Newsletter 23/08/17: Apple Pay, Deutsche Bank, Fintech-Theorie

Exklusiv: Das digitale Vorzeige-Tool der Deutschen Bank tut’s nur manchmal

Das „Zinsmarkt“ genannte neue Vorzeige-Tool der Deutschen Bank funktioniert nur phasenweise. Diese Entdeckung hat Finanz-Szene.de gemacht. So hieß es vergangene Woche im Online-Angebot des größten deutschen Geldhauses wörtlich: „Neue, attraktive Festzinsangebote stehen [Anm.: erst] wieder ab dem 22. August für Sie bereit“ – was sie gestern dann auch tatsächlich taten. Einem Insider zufolge befindet sich die Einlagenplattform schon seit Wochen im On-Off-Modus. Von technischen Schwierigkeiten will die Deutsche Bank aber nichts wissen. „Wir haben unseren Marktplatz erst einmal langsam hochgefahren, um das Angebot der Produktbank und die Nachfrage bei den Festgeldanlegern im Gleichgewicht zu halten“, sagt Digital-Manager Andreas Kramer.

Finanz-Szene.de

News

Kommt Apple Pay jetzt endlich nach Deutschland? Angeblich (die Quellenlage ist dünn) haben führende deutsche Direktbanken die Vorbereitungen für die Einführung abgeschlossen. Payment-Experte Rudolf Linsenbarth erklärt im IT-Finanzmagazin, welche Institute  als Apple-Partner infrage kommen. iPhone-Ticker, IT-Finanzmagazin

Cringle zapft schon wieder die Crowd an: Darüber hinaus vermeldet das P2P-Payment-Fintech eine Kooperation mit der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Gründerszene

Bei 23 Banken ist das Konto weiterhin umsonst: Darunter sind „Finanztest“ zufolge die 1822, die ING und etliche (aber bekanntlich nicht mehr alle) Sparda-Banken. Spiegel-Online

Beyond .de

Neue Mega-Runde für Transferwise? Das britische Fintech-Unicorn steht angeblich vor einer 60-Mio.-Dollar-Finanzierung. NZZ

Aktien von britischer Hypothekenbank fallen um 70 Prozent: Als wäre es 2007 – und nicht 2017. Nach zwei Gewinnwarnungen und dem Rücktritt des CEOs krachen die Papiere von Provident Financial ein. Droht ein zweites Northern Rock? Handelsblatt, Lex-Kolumne in der FT (Paid)

Lesenswert

„The ‚finance franchise‘ and fintech“: Interessante Theorie, die FT Alphaville (nicht kosten-, nur anmeldepflichtig) da in einer zweiteiligen Serie auswalzt: Die Banken sind nichts anderes als (subventionierte) Franchise-Nehmer der öffentlichen Hand. Und die Fintechs? Haben deshalb einen Funding-Nachteil, der sich mit technologischer Überlegenheit allein niemals wird wettmachen lassen. Part 1, Part 2

New York? Tokio? Rio! Kaum sonst irgendwo erwirtschaften die Banken so hohe Margen wie in Brasilien. Davon profitieren nun auch die ersten Fintechs. Financial Times (Paid)

Volcker, hört die Signale: Die „Financial Times“ beschreibt in einer langen Analyse, wie sich die Goldman-Sachs-Lobbiysten  daran machen, die vielleicht heiligste Obama-Finanzreform zu schleifen – nämlich die Volcker-Rule. Financial Times (Paid)

Karriere

Das verdienen UBS-Banker in Frankfurt: Die Deutschland-Tochter der Schweizer Großbank hat im vergangenen Jahr gut 70 Millionen Euro verbrannt. Trotzdem lässt es sich dort noch ganz gut verdienen, zeigt eine Auswertung des Vergütungsberichts. efinancialcareers

Aus der Szene

Das Rote muss ins Blaue: Die bei den G20-Krawallen zerstörte Haspa-Filiale in der Hamburger Schanze macht wieder auf – allerdings (noch) nicht an alter Stelle, sondern schräg gegenüber bei der Deutschen Bank. Die wollte ihre Schanzen-Zweigstelle praktischerweise eh dichtmachen, genauso wie acht weitere Filialen in der Hansestadt. Welt, Abendblatt

Klickfavorit

… unserer Leser war das BÖZ-Stück über den digitalen Vermögensverwalter der Commerzbank. Börsenzeitung (Paid)