Ist Compeon der „Hidden Champion“ unter den deutschen Fintechs?

Von Heinz-Roger Dohms

Bei den Recherchen zu unserer großen „Die digitale Revolution des KMU-Bankingss“-Analyse ist eine Info abgefallen, die wir höchst bemerkenswert finden. Sie lautet: Compeon (Status: „das Interhyp für KMU-Kredite“) hat im ersten Quartal Finanzierungen in Höhe von mehr als 100 Mio. Euro vermittelt …

Ein moderates Wachstum vorausgesetzt, könnte das Düsseldorfer Fintech damit im Gesamtjahr durchaus auf 500 Millionen Euro und mehr kommen (was ganz grob dem Niveau einer Großsparkasse entsprechen müsste). Geht man dabei von einer Provisionshöhe – so zumindest ist es aus dem Markt zu hören – von  1,5 bis 2 Prozent aus, dann kommt man auf einen Nettoumsatz (alles natürlich weiterhin Pi mal Daumen) in Höhe von 7,5 bis 10 Millionen Euro.

Damit könnte sich so ein Fintech-Kosten-Apparat (Compeon hat nach eigenen Angaben rund 70 Mitarbeiter, plus Technologie, plus Marketing) ja vermutlich fast schon finanzieren lassen. Was man hinzufügen sollte: So wie wir es verstehen, fallen die Provisionen nur aufs Neugeschäft an, nicht auf den Bestand, was ja auch noch schöner wäre. Trotzdem ein ganz knackiger Business Case. Kann es sein, dass da in Düsseldorf ein heimlicher Fintech-Champion heranwächst?

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