Exklusiv: Deutsche Börse bewertet Figo mit 27 Millionen Euro

Von Heinz-Roger Dohms

Manche Fintechs posaunen ihre (angebliche) Bewertung geradezu heraus – andere machen ein großes Geheimnis darum. Zur zweiten Kategorie gehört der Hamburger API-Spezialist Figo, der vor einigen Monaten zwar stolz den Einstieg der Deutschen Börse verkündete, aber partout nicht sagen wollte, welche Bewertung sich aus dem Deal ergibt. Hat es vielleicht damit zu tun, dass die Zahl so dolle nicht ist?

Um es kurz zu machen: Was immer der Grund ist – für seine Bewertung schämen braucht sich Figo nicht. Im Gegenteil: Wie Berechnungen von Finanz-Szene.de zeigen, kommt das Hamburger Startup im Zuge des Deutsche-Börse-Deals auf einen Wert von rund 27 Millionen Euro. Für ein B2C-Fintech wäre diese Summe bescheiden. Für ein B2B-Fintech allerdings ist sie beachtlich. Wir würden sogar die These wagen: Von den reinen Technologiedienstleistern in der deutschen Finanz-Startup-Szene dürfte kaum einer (keiner?) höher bewertet sein. (falls wir uns täuschen sollten: Zuschriften bitte an redaktion@finanz-szene.de)

Wie sich die 27 Millionen ergeben? Indem man die Zahlen aus dem Geschäftsbericht der Deutschen Börse mit Handelsregistereinträgen von Figo kombiniert. Insgesamt war die Finanzierungsrunde im Herbst knapp 7 Mio. Euro groß.  Von der Deutsche Börse kamen dabei etwa fünf Millionen Euro – wofür sie 18,67 Prozent der Anteile erhielt. Daraus ergibt sich (hochgerechnet auf 100 Prozent der Anteile) besagte Bewertung von rund 27 Millionen Euro.

Figo-Chef André Bajorat wollte sich auf Anfrage von Finanz-Szene.de nicht äußern, widersprach der Berechnung allerdings auch nicht.

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