30/04/18: Die Fintech-Beteiligungen der deutschen Banken, Elinvar, ePostfach

Exklusiv: Coba hat mehr Fintech-Investments als die übrigen deutschen Top-10-Banken zusammen

Die Commerzbank hält mehr Fintech-Beteiligungen als die übrigen deutschen Top-10-Banken zusammen – das zeigt eine Auswertung von „Finanz-Szene.de“ auf Basis der jüngsten Geschäftsberichte und offizieller Auskünfte der Unternehmen. Insgesamt ist die Commerzbank momentan bei 25 Finanz-Startups engagiert, darunter teils sogar mit Anteilen im zweistelligen Prozentbereich wie bei Bilendo (12,9%), Gini (13,4%) oder Getsafe (13,0%). Dagegen kommen die anderen neun Institute addiert auf gerade mal 20 Beteiligungen. Allein acht entfallen dabei auf die Deutsche Bank, sieben auf die NordLB. Die Hypo-Vereinsbank – die keine Angaben zu ihren Fintech-Investments macht – dürfte nach Recherchen von „Finanz-Szene.de“ nur noch an zwei Fintechs beteiligt sein, nämlich an Finleap und MoneyMap. Dagegen scheinen die Münchner ihre Anteile an der Solarisbank verkauft zu haben. Sehen Sie hier unsere Analyse und unsere große Übersicht: Finanz-Szene.de (Analyse), Finanz-Szene.de (Übersicht)

Sponsored Content

Wo Insurtech nicht draufsteht – aber drinsteckt! Die Deutsche Familienversicherung ist der erste volldigitale Versicherer hierzulande. Auch darum hat das Frankfurter Insurtech in nur elf Jahren seit Aufnahme des Vertriebs schon über 500.000 Kunden gewonnen. Und bis Ende 2019 sollen es sogar eine Million Kunden sein. Mehr erfahren: deutsche-familienversicherung.de/ueber-uns/unternehmen/ 

News

Wenn es denn überhaupt einen Christian-Sewing-Effekt gab, … dann ist dieser erst einmal verpufft. Die Aktie der Deutschen Bank verlor am Freitag  satte 3,4 Prozent (in der Spitze waren es sogar fast 5 Prozent), was vermutlich nicht nur, aber wohl doch in erster Linie daran lag, dass der neue CEO den am Donnerstag verkündeten Strategieschwenk bislang nicht mit konkreten Zielvorgaben unterlegt hat, wie Analysten kritisieren. Aktienkurs, Reuters, FT (Paywall)

… und zu allem Überfluss hat Moody’s am Freitagabend auch noch das getan, was neulich bereits S&P getan hatte, nämlich der Deutschen Bank mit einer Herabstufung ihrer Bonität gedroht. Die Begründung, unter anderem: Es sei „nicht klar, wie das Management eine stärker auf europäische Kunden ausgerichtete Investmentbank schaffen wird, die erfolgreich mit breiter aufgestellten globalen Wettbewerbern konkurrieren kann und gleichzeitig akzeptable Renditen über den Konjunkturzyklus hinweg erwirtschaftet.“ Reuters/Handelsblatt

Die entwaffnende Ehrlichkeit der ING Diba: Die Online-Bank fängt erst gar nicht an, ihre Kasino-Gebühr (wir berichteten bereits am Freitag) mit „Suchtprävention“ oder ähnlichem zu begründen. Stattdessen handele es sich um eine „weitere Einnahmequelle“, erklärte ein Sprecher gegenüber dem „HB“. Etwas origineller antwortet die Postbank auf die Frage, warum Glücksspieler auch bei ihr belastet werden. Handelsblatt

Ein klitzekleiner Randaspekt unserer Fintech-Beteiligungen-Recherche von weiter oben: Die Pläne der Helaba zur Gründung einer eigenen Gesellschaft für Fintech-Investitionen sind offenbar weit gediehen. Laut Handelsregister hat die Landesbank schon Ende März die „Helaba Digital GmbH & Co. KG“ aufgesetzt, deren Geschäftszweck in der Beteiligung an „Unternehmen aus der Finanzdienstleistungs- und Software-Branche“ besteht. Und: Bei Linkedin erfährt man, welcher Helabajaner als Managing Director der neuen Firma firmiert. Finanz-Szene.de

Beyond .de

In welche Richtung der Worst Case so ungefähr gehen könnte, wenn eine überaltete Banken-IT plötzlich verrücktspielt …, das zeigt dieser Tage das Beispiel der nicht ganz unbedeutenden britischen TSB. Handelsblatt

Linktipps

Das 60-Milliarden-Euro-Rätsel der Deutschen Bank: Die Kollegen des „International Financing Review“ (das IFR gehört zu „Thomson Reuters“) erinnern an ein riesiges Alt-Portfolio, über dessen Existenz die Deutsche Bank aus Anlass der 8-Mrd-Euro-Kapitalerhöhung Anfang 2017 erstmals  überhaupt öffentlich sprach – danach laut IFR aber nie wieder. Was ist aus dem Portfolio geworden? Bindet es immer noch so viel Kapital? Und könnte es womöglich zu einem Problem für Neu-CEO Christian Sewing werden? IFRE

„Please put your telephones on mute“: Wie die Q1-Telefonkonferenz der Deutschen Bank  zur Slapstick-Nummer geriet. Welt

Am Freitag hatten wir Ihnen ja schon von unserem Verdacht berichtet, dass jetzt sogar die Fürstlich Castell’sche Bank auf digitale Vermögensverwaltung setzt … Das „Private Banking Magazin“ hat das Thema dankenswerterweise aufgegriffen und erklärt, was die Traditionsbank genau plant und was das Berliner Fintech Elinvar damit zu tun hat (und wenn wir übrigens einen Vorschlag für einen Claim machen dürfen: „Digital seit 1774“ würde wahnsinnig cool klingen.) Private Banking Magazin

Wie das ePostfach der Sparkassen funktioniert: … erklärt Nadine Körber vom verbundeigenen IT-Dienstleister Finanz-Informatik. IT-Finanzmagazin

„Ich lese Finanz-Szene.de, weil …

… hier jeden Morgen die relevanten Brancheninformationen kurz, prägnant und mit einer humorvollen Note serviert werden. Einfach spitze gemacht!“

Raffael Johnen ist CEO von Auxmoney – und einer von mittlerweile mehr als 5000 Abonnenten

Klickfavorit

… war am Freitag unser Bericht über die Frage, was eigentlich aus der achtstelligen Kapitalerhöhung von Ginmon geworden ist. Finanz-Szene.de

Noch ein kurzer Hinweis

Wir hatten ja am Freitag vollmundig angekündigt, uns in der heutigen Ausgabe mal intensiv mit dem Geschäftsmodell eines bekannten deutschen Fintechs auseinanderzusetzen. Kurzum: Der Artikel ist fertig, wir haben ihn aber erstmal in die 340f-Reserven gesteckt, weil uns gestern Abend so ein bisschen die Angst beschlich, dass wir ansonsten am Mittwoch (nach Brücken- und Feiertag) gar kein Thema für sie gehabt hätten …