16/04/19: Paydirekt pimpt Nutzerzahlen, Santander vs. N26, 25 Mio. für No-Name-Fintech

Exklusiv: Paydirekt treibt Nutzerzahlen nach oben. Doch zu welchem Preis?

Als „Finanz-Szene.de“ Ende Oktober die Nutzerzahlen von Paydirekt enthüllte, dürfte sich manch einer in der deutschen Kreditwirtschaft (die ja hinter dem 2014 gegründeten Paypal-Klon steht) an den Kopf gefasst haben. Was? Nur indiskutable 40.000 Transaktionen monatlich?! – Nun: So hatte es (bestätigerweise …) ein hochrangiger Sparkassen-Funktionär bei einer Konferenz erzählt. Jedenfalls: Jetzt, knapp sechs Monate später, glaubt „Finanz-Szene.de“ frische Nutzerzahlen in Erfahrung gebracht zu haben – auch wenn wir hinzufügen müssen, dass es sich diesmal um unbestätigte Angaben handelt. Und zwar: Angeblich sollen allein über BS Payone (also über den „Payment Service Provider“ von Sparkassen und Ingenico) im ersten Quartal rund 450.000 Paydirekt-Transaktionen abgewickelt worden sein. Klingt nach plötzlichem Wachstum. Ist es auch. Jedoch: Zwei Drittel der Bezahlvorgänge kamen den Angaben zufolge von einem einzigen Händler. Und die ganz große Frage lautet: Wieviel hat sich Paydirekt diesen Wachstumsschub kosten lassen? Hier die ganze Geschichte: Finanz-Szene.de

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Santander bringt digitale Tochter „Openbank“ in Deutschland an den Start

Santander schickt Digitaltochter Openbank nach Deutschland“ – mit dieser News übertölpelten wir gestern Vormittag unsere Online-Leser. Als wir uns das Ganze dann genauer angeschaut haben, fielen uns zwei Dinge auf: 1.) Das Angebot ist bemerkenswert umfangreich, Apple Pay gehört ebenso dazu wie ein Robo-Advisor. 2.) Zugleich ähnelt das Angebot aber optisch wie inhaltlich stark dem spanischen – was uns ein Insider so erklärte: „Openbank Deutschland ist eigentlich Openbank Spanien. Die machen Passporting aus Spanien heraus, es wurde für Deutschland also die Internetseite übersetzt, aber nichts wirklich Neues gebaut.“ Ist das nun eine gute Nachricht für die deutsche Kreditwirtschaft? Motto: Die Spanier gehen die Sache eher halbgar an. Oder eine schlechte? Motto: Um die deutschen Banken anzugreifen, braucht’s nur noch jemanden, der eine Website übersetzt? Unterm Strich: Eine Mischung aus beidem. Sechs Thesen: Finanz-Szene.de

News

Liqid „nähert“ sich der 500-Mio.-Euro-Marke: Es ist ruhig geworden um die verwalteten Vermögen der deutschen Robo-Advisors. Kein Wunder – liegt doch die Vermutung nahe, dass das schlechte Börsenjahr 2018 bei manchen Anbietern mehr Assets wegschmelzen ließ, als frische hinzukamen. Immerhin: Beim Berliner Fintech Liqid scheint das Geschäft anzuziehen. Ende September letzten Jahres war noch von „knapp 300 Mio. Euro“ die Rede. Nun ginge es inzwischen stramm in Richtung 500 Mio. Euro,  sagte CEO und Mitgründer Christian Schneider-Sickert bei einer von der Eintracht Frankfurt Fußball AG ausgerichteten und von „Finanz-Szene.de“ moderierten Podiumsdiskussion in der Commerzbank-Arena. Spannende Frage: Liegt Liqid jetzt vor dem Comdirect-Robo „Cominvest“ (rund 400 Mio. Euro per Ende 2018) oder weiter dahinter? Exakte Zahlen wollte Schneider-Sickert nicht nennen.

