Die wichtigsten Punkte aus dem Mitarbeiterbrief der DZ Bank

Von Heinz-Roger Dohms

Der DZ-Bank-Vorstand bereitet die Belegschaft auf den Abbau jeder zehnten Stelle vor – und zwar innerhalb der nächsten vier Jahre. Wir fassen die wichtigsten Punkte aus dem entsprechenden Mitarbeiterbrief (der uns vorliegt, obwohl wir nicht für die DZ Bank arbeiten) zusammen:

  • Die DZ-Bank-Führung beklagt vor allem die zu hohen Kosten. So heißt es in dem Schreiben wörtlich:

„Die Aufwands-Ertrags-Relation liegt deutlich über 80 Prozent und damit im Marktvergleich auf einem nicht zufriedenstellenden Niveau.“

  • Die Digitalisierung soll helfen, die Kosten zu drücken – auch weil das Management davon ausgeht, die Bank schon in wenigen Jahren mit deutlich weniger Mitarbeitern betreiben zu können. So wird der geplante Abbau von fast 500 Stellen bis 2022 wie folgt begründet:

    Wir erwarten erhebliche Veränderungen durch die fortschreitende Digitalisierung und die Vereinfachung unserer Abläufe. Diese werden sich auch auf die Zahl der benötigten Mitarbeiter auswirken.“

  • Bemerkenswert finden wir, dass die DZ Bank auch und vor allem an den externen Dienstleistern sparen will (nur ein Gedanke: Könnte das eventuell auch eine Folge des Arbeitnehmerüberlassungs-Gesetzes sein???) – und zwar kräftig. Also keine guten Nachrichten für die Accentures dieser Welt:

„Wir werden die externen Projektkosten 2018 bereits um ca. 30 Prozent und dauerhaft um 50 Prozent reduzieren.“

  • Daneben gibt die DZ-Bank-Führung aber auch erstaunlich ambitionierte Erlösziele aus:

„Die Erträge aus dem operativen Geschäft (…)  wollen wir bis 2022 um jährlich mindestens 3,5 Prozent (…) steigern (…) Dies gilt für alle Geschäftsfelder.“

  • Und da selbst ein Haudrauf-Medium wie „Finanz-Szene.de“ am Ende gerne fragt, wo denn das Positive bleibt – voilà:

    „Die anstehenden Veränderungen gehen einher mit umfangreichen Weiterbildungsangeboten sowie Investitionen in Nachwuchskräfte, um die Leistungsfähigkeit der Bank und ihrer Mitarbeiter zu sichern.“