Mal 2-3 Gedanken zur Geschäftsverbindung zwischen Paydirekt und dem Otto-Konzern

Von Heinz-Roger Dohms

Paydirekt – sprich: der Paypal-Klon der deutschen Banken – verkündete dieser Tage, als neuen Kunden Bonprix gewonnen zu haben, also die stark wachsende Modetochter von Otto (nachdem zuletzt schon die Akquise zweier weiterer Otto-Töchter, nämlich Baur und Sportscheck, vermeldet worden war).

Kenner der Materie werden erinnern, dass sich Paydirekt die Zusammenarbeit mit „Otto.de“ einst eine Mitgift von mutmaßlich wenigstens 10 Mio. Euro kosten ließ. Man interpretiert sicherlich nicht zu viel in die Dinge hinein, wenn man die drei neuen Kooperationen in diesen Kontext stellt.

Was man sich dabei vor Augen führen muss:  94% der Otto-Kunden nutzen weiterhin den Kauf auf Rechnung oder Ratenzahlung, erklärte ein Otto-Manager im Frühjahr beim EHI-Kartenkongress. Bleibt für Paydirekt also ein 6%-Kuchen. Und um den rangelt man mit den Visas, Mastercards und Paypals dieser Welt. Mal sehen, ob sich die Investition in Otto wirklich rentieren wird.