25 Mio. Euro für Berliner Fintech Moonfare: Das bislang kaum bekannte Finanz-Startup hat bei einer Finanzierungsrunde erstaunliche 25 Mio. Euro eingesammelt. Geschäftsmodell von Moonfare ist die Vermittlung von Private-Equity-Beteiligungen an Privatanleger. Von wem das Funding stammt? Sinnigerweise von Private-Equity-Firmen und -Managern. Gründerszene

Deutsche Bank soll ihr US-Investmentgeschäft schrumpfen … Die Regulierer machen laut „FT“ Druck, die Deutsche Bank möge ihr US-Investmentbanking-Geschäft schrumpfen. Was nicht ganz so einfach ist. Denn im „Comeback“ des Investmentbankings liegt Analysten zufolge (man beachte die Gewinnschätzungen im Consensus-Report für die Jahre 2019, 2020 und 2021 …) die einzige Chance des Frankfurter Instituts, aus der Ertragsmisere herauszukommen. Zudem: Kostet die Schrumpfung des Bereichs vermutlich einen Milliardenbetrag. (FT, Paywall)

…und verlöre im Falle einer Commerzbank-Übernahme viel Geschäft. Genauer gesagt: bis zu einem Fünftel der heutigen Coba-Erträge, wie „Bloomberg“ erfahren haben will. Grund: Die Überschneidung von Geschäftsbereichen. Hinzu komme dann noch Restrukturierungs-Aufwand, der ja auch irgendwie finanziert werden müsste. Und wie genau? Indem die Kosten bei der Commerzbank – Achtung, hier mussten wir dreimal lesen – um 40 Prozent (sic!) gesenkt werden. Womit sich bestätigt, was einem Finanzaufseher im Februar in einem Hintergrundgespräch visionär entfuhr: Natürlich könne man die blaue und die gelbe Bank fusionieren. Man müsse sich nur auf ein „Blutbad“ einstellen und selbiges Öffentlichkeit und Mitarbeitern verkaufen. (Bloomberg)

Korrektur: Wir schrieben gestern, Lone Star habe neben der siechen Corealcredit auch die sieche Düsselhyp an die Aareal weiterverkauft. Letzteres war falsch. Denn die Düsselhyp war irgendwann so siech, dass Lone Star sie beim Sicherungsfonds (nicht zu verwechseln mit: Siecherungsfonds) des BdB ablud.  Erst von dort landete die Düsselhyp dann bei der Aareal. Danke an die Kollegin Osman vom „Handelsblatt“ für den Hinweis!

Und noch eine nette Kollegen-Mail erreichte uns dieser Tage, nämlich von Bernd Mikosch, dem Chefredakteur von „Fondsprofessionell“. Der machte uns darauf aufmerksam, dass es letzte Woche zwar überall hieß, die Deka habe 2018 mehr Zertifikate als Fonds verkauft – dass die Zahlen aber nicht eins zu eins vergleichbar seien. Und da hat er Recht! Lesen Sie hier in unser VHS-artiges „Kurz gebloggt“ zu Zertifikaten, Fonds, Brutto, Netto, Verkaufs- und Bestandsprovisionen: Finanz-Szene.de

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Linktipps

Replik: Vergangene Woche analysierten wir im Artikel „Warum die Deka (und die Sparkassen-Berater) so krass auf Zertifikate abfahren“ die Provisions- und Vertriebsstrukturen beim Wertpapierdienstleister der Sparkassen. Die Deka kritisierte daraufhin den von uns verwendeten Begriff „Giftküche“ als „unfair und unsachlich“ – und hatte darüber hinaus weitere Anmerkungen, die wir Ihnen (da wir den offenen Diskurs schätzen) natürlich nicht vorenthalten wollen. Voilà: Finanz-Szene.de

„Mein Vertrauen ist gebrochen“: Wie sich (zumindest einzelne) Kunden von  N26 abwenden. Handelsblatt Orange

Kann sich Deutschland eine Großbank vom Schlage der „Deutschen Commerz“ überhaupt leisten? Star-Ökonom Martin Hellwig hat so seine Zweifel. Denn das „Too big to fail“-Problem sei entgegen anderslautender Behauptungen weiterhin ungelöst. FAZ

Letzte Woche hatten wie das „Zinsgemetzel“ in der deutschen Kreditwirtschaft analysiert: Die Bundesbank bedient sich in ihrem Monatsbericht zwar einer anderen Wortwahl, kommt aber zu der gleichen Diagnose: Schrumpfende Zinsmargen bei zugleich immer härterem Wettbewerb sind ein massives Problem. PDF, speziell Grafiken S. 45ff

Klickfavorit

… war am Montag unsere Exklusivmeldung zum neuen Großaktionäre Lone Star beim Fintech Raisin („Weltsparen“) Finanz-Szene.de

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