritte Teil würden „nächste Woche“ folgen – wir diese Zusage aber wieder mal nicht einhalten konnten. Wobei man hinzufügen muss: Ist ja auch ein bisschen was passiert in der Zwischenzeit. Unter anderem: Die Chinesen haben letzte Woche gut 40 Mio. Euro in Finleap investiert – was uns insofern unter Druck setzte, als wir uns nicht nachsagen lassen wollten, wir wären bei unserer Due Diligence weniger gründlich als die Chinesen. Jedenfalls: Nachdem wir vor 14 Tagen die ersten vier Finleap-Ventures unter die Lupe genommen hatten, folgen heute (endlich!) die nächsten vier. Darunter: ein Fintech, von dem man ewig nichts gehört hat. Und eines, das aus unserer Sicht innerhalb des Finleap-Imperiums ein richtiger Geheimtipp ist: Finanz-Szene.de

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News

Früher hatte man bei Bankern, die privat in Fintechs investieren, manchmal das Gefühl, sie möchten lieber nicht, dass ihr Name in den entsprechenden Funding-Pressemitteilungen auftaucht. Inzwischen scheint das anders zu sein. So ist gestern in Berlin das Verbriefungs-Startup Acatus an den Start gegangen – und als Business-Angels outen sich (übrigens neben Weltsparen-Gründer Tamaz Georgadze) der frühere BdB-Chef Michael Kemmer und der ehemalige biw-Bank-Vorstand Andreas Wolf. Dazu passt, dass nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ am heutigen Donnerstag auch die Münchner B2B-Robo-Plattform WeAdvise eine Finanzierungsrunde verkünden wird. Hier zählen neben diversen Vermögensverwaltern der frühere persönlich haftende Berenberg-Gesellschafter Andreas Brodtmann und der ehemalige Chef der Fürst Fugger Privatbank, Otto Ernst, zu den Investoren.

Zurzeit macht Clark (siehe auch unser heutiger Finleap-Check) noch drei Viertel seines Umsatzes im B2C-Geschäft: Zugleich sammelt der Online-Versicherungsmakler allerdings auch immer mehr B2B-Mandate. So berichtet die „Börsen-Zeitung“ heute Morgen, dass Clark eine Whitelabel-Lösung für die Versicherer der Sparkassengruppe entwickelt. Das wäre nach der DKB und der 1822 der nächste dicke Fisch, den das Frankfurter Insurtech im öffentlich-rechtlichen Lager an Land zieht. Börsen-Zeitung (Paywall)

Halten wir nochmal fest: Nachdem die Helaba und die Coba (und ganz früh im Prozess ja auch schon LBBW) ihr Interesse an der NordLB verloren haben … sind für den Moment nur noch die sogenannten Heuschrecken im sogenannten Rennen um die Hannoversche Landesbank. Nach übereinstimmenden Medienberichten handelt es sich dabei um Cerberus, Apollo, Advent sowie Christofferson, Robb & Company. Börsen-Zeitung

… bevor man jetzt aber frohgemut Bilanz zieht („Dann wird eben privatisiert, ist doch auch gut“, schreibt heute Früh sinngemäß die „FAZ“, Seite 24), sollte man vielleicht mal fragen, ob die Sache wirklich so einfach wird. Denn: Wenn sämtliche strategische Interessenten spätestens in dem Moment das Interesse verlieren, in dem man sie in die Bücher gucken lässt, stimmt dann womöglich irgendetwas mit den Büchern nicht? Oder anders gefragt: Liegt der Kapitalbedarf wirklich „nur“ bei den  kolportierten 3 bis 3,5 Mrd. Euro? Kollege Wittkowski von der „BÖZ“ jedenfalls zieht heute Früh die Parallele zur WestLB und kommentiert schonungslos: Mit dem gestrigen Tage „ist ein Stützungsfall für die Sparkassengruppe nicht unwahrscheinlicher geworden. Und ein Abwicklungsszenario auch nicht.“ Börsen-Zeitung

Oha, Asoka Wöhrmann räumt bei der DWS aber mal so richtig auf: Wie gestern Abend beschlossen wurde, muss Thorsten Michalik (also der Vertriebschef Europa) die Fondstochter der Deutschen Bank ebenso verlassen wie COO Jon Eilbeck (immerhin: Herr Kreuzkamp ist noch da). Dafür installiert Wöhrmann (der den CEO-Posten Ende Oktober vom geschassten Nicolas Moreau übernommen hatte) seine beiden Vertrauten Mark Cullen und Dirk Goergen. Sieht auf den ersten Blick aus wie „Neuer Besen vs. Ancien Regime„. Vielleicht ist es aber auch so, dass bei der DWS jetzt einfach wieder das gaaanz alte Regime gilt (also das aus den Zeiten vor Faissola/Moreau). Manager Magazin

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Gästeblog

Seit Monaten wird debattiert, wem die Zukunft am stationären „Point of Sale“ gehört: Den Banken mit ihrer Girocard bzw. mit ihren Girocard-basierten Bezahlapps? Oder Apple Pay und Google Pay? Nun jedoch meldet sich ein dritter Player zu Wort – der Handel selbst. Seine noch im Frühstadium befindliche Lösung nennt sich „Hippos“, was für „Händler-initiiertes Instant Payment am POS“ steht. Was es damit auf sich hat und warum die Banken die Initiative unterstützen statt bekämpfen sollten, erklärt unser Gastautor Ulrich Binnebößel, der beim Branchenverband HDE das Thema Zahlungsverkehr verantwortet: Finanz-Szene.de

Linktipps

„Mehr als plumpe Abzocke“: Hansjörg Leichsenring erklärt, wie es die Hamburger Sparkasse durch eine geschickte Ausdifferenzierung ihrer Produktpalette schafft, die Einnahmen aus Kontengebühren zu maximieren, ohne dass die Kunden in Scharen davonlaufen. Der Bank-Blog

Nachdem uns die Verrückten vom „Paymentandbanking“-Blog in der Vergangenheit schon mit den Themen „Fußball & Payment“ sowie „Tanken & Payment“ beglückt haben, folgt jetzt das Stück „Parken & Payment“. Wenn wir eine kleine Anregung äußern dürfen: „Schach & Payment“ würde uns noch interessieren. Sowie: „Angeln & Payment“. Bis es soweit ist, verlinken wir aber erst mal das Ding mit dem Parken: PAB-Blog

Klickfavorit

… war gestern die Pressemitteilung der Solarisbank zu ihrer neuen Sparte „KYC für Geschäftskunden“. Solarisbank

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