Die T-Frage der Commerzbank: Wie viel Tafelsilber ist noch übrig?

Von Heinz-Roger Dohms

Anfang nächster Woche wird die Commerzbank ihren 2017er-Geschäftsbericht  veröffentlichen – nicht der schlechteste Anlass, sich mal mit den außerordentlichen Erträgen zu befassen. Die machten 2017 nämlich 43 % des sog. „operativen Ergebnisses“ von 1,3 Mrd. Euro aus; und 2016 waren es sogar 59 %. Noch interessanter wird die Sache, wenn man auf das Konzernergebnis guckt (das die Restrukturierungen berücksichtigt). 2016 lag es bei 279 Mio. Euro, 2017 bei 156 Mio. Euro. Denkt man sich davon nun die außerordentlichen Erträge weg (831 Mio. Euro in 2016 und 557 Mio. Euro in 2017), dann sind die Zahlen plötzlich nicht mehr schwarz, sondern rot.

Kurzum, was passiert, wenn die Einmaleffekte mal nicht mehr so günstig ausfallen wie zuletzt? Und was ist eigentlich noch an Tafelsilber übrig, wenn man bedenkt, was zuletzt alles abgestoßen wurde. Sehen Sie hier unsere große Tabelle, in der wir die vielen Einmalerlöse der vergangenen 24 Monate einfach mal fein säuberlich aufdröselt haben:

Erlös*
Verkauf der Unternehmenszentrale 225 Q3 2017
Wertaufholung Heta-Anleihen 135 Q4 2016
Verkauf von Immobilien 133 Q4 2016
Auflösung Joint-Venture mit BNP Paribas 131 Q3 2017
Verkauf Anteile an Visa Europe 123 Q2 2016
Verkauf Anteile an Concardis 89 Q3 2017
Wertaufholung im Bereich Public Finance 68 Q1 2016
Sonderdividende Euro Kartensystem GmbH 44 Q1 2016
Verkauf von Anleihepositionen 43 Q1 2016
Verkauf der Commerzbank Luxemburg (Cisal) 25 Q3 2016
Sonstige Bewertungseffekte in 2016 328
Sonstige Bewertungseffeke in 2017 44
Summe: 1388
* bzw.: GuV-Effekt in Millionen Euro
Quellen: Quartalsberichte, Präsentationen

 

An uns (den Medien), liebe Deutsche Bank und liebe DWS, hat es ganz sicher nicht gelegen …

Von Heinz-Roger Dohms

Wenn die Deutsche Bank aus dem IPO-Prozess der DWS irgendetwas Positives mitnehmen kann – dann, dass es an medialem Rückenwind (von wem auch immer der gesät wurde) nicht gemangelt hat. Das begann mit der Geschichte, die DWS sammle „wieder kräftig Kundengeld ein“ (HB, 25.1.) – dabei reichten die 2017-Zuflüsse bei weitem nicht aus, um die 2016er-Abflüsse zu kompensieren.

Weiter ging es mit der Story, Nippon Life wolle sich mit „annähernd 10%“ an der DWS beteiligen  (FAZ, 6.3.); letztlich waren es dann doch nur 5%. Schön auch: „Blackrock könnte sich an DWS-Börsengang beteiligen“ (HB, 6.3.). Oder: Orderbücher „wenige Stunden nach Beginn der Zeichnungsfrist bereits gefüllt“ (BÖZ, 15.3.). Der Höhepunkt dann diese Woche, als Reuters, BÖZ, HB und FAZ quasi parallel  von einer (deutlichen) „Überzeichnung“ der Emission berichteten.

Dabei kam nur wenige Stunden später der Moment, in dem Finanz-PR auf Wirklichkeit traf. Preisspanne: 32 bis 33 Euro. Maximaler Emissionserlös: 1,65 Mrd. Euro (statt der angestrebten 2,0 Mrd. Euro). Das mag unterm Strich okay sein. Aber es klafft doch eine gefühlte Lücke zwischen dem, was wochenlang zu lesen war, und dem, was jetzt ist.

