30/01/19: Windfall-Profit für die Dt. Bank, FAQ zur NordLB, Bitkom-Irrsinn

FAQ zur Entscheidung bei der NordLB: Was steht wirklich im Angebot der Finanzinvestoren?

Letzte Woche sah es so aus, als habe das  Gezerre um die Rettung der NordLB endlich ein Ende gefunden: Die Länder und die Sparkassen fangen die niedersächsische Landesbank auf – und gut ist. Dann aber platzierten die beiden verbliebenen Finanzinvestoren, nämlich Cerberus und Centerbridge, am Wochenende doch noch ein Angebot, und zwar ein gemeinsames. Und seitdem? Geht ganz schön viel durcheinander da draußen. Mal heißt es, die beiden PE-Buden würden >1 Mrd. Euro bieten, dann ist plötzlich nur noch von 600 Mio. Euro die Rede. Mal heißt es, die Länder sollten mehrere Mrd. Euro an Kapital bereitstellen (und nochmal mindestens 1,5 Mrd. Euro für Pensionsverpflichtungen obendrauf) – während im nächsten Moment von einer Barkapitalerhöhung in nur dreistelliger Millionenhöhe die Rede ist. Jedenfalls: Auch wenn die Rettung durch die Sparkassen der weiterhin wahrscheinlichste Ausgang ist, haben wir uns mal die Mühe gemacht, das Angebot der Heuschrecken und die gesamte Gemengelage aufzudröseln: Finanz-Szene.de

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Die Ermittlung der BESTEN BANK für Privatkunden erfolgt künftig auf Basis der DIN 77230. In dem einmaligen Bankentest „BESTE BANK vor Ort“, der sich seit Jahren mit festangestellten Testern u.a. an den Grundsätzen ordnungsgemäßer Testkaufdurchführung orientiert, war es schon immer das Ziel, zu testen, ob ein Kunde nicht nur empfohlen bekommt, was er wünscht, sondern auch, was er objektiv braucht. gepruefte-beratungsqualitaet.de

Ist der Bitkom verrückt? Oder ist Deutschland urplötzlich eine Mobile-Payment-Nation?

Bei „Finanz-Szene.de“ landen die meisten Umfragen auf kürzestem Wege im Papierkorb. Was auch und sogar in besonderem Maße für solche des Bitkom gilt. Aber: Wenn sich der Bitkom-Chef mit der leibhaftigen Verbraucherschutz-Ministerin auf ein gemeinsames Podium setzt, um eine gemeinsame Bitkom-BMJV-Umfrage zu präsentieren (was gestern der Fall war) – vielleicht ist die Erhebung dann ja mal nicht völlig, sondern nur ein bisschen biased. Also: Angenommen, die Bitkom-Studie zum Bezahlverhalten der Deutschen ist halbwegs seriös. Dann wären die Ergebnisse hochgradig spektakulär. Es heißt dort nämlich, fast jeder dritte (!) Deutsche habe schon einmal mobil bezahlt, davon mehr als die Hälfte (!) „beim Einkauf im Supermarkt“. Zur Einordnung: Studien der Buba und von Forsa kamen zuletzt bei ähnlichen Fragestellungen auf mikroskopische Werte von zwei, drei Prozent. Entweder haben wir es hier also mit einer Sensation zu tun. Oder: Der Bitkom ist halt der Bitkom. Bitkom-Präsentation, Buba-Studie, Forsa-Umfrage

News

Wenn wir Ihnen als Aufmacher-Geschichten mit einem FAQ zur NordLB und einer Larifari-Studie des Bitkom kommen, können Sie sich denken, dass wir newsmäßig gaaaaaaanz dünn aufgestellt sind heute Morgen. Drum, machen wir es kurz, hilft ja nix …

  • Ein hübsches Beispiel, wie traditionelle Finanzdienstleister durch neuartige Kooperationen ins Abseits geraten können: Volkswagen bietet seinen Kunden jetzt Kurzzeit-Policen des Berliner Finleap-Insurtechs Element an. Süddeutsche
  • Verbraucherschützer haben die Fidor Bank wegen zu hoher Kosten beim Kurzzeit-Kredit „Geld-Notruf“ abgemahnt (Handelsblatt/Paywall, Wallstreet Online), während sich andere Verbraucherschützer über Serviceprobleme bei der DKB echauffieren (Handelsblatt).
  • Eine gute Nachricht für die Deutsche Bank, die ja momentan jeden Provisions-Euro gebrauchen kann: Volkswagen will den IPO seiner Lkw-Sparte (für den die „Blauen“ als eine der Konsortialbanken ausgewählt sind) noch vor Ostern durchziehen. Manager Magazin
  • Und falls sich irgendwer abgesehen von „Spiegel Online“ noch ernsthaft für die Causa Nonnenmacher interessiert – die wird (zum wievielten Male eigentlich?) neu aufgerollt. Spiegel Online

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gesellschaft-fuer-qualitaetspruefung.de

Linktipps

Wie Sie vielleicht erinnern, hatten wir uns letzte Woche verwundert gezeigt, dass im Zusammenhang mit einer etwaigen Abwicklung der NordLB (ein Szenario, dass ja immer noch nicht vom Tisch ist, siehe auch unser FAQ weiter oben) urplötzlich immer von Kosten in Höhe von 10 Mrd. Euro die Rede ist – ohne das klar wird, wo diese Zahl eigentlich herkommt: Ein Leser, der im öffentlich-rechtlichen Bankensektor tief verwurzelt ist, Ihnen gegenüber aber aus naheliegenden Gründen anonym bleiben möchte, hat sich hierzu ein paar Gedanken gemacht: Finanz-Szene.de

Sind Sie Montagabend zufällig auch über die ARD-Banken-Doku gestolpert, die für  wirtschaftshistorisch eher semibeleckte Zuschauer (zu denen wir uns selber zählen) immer dann sehenswert wurde, wenn es zurück in die 50er und 60er ging und plötzlich Stichwörter wie „Abs“, „Schachtelprivileg“, „Deutschland AG“, „Deutsche Bank/BMW“ und so weiter fielen …? Falls nein, hier der entsprechende Link zur ARD-Mediathek.

Eigentlich hatten wir uns mal vorgenommen, keine Heldensagen zu irgendwelchen Fintech-Jungs mehr zu verlinken, zumal falls die entsprechenden Jungs schon in Dutzenden anderen Porträts gewürdigt worden sind. Gleichwohl: Wenn die ehrwürdige BBC ihr wöchentlich erscheinendes „The Boss“-Format für zwei dieser Fintech-Jungs (in diesem Fall: die Transferwise-Gründer) freiräumt – wer will sich da verschließen? BBC

Noch Lust auf ein paar Bitkom-Umfragen? Im Frühjahr 2017, also zu einer Zeit, als z.B. N26 auf gerade mal rund 300.000 Kunden kam, hatten laut Bitkom trotzdem schon 9% aller Deutschen ein Konto mobil eröffnet (bitkom.org) +++ Und auch schön, zwar nicht ganz unser Beritt, dafür aber topaktuell: Jeder zweite deutsche Internetnutzer wurde 2018 zum Opfer von Cyberkriminalität (bitkom.org)

So ist er, der deutsche Michel: Zahlt morgens bei Edeka den Buko mit dem Handy, eröffnet mittags bei der Comdirect sein mobiles Drittkonto – und muss abends feststellen, dass ihm die russische Cyber-Mafia mal wieder ordentlich eins auf die Mütze gegeben hat.

Klickfavorit

… war gestern der dritte Teil unseres großen Finleap-Venture-Checks. Finanz-Szene.de

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