Newsletter 30/08/17: Verluste bei Lampe?, Coba-Gehälter, Blühende Sparkassen

Exklusiv: Verschweigt das Bankhaus Lampe einen operativen Verlust?

Offiziell hat das Bankhaus Lampe 2016 einen Gewinn von 55 Mio. Euro erzielt. Operativ jedoch – das zumindest ergeben Berechnungen von Finanz-Szene.de – erlitt die Düsseldorfer Privatbank einen deutlichen Verlust. Laut unseren Kalkulationen (denen Lampe explizit widerspricht) machte die Oetker-Tochter im operativen Geschäft ein Minus von mindestens 10 und maximal 22 Mio. Euro. Die Gründe hierfür lagen nach unserer Deutung unter anderem in gestiegenen Personal- und Sachkosten sowie im gesunkenen Provisionsüberschuss. Alle Details der Rechnung finden Sie hier …

Finanz-Szene.de

News

Postbank-Chef wird zusätzlich Deutsche-Bank-Vorstand: In seiner neuen Doppelrolle soll Frank Strauß die Integration der Postbank in den Mutterkonzern vorantreiben. Weniger dufte ist das Ganze für Deutsche-Bank-Vize Christian Sewing. Er muss sich die Verantwortung für das Privat- und Firmenkundengeschäft nun mit Strauß teilen. Wirtschaftswoche, Handelsblatt (Paid)

Blühende Sparkassen: Es ist ein Phänomen – obwohl die niedrigen Zinsen nach Finanz-Szene.de-Informationen auch in Ostdeutschland gelten, haben die dortigen Sparkassen im ersten Halbjahr (mal wieder) richtig gut verdient. Die BÖZ begründet dies mit dem „brummenden Kreditgeschäft“. Aus dem Bauch heraus würden wir allerdings einer „Handelsblatt“-Analyse aus dem Februar mehr Glauben schenken. Dort hieß es (dem Sinn nach), die Ostsparkassen bekämen schlicht krass hohe Gebühren durchgedrückt. Börsenzeitung (Paid), Handelsblatt (Archiv)

Spahn will Anteile an Fintech verkaufen: Das ist dann hoffentlich die letzte Folge der Posse. Ach nein, im „Handelsblatt“ kommt heute auch noch der Chef von Pareton (so heißt das Fintech) zu Wort: Er habe Spahn nur ein einziges mal getroffen, sagt der gute Mann. Wäre das auch geklärt. Süddeutsche, Handelsblatt (Seite 45)

Kreditech liebäugelt (so ein bisschen) mit Deutschland-Comeback: Erinnert sich noch jemand an Kredito? Das war der Kreditech-Vorgänger, der sich hierzulande nach sanftem Druck der Bafin rasch wieder zurückzog. Jedenfalls: Laut CEO Alexander Graubner-Müller ist eine Rückkehr auf den deutschen Markt nicht ausgeschlossen. „Prio“ habe das Thema aber nicht. t3n

Beyond Banking

Euro über 1,20, Dax unter 12.000: Viel los da draußen an den Märkten. Mit irgendwelchen „Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft könnte das Euro-Hoch zur Belastung werden“-Analysen wollen wir Sie aber eher nicht nerven. Drum: Kein Link.

Der Krypto-„Boom“ stellt alles in den Schatten: Ob Subprime, Biotech oder New Economy – bei keiner Blase der jüngeren Vergangenheit war der Preisanstieg auch nur annähernd so extrem wie jetzt bei Bitcoin & Co., zeigt eine  Grafik der Kollegen von Bloomberg. Das heißt allerdings nicht, dass wir sagen, es gäbe eine Krypto-Blase. Wir würden ja auch nie behaupten, Usain Bolt hätte gedopt. Bloomberg

Karriere

Wer reich werden will, geht besser nicht zur Commerzbank: Während die Deutsche Bank im vergangenen Jahr 316 Einkommensmillionäre beschäftigte, waren es beim ewigen Rivalen gerade mal fünf, zeigt ein Vergleich der Vergütungsberichte. efinancialcareers

Lesetipps

Die Bank, dein großer Bruder: Der Fintech-Fonds der Credit Suisse hat laut „FT“ in ein Unternehmen namens Sapience Analytics investiert. Dessen Spezialität: ein Tool, mit dem Unternehmen überwachen können, was die Mitarbeiter auf ihren Computern, iPads und Smartphones treiben. Das passt zu einer „Bloomberg“-Story neulich, wonach Barclays per Sensortechnik herausfinden will, wie oft die Banker an ihren Desks sitzen.  Financial Times (Paid), Bloomberg

Warum (diese Woche) die größte russische Privatbank gerettet werden musste: … erfahren Sie in einem FAQ bei Bloomberg.

Klickfavorit

… unserer Leser war gestern die Story über die Ausfallraten bei Funding Circle in Deutschland. Finanz-Szene.de