22/03/18: Savedroid vs. Fraspa, Apple Pay ist da, Gini, Deutsche-Bank-Schock

An uns (den Medien), liebe Deutsche Bank und liebe DWS, hat es ganz sicher nicht gelegen …

Wenn die Deutsche Bank aus dem IPO-Prozess der DWS irgendetwas Positives mitnehmen kann – dann, dass es an medialem Rückenwind (von wem auch immer der gesät wurde) nicht gemangelt hat. Das begann mit der Geschichte, die DWS sammle „wieder kräftig Kundengeld ein“ (HB, 25.1.) – dabei reichten die 2017-Zuflüsse bei weitem nicht aus, um die 2016er-Abflüsse zu kompensieren. Weiter ging es mit der Story, Nippon Life wolle sich mit „annähernd 10%“ an der DWS beteiligen  (FAZ, 6.3.); letztlich waren es dann doch nur 5%. Schön auch: „Blackrock könnte sich an DWS-Börsengang beteiligen“ (HB, 6.3.). Oder: Orderbücher „wenige Stunden nach Beginn der Zeichnungsfrist bereits gefüllt“ (BÖZ, 15.3.). Der Höhepunkt dann diese Woche, als Reuters, BÖZ, HB und FAZ quasi parallel  von einer (deutlichen) „Überzeichnung“ der Emission berichteten. Dabei kam nur wenige Stunden später der Moment, in dem Finanz-PR auf Wirklichkeit traf. Preisspanne: 32 bis 33 Euro. Maximaler Emissionserlös: 1,65 Mrd. Euro (statt der angestrebten 2,0 Mrd. Euro). Das mag unterm Strich okay sein. Aber es klafft doch eine gefühlte Lücke zwischen dem, was wochenlang zu lesen war, und dem, was jetzt ist.

Manager Magazin (mit der News zur Preisspanne)

Moltke bringt mit Gewinnwarnung die Deutsche-Bank-Aktie zum Einsturz

Und als wäre die Lage nicht schon trist genug gewesen (Boni-Aufregung, DWS-Enttäuschung, Winter-Einbruch) – auch das noch: Deutsche-Bank-Finanzchef James von Moltke hat gestern mit einer Art Gewinnwarnung die Aktie seines Arbeitgebers mal so richtig ins Rutschen gebracht. Um bis zu 7% (!) lagen die Papiere im Minus, nachdem von Moltke auf einer Investorenkonferenz erzählt hatte, wegen des starken Euros und höherer Refinanzierungskosten rechne sein Institut mit Belastungen von rund 450 Millionen Euro. Nun herrschte gestern bis in die Abendstunden hinein Verwirrung, inwiefern die Aussagen überhaupt einen Neuigkeitswert hatten. So sprach der Analyst Stuart Graham von „Fake News“, da die Währungseffekte längst bekannt gewesen seien. Doch so oder so: Auch diese Geschichte wirft kein gutes Licht auf die Deutsche Bank. SZ, Handelsblatt, Aktienkurs

News

Das Frankfurter Fintech Savedroid stichelt/polemisiert öffentlich gegen die Frankfurter Sparkasse: So stellt sich die Sache für uns jedenfalls dar, nachdem wir Twitter konsultiert haben, Zeugen vernommen haben, mit dem Savedroid-Chef telefoniert haben (was nicht so einfach war, weil er in der S-Bahn und wir auf dem Spielplatz waren) und versucht haben, mit der Fraspa-Sprecherin zu telefonieren (die aber nichts sagen wollte). Worum geht es konkret: Erst hat die Fraspa offenbar das Konto von Savedroid gekündigt. Der Grund, unserer Vermutung nach: Weil auf ebendieses  Konto auch Gelder aus dem Savedroid-ICO geflossen sind (und ICOs sind aus Sicht der Fraspa vermutlich so eine Sache …). Darob war der Savedroid-Chef dann offenkundig so unamüsiert, dass er das Kündigungsschreiben (bzw. dessen obere Hälfte) gestern bei einer Veranstaltung in Berlin an die Wand projiziert hat. Sonst ist nix passiert? Nö. Warum wir dann berichten? Weil es ein bemerkenswertes Novum ist, von einem Hamburger Spielplatz aus eine Frankfurter Kindergarten-Story zu recherchieren.

Wer nach einem Beleg sucht, wie brutal sich der Niedrigzins dann doch in die Bilanzen zumindest einiger deutscher Banken hineinfrisst …, der sollte sich einfach mal Seite 6 der IR-Präsentation zu den gestern vorgelegten Helaba-Zahlen anschauen. Denn grafisch sieht so ein Minus von 11% noch krasser aus, als es sich hingeschrieben liest. Hinzu kommt eine satte Abschreibung auf den Firmenwert der  Frankfurter Sparkasse (siehe Seite 8), sodass man gar nicht berechnen will, wie schlecht die 2017er-Zahlen ausgefallen wären, wenn nicht das Handelsergebnis im positiven Sinne explodiert wäre (Seite 7). IR-Präsentation (PDF), Reuters (mit Ausblick auf 2018)

Erneute Groß-Razzia bei M.M. Warburg: Laut „Handelsblatt“ haben rund 50 Ermittler am Dienstag und Mittwoch Büros der Hamburger Privatbank  sowie Wohnungen von Gesellschaftern durchsucht. Der Hintergrund, so das HB:  Der Verdacht auf „schwere Steuerhinterziehung“ im Zusammenhang mit Cum-Ex und Cum-Cum habe sich offenbar „nicht abgeschwächt, sondern verstärkt“. Wenn man bedenkt, wie rigoros Warburg die massiven Vorwürfe immer zurückgewiesen hat (und auch weiterhin zurückweist), bleibt als Eindruck zurück, dass die Sache nur extrem bitter enden kann. Für die Staatsanwaltschaft. Oder für de Bank. Handelsblatt (Paywall)

Beyond.de

Die Neuordnung des Payment-Markts in der DACH-Region erfolgt … Mitte dieses Jahres. Bis dahin nämlich will der Schweizer Finanztechnologie-Konzern SIX seine milliardenschwere Zahlungsdienste-Tochter verkauft haben, wie gestern verlautete. Zur Erinnerung: Zu den Interessenten gehören auch die Finanzinvestoren Bain und Advent, die SIX mit der deutschen Concardis verschmelzen könnten. Reuters/HB

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Klar, die Digitalisierung beschäftigt die Bank-CEOs … aber noch mehr Gedanken machen sie sich einer Studie zufolge über Cybercrime und (immer noch) über Regulierung. IT-Finanzmagazin, Handelsblatt

„Immer neue Ausreden“: Die Deutsche Bank habe nicht nur ein Umsetzungs-, sondern sehr wohl auch ein Strategieproblem, schreibt Daniel Schäfer heute Früh im Handelsblatt (Paywall).

„Es reicht“: FAZ-Kollege Braunberger sieht die Sache ähnlich wie HB-Kollege Schäfer. FAZ

Interessantes Stück heute über Hans-Dieter Kemler, den (einigermaßen) neuen Kapitalmarktvorstand der Helaba, dem der Ruf vorauseilt, sich mit Digitalisierung tatsächlich auszukennen, was vielleicht nicht die Kernkompetenz in seiner Position sein sollte, ja aber auch nicht schaden kann. FAZ (Seite 20)

Gestern Abend, als wir schon halb aus der Tür waren, um den ersten Kneipenbesuch seit Mai letzten Jahres zu absolvieren, morst uns doch tatsächlich via Linkedin der „Strategy Executer“ des Fintechs Gini  an, ob wir nicht das soeben gelaunchte „Demoprodukt für den Volldigitalen Kreditantrag auch ohne X2SA“ verlinken wollen. Antwort an den jungen Mann: „Finanz-Szene.de“ verlinkt grundsätzlich und selbstverständlich nur nach intensiver journalistischer Prüfung des Neuigkeitswerts. Außer in Ausnahmefällen. Gini

Karriere

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Moltke bringt mit Gewinnwarnung die Deutsche-Bank-Aktie zum Einsturz

Und als wäre die Lage nicht schon trist genug gewesen (Boni-Aufregung, DWS-Enttäuschung, Winter-Einbruch) – auch das noch: Deutsche-Bank-Finanzchef James von Moltke hat gestern mit einer Art Gewinnwarnung die Aktie seines Arbeitgebers mal so richtig ins Rutschen gebracht. Um bis zu 7% (!) lagen die Papiere im Minus, nachdem von Moltke auf einer Investorenkonferenz erzählt hatte, wegen des starken Euros und höherer Refinanzierungskosten rechne sein Institut mit Belastungen von rund 450 Millionen Euro. Nun herrschte gestern bis in die Abendstunden hinein Verwirrung, inwiefern die Aussagen überhaupt einen Neuigkeitswