Dossier: Vom Ertragsgaranten zum Problemfall – Der dramatische Abstieg der DWS

Von Heinz-Roger Dohms

Vor neun Monaten galt die DWS noch als großer Hoffnungsträger der Deutschen Bank. Nun ist sie einer ihrer Problemfälle. „Finanz-Szene.de“ zeichnet den Abstieg nach. Ein Drama in sieben Akten:

Akt 1 (25. Januar): Während Medien die DWS für ihre Nettozuflüsse feiern, werfen die 2017er-Zahlen bei genauerer Betrachtung reichlich Fragen auf.

Newsletter 26/01/18: Ist die DWS wirklich IPO-reif?, Goldman/Coba, Der 80-Mrd.-Schatz

2. Akt (12. März): Die Deutsche Bank teilt mit, dass sie beim Emissionspreis für die DWS Abschläge machen will. Die IPO-Story beginnt zu bröckeln.

13/03/18: DWS wird zum Discount-IPO, N26 kurz vor Mega-Funding, Der künftige Goldman-Chef

3. Akt (21. März): Dichtung und Wahrheit klaffen immer weiter auseinander. Von „gut gefüllten Orderbüchern“ und einer „Überzeichnung der Emission“ ist zu lesen – doch in Wirklichkeit geht die DWS nicht an die Börse, sondern sie kriecht.

An uns (den Medien), liebe Deutsche Bank und liebe DWS, hat es ganz sicher nicht gelegen …

4. Akt (26. April): Hohe Abflüsse, steigende Kosten, Kundenflucht im Heimatmarkt: Die Q1-Zahlen der Deutschen Bank legen die Probleme bei der DWS erstmals schonungslos offen.

Liebe Deutsche Bank, nimm es uns bitte, bitte nicht übel – aber:

5. Akt (25. Juli): Wer auf eine Besserung  gehofft hatte, wird enttäuscht. Im zweiten Quartalen haben sich die Probleme der DWS sogar noch einmal verschärft.

Asset Manager DWS warns 2018 investment inflow target in doubt (Financial Times; Paywall)

Dt. Bank kommt nicht zur Ruhe – Fondstochter sorgt für lange Gesichter (Reuters)

6. Akt (6. September): Nach Henning Gebhardt wechselt mit Tim Albrecht ein weiterer bekannter DWS-Manager zu Berenberg. Im Haus herrscht Entsetzen.

07/09/18: BdB-Chef düpiert Dt. Bank, Entsetzen in der DWS, Oranje-Banken kapern deutschen Markt

7. Akt (25. Oktober): Nachdem die Abflüsse in Q3 anhalten, schasst die Deutsche Bank DWS-Chef Moreau. Auf seinen Nachfolger Asoka Wöhrmann wartet ein gelinder gesagt schwieriger Job.

Vier Gründe, warum der neue DWS-Chef um seinen Job nicht zu beneiden ist

 

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