„Yunar“ und die Digitaloffensive der Deutschen Bank. Dokumentation der Pressemitteilung

Digitaloffensive beim wichtigsten Geldhaus des Landes: Die Deutsche Bank gründet eine neue Geschäftseinheit namens Digital Venture. Diese neue Unit schickt gleich ihre erste Firma an den Start. Und diese neue Firma wirft sofort die erste App in den Markt. Hier die Dokumentation der entsprechenden Pressemitteilung:

Die Deutsche Bank bringt am 6. November 2018 die App „Yunar“ an den Markt. Sie startet in einer Basisversion als kostenloses digitales Plattform-Angebot, mit dem sich Bonusprogramme komfortabel nutzen lassen. Mit weiteren Bank- und Nichtbank-Dienstleistungen soll Yunar künftig schrittweise zur virtuellen Geldbörse („Mobile Wallet“) in der Tasche der Kunden werden. Yunar wird dafür kontinuierlich mit neuen Funktionen und Produkten weiterentwickelt, wobei berücksichtigt wird, welche Wünsche die Kunden haben und wie sie die App täglich nutzen.

Hinter der Marke Yunar steht ein Start-up, eine hundertprozentige Tochter der Bank, mit eigenem Management, eigener Informationstechnik und anfangs rund 80 Mitarbeitern. Ähnlich wie viele Fintechs braucht das neue Unternehmen keine Bankbilanz. Es wird, vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden, über eine sogenannte ZAG-Lizenz für
Zahlungsverkehrsdienstleistungen verfügen. Damit sollen digitale Innovationen auch über das klassische Bankgeschäft hinaus deutlich schneller an den Markt gebracht werden können.

Schon heute hat das Privat- und Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank 20 Millionen Kunden in Deutschland, davon nutzen mehr als 10 Millionen die Dienstleistungen und Produkte der Bank über PC, Tablets und
Smartphones. Yunar ist Teil des neuen Geschäftsbereichs „Digital Ventures“ im Privat- und Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank. Dort werden künftig die Angebote für neue Zielgruppen und Märkte gebündelt. So soll unter anderem die digitale Plattform der Bank schnell ausgebaut werden.

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Markus Pertlwieser, Digitalchef des Privat- und Firmenkundengeschäfts der Deutschen Bank und Leiter des Geschäftsbereichs Digital Ventures, sagte zum Marktstart von Yunar: „Mit dieser App wird der Ausbau unseres Plattform-Angebots noch einmal deutlich Fahrt aufnehmen. Frische Ideen, die das Leben für Bankkunden leichter machen, werden künftig schneller Wirklichkeit werden – unabhängig davon, ob wir sie allein oder mit Partnern umsetzen.“ Der Markenname Yunar leitet sich ab von „Yuna“, dem keltischen Wort für Wunsch. Gleichzeitig ist Yunar eine Anspielung auf das englische „You know“ (Du weißt). Der Markenname soll also unterstreichen, dass Yunar die Wünsche der Kunden kennt und erfüllt.

Zum Start können die Nutzer mit der Yunar-App auf dem Smartphone ihre Kundenkarten verwalten. Die App erlaubt den Nutzern, für bis zu 200 in Deutschland verbreitete Bonusprogramme Punkte zu sammeln, darunter Payback, DeutschlandCard, BahnBonus, Miles & More, Ikea, Douglas und Karstadt. Für einige der Programme können in der App vom Start weg auch die bereits gesammelten Treuepunkte angezeigt werden. Die eigentlichen Plastikkarten braucht der Nutzer dann nicht mehr. Damit erfüllt Yunar von Beginn an wesentliche Kriterien der Plattform-Ökonomie: Es ist kostenfrei, überall verfügbar und für die Nutzer täglich relevant.

In weiteren Ausbaustufen hin zu einer virtuellen Geldbörse können Bankleistungen wie das mobile Bezahlen oder die Multibank-Aggregation oder auch Nichtbank- Dienstleistungen wie die digitale Identität dazukommen. Damit hätte der Kunde zum ersten Mal alle Dienste rund um Bonusprogramme, Bezahlen und Konto an einem Ort. Wenn künftig etwa alle Daten gängiger Bonusprogramme mit den Zahlungsverkehrsinformationen des Nutzers verbunden werden, macht das das Angebot einzigartig. Yunar könnte dann dem Nutzer Empfehlungen geben, welche Bonusprogramme für ihn in Frage kommen oder auch mit Rat zur Stelle sein, wofür gesammelte Punkte eingesetzt werden können.

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