Fünf Gründe, warum das Fintech „Weltsparen“ die MHB-Bank kauft

Von Heinz-Roger Dohms

Da wartet man tagein, tagaus darauf, dass endlich mal eine große deutsche Bank ein großes deutsches Fintech kauft – doch stattdessen hat nun ein großes deutsches Fintech eine kleine deutsche Bank gekauft. Namentlich: Der Berliner Einlagenvermittler Raisin („Weltsparen“) übernimmt die Frankfurter Whitelabel-Bank MHB.

Falls Sie nun berechtigterweise nach dem „Warum“ fragen – hier fünf Gründe:

  1. Als Transaktionsbank ist die MHB schon seit Jahren für Raisin tätig, man kennt sich also.
  2. Dank der Akquisition verfügt das 2013 gegründete Finanz-Startup nun über eine europaweit einsetzbare Banklizenz – braucht sich also nicht mehr in jedem Land, in das man expandiert, eigene Vermittlerlizenzen zu besorgen.
  3. Es gibt Banken da draußen, die ihr Einlagengeschäft komplett ausgelagert haben (ein Beispiel ist die IKB, die auf den entsprechenden Service der biw-Bank zurückgreift). Raisin kann diese Dienstleistung nun ebenfalls anbieten – eine sinnvolle Ergänzung des Geschäftsmodells.
  4. Raisin hat es nun selbst in der Hand, in welche neuen Technologien die MHB-Bank investiert.
  5. Vermutlich ist der Kaufpreis überschaubar (unser Tipp: ein nicht zu hoher zweistelliger Mio.-Betrag).

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