Newsletter 30/01/18: DBank muss wieder blechen, Martin Blessing, Nächster Meilenstein für N26

Exklusiv: N26 hat in Frankreich ein Jahr nach dem Launch mehr als 200.000 Kunden

N26 steht nach dem Blitzstart in Deutschland auch in Frankreich an der Schwelle zum Massenmarkt. Wie Gründer Valentin Stalf gestern im Gespräch mit „Finanz-Szene.de“ verriet, hat die Berliner Mobile-Bank im Nachbarland ein Jahr nach dem Launch bereits mehr als 200.000 Kunden gewonnen. Besonders erstaunlich: Offensichtlich kommt N26 in Frankreich mit der Akquise sogar schneller voran als in Deutschland, wo das Fintech nach dem Marktstart im Frühjahr 2015 schätzungsweise anderthalb Jahre brauchte, bis die 200.000er-Marke durchbrochen war. Aus Sicht von Stalf ist damit die – unter anderem von „Finanz-Szene.de“ aufgestellte – These widerlegt, wonach für N26 die Kundengewinnung im Ausland deutlich teurer werden dürfte als hierzulande. Denn: In Frankreich liege der Anteil viral (sprich: ohne Marketingkosten) gewonnener Kunden „bei über 50 Prozent“, so Stalf. Wie er das begründet, lesen Sie hier:

Finanz-Szene.de

News

Deutsche Bank schließt nächsten Millionenvergleich in den USA:  Diesmal geht es um die (angebliche) Manipulation von Edelmetallpreisen. Die Höhe der Zahlung? 30 Mio. Dollar. Klingt einerseits verkraftbar. Andererseits: Der wievielte Vergleich in dieser Größenordnung ist das jetzt eigentlich? Wiwo

Hessen will „Hire and Fire“-Gesetz für Brexit-Banker: … naja, natürlich nicht nur für Brexit-Banker. Sondern, um es korrekt zu sagen: Das hessische Finanzministerium arbeitet an einem Gesetz, dass den Kündigungsschutz für Spitzenverdiener lockern soll. Das Kalkül dahinter: Durch solch ein Gesetz  könnte es Londons Banken leichter fallen, hochbezahltes Personal nach Frankfurt zu verlagern. Reuters/HB

Wirecard wieder mal mit exzellenten Zahlen: Indien? War da war? Der bayerische Zahlungsdienstleister kontert die jüngsten Vorwürfe  mit gewohnt starken Zahlen. Das heißt konkret: 45 Prozent mehr Umsatz und 34 Prozent mehr Ebitda. Wow. FAZ

Beyond .de

Der nächste dicke Payment-Deal: Diesmal ist es der ING-Konzern, der zu einer Gesamtbewertung von 360  Mio. Euro den PSP Payvision mehrheitlich übernimmt. Financial Times (Paid)

Jamie Dimon bleibt weitere fünf Jahre JP-Morgan-Chef: Das lief noch über die Ticker, als wir eigentlich längst im Bett liegen wollten. CNN Money

Ignoriert

Wundern Sie sich auch, dass die Geschichte von den Milliarden-Boni bei der Deutschen Bank jetzt schon seit drei Tagen die Schlagzeilen beherrscht? Denn: Ist überhaupt neu, was die wackeren Kollegen von der FAZ da „ausgegraben“ haben? Nun: Die „Wiwo“ berichtete schon am 5. Januar, dass Deutsche-Bank-Vize Schenck für die Investmentbanker-Truppe Sonderzahlungen von 1,2 Mrd. Euro gefordert habe. Und das „Handelsblatt“ schrieb am 9. Januar: „Inzwischen hat das Topmanagement [der Deutschen Bank] eine Einigung erreicht, die Finanzkreisen zufolge in der Größenordnung von einer Milliarde Euro liegen soll.“ Vergleich Sie das bitte jetzt mal mit der „Exklusiv“-Geschichte der Kluge-Köpfe-Fraktion von diesem Wochenende: „Die Deutsche Bank zahlt nach einem Bericht der ‚Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung‘ für das Jahr 2017 trotz eines Verlustes mehr als eine Milliarde Euro Boni.“ Na, sehen Sie, was wir sehen?

Lesetipps

Ganz ehrlich, hätten Sie’s ihm zugetraut? Martin Blessings erstaunlicher Aufstieg zum möglicherweise künftigen Chef der UBS. Handelsblatt (Paywall)

Ein kleiner Willkommensgruß an unseren neuen Abonnenten Arnulf Keese: Im Podcast mit Figo-Mann André Bajorat erklärt der frühere Paypal-Deutschland-Chef, warum der „Metabank“ die Zukunft gehören könnte – und was eine „Metabank“ überhaupt ist. Paymentandbanking

Oh nein, bitte nicht noch ein Fintech-Jahresausblick … ach, was soll’s, einer noch: Diesmal hat das „“IT-Finanzmagazin“ diverse Branchenkenner gefragt, welche Trends die kommenden Monate prägen werden. IT-Finanzmagazin

That’s not news

Weil wir samstags, sonntags und montags nicht erscheinen (und auch nicht vorhaben, das künftig zu tun), finden Sie nun immer im Dienstags-Newsletter einen kurzen Rückblick auf das, was Sie vermutlich gar nicht verpasst haben, weil Sie ja auch andere Medien nutzen.

  • Union Investment prophezeit Zerschlagung der Deutschen Bank. Die Welt
  • Landgericht erklärt Negativzinsen für unzulässig. Manager Magazin

Klickfavorit

… war am Freitag die Deutsche-Bank-Präsentation, die wir gewohnt effekthascherich in unserer Kurzanalyse „Ist die DWS tatsächlich reif für einen IPO?“ verlinkt hatten.