Fünf Indizien, warum die Krypto-Blase bald platzen wird

Von Heinz-Roger Dohms

1.) Der Kurs der in Herford ansässigen Bitcoin Group SE – Betreiber einer deutschen Bitcoin-Börse – hat sich per gestern Nachmittag auf Sicht von drei Monaten ver-568-facht. Die Marktkapitalisierung lag bei 317,50 Mio. Euro, das KGV bei 469. Aktienkurs.

2.) Das Hamburger Finanz-Startup Naga plant den drittgrößten ICO der Welt (Volumen: 220 Mio. Euro). Das Vorhaben kommt einigermaßen überraschend. Denn im 360-seitigen Wertpapierprospekt, den Naga vor dem Börsengang am 10. Juli veröffentlichte und in dem das Geschäftsmodell hinlänglich beschrieben wurde, tauchte keiner der folgenden Begriffe auf: „ICO“, „Token“, „Initial Coin Offering“, „Coin“. Übrigens: Die Marktkapitalisierung von Naga betrug per gestern Nachmittag 227,04 Mio. Euro.

3.) Selbst seriöse Medien tun sich immer schwerer, dem Krypto-Wahn zu widerstehen. Ein Beispiel: Die „Welt“ beschlich vergangene Woche eine ganz starke Ahnung, dass Amazon im Zuge der Veröffentlichung seiner Q3-Zahlen ankündigen würde, demnächst Bitcoins als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Was daraus geworden ist? Nix.

4.) Wie der Kollege Niklas Wirminghaus auf Twitter bemerkt, haben ICOs inzwischen einen derart schlechten Ruf, dass erste Emittenten wie das deutsche Fintech Neufund offenbar beginnen, den Begriff als solchen zu vermeiden.

5.) Andererseits: Wenn ein börsennotiertes Unternehmen dieser Tage den Begriff „Blockchain“ in seinen Firmennamen einbindet, dann stehen die Chancen gut, dass sich der Börsenkurs binnen eines Tages um 394 Prozent erhöht.

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