Kopie von: 09/03/18: Weltsparen gegen Scalable, Baggert Amazon deutsche Banker an?, Ole Franke

Weltsparen greift Scalable Capital frontal an

Das bislang auf die Vermittlung von Tages- und Festgeld spezialisierte Berliner Fintech Raisin („Weltsparen“) steht kurz vor dem Eintritt in den Markt für Robo Adviser – und greift den dortigen Marktführer Scalable Capital mit Kampfkonditionen von durchschnittlich 0,49 Prozent Gesamtkosten frontal an. Das „Weltinvest“ genannte Angebot wird online bereits beworben und soll Mitte des Monats freigeschaltet werden. Raisin selbst spricht offiziell zwar nicht von einem „Robo“-Produkt, sondern von einer „global diversifizierten ETF-Anlage“. Letztlich ist das Prinzip jedoch das gleiche. Laut dem Fachmagazin „Extra Funds“ bestehen die ETF-Portfolios  von „Weltinvest“ aus fünf ETFs und zwei Indexfonds des US-Anbieters Vanguard. Die Anlagestrategien heißen demzufolge – je nach Aktienquote – „Weltinvest 30“, „50“, „70“ oder „100“. Als Depotbank fungiert die DAB. Die Chancen, dass Raisin rasch auf signifikante Marktanteile kommt, dürften so schlecht nicht stehen.  Immerhin haben die Berliner mehr als 100.000 Spareinlagen-Kunden. Denen können sie jetzt auch ihre Investmentprodukte andienen.

Extra-Funds, Fondsprofessionell

Sponsored Content

Financial Ecosystems, Banking as a Service und Robo Advisory:
Themen, die das finanzielle Leben der Kunden verändern werden. Themen, die sich darauf fokussieren, wie zukünftig Maschine und Berater miteinander agieren. Themen, die enabled werden wollen. Als CPO und Co-Founder (m/w) hilfst du Financial Services neu zu erfinden. Bewirb dich jetzt bei uns in München! https://finconomy.de/careers/

News

Exklusiv -Ole Franke hat einen neuen Job (und nicht den schlechtesten): Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ heuert der frühere Coba-Digitalmanager zum 1. April als Chief Operating Officer bei der Targobank an. Er wird bei dem  Ratenkredit-Spezialisten direkt an Vorstandschef Pascal Laugel berichten. Franke galt lange Zeit als digitales Vorzeige-Gesicht der Commerzbank. Das hing auch damit zusammen, dass der frühere Mobilfunk-Manager als Quereinsteiger große mediale Aufmerksamkeit auf sich zog. Karrieretechnisch kam Franke allerdings nur leidlich voran, mit dem heutigen Bereichsvorstand Ulrich Coenen zog ausgerechnet ein anderer früherer E-Plus-Mann an ihm vorbei. Trotzdem kam Frankes Ausscheiden im Herbst überraschend. Denkbar, dass er damals schon das Angebot der Targobank hatte. Archiv: „Der digitale Brain-Drain bei der Commerzbank“

Blick über den Branchenrand hinaus: Die Allianz schafft zur Schärfung des digitalen Profils einen völlig neuen Vorstandsposten – nämlich den des „Chief Business Transformation Officers“. Bekleiden wird den Posten Ivan de la Sota, der zuletzt für das Spanien- und Lateinamerika-Geschäft des Versicherungskonzerns zuständig war. Der bisherige Digitalchef Solmaz Altin war (wenn wir das richtig verstehen) kürzlich nach Singapur weggelobt worden. Manager Magazin, Handelsblatt

Der CDU-Europaparlamentarier Burkhard Balz beerbt wie erwartet Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret: … unklar ist nur noch, ob er auch dessen Zuständigkeit (sprich: die Bankenaufsicht) übernimmt. Hintergrund: Auch der für Bargeld und Zahlungsverkehr verantwortliche Carl-Ludwig Thiele scheidet demnächst aus dem Vorstand aus, so dass auch eine andere Ressortverteilung möglich ist. Handelsblatt, FAZ

Aus der Szene

Wollen Sie sich dem Thema „Amazon und die Banken“ einfach mal auf die ganz blöde Tour nähern? Dann klicken Sie doch bitte auf das Linkedin-Profil eines gewissen Andreas von der Heydt, das ist nämlich der „Director Talent Acquisition Amazon“. Sofern unter Ihren eigenen Kontakten viele deutsche Banker sind (wovon wir jetzt einfach mal ausgehen), werden Sie mithilfe der „Gemeinsame Kontakte“-Funktion feststellen, dass nicht wenige dieser deutschen Banker auch mit Herrn von der Heydt verbandelt sind. Nun kann es natürlich sein, dass die Banker zuerst den Amazon-Mann angebaggert haben. Wir würden allerdings vermuten, dass es andersrum war. Was damit bewiesen wäre? Natürlich gar nichts. Aber interessant ist das Ganze trotzdem – finden Sie nicht?

Linktipps

Wer rettet mein Ich? Warum Identitätsdienste wie Verimi oder Yes (nicht nur bei Finanzgeschäften) sinnvoll sind, bislang aber nicht so funktionieren, wie es wünschenswert wäre. Finletter

Über die Gafas (also Google, Amazon, Facebook und Apple) haben wir genug geredet … reden wir über die BATs (Baidu, Alibaba und Tencent). Paymentandbanking

Und wem das zu wenige Lesetipps waren, … den verweisen wir wie immer freitags auf die „Was wir lesen“-Linkliste des DZ-Innovationsblogs

Klickfavorit

… war gestern unser Scoop über den Einstieg von BBVA, ABN Amro und Visa beim Berliner Fintech Solarisbank. Finanz-Szene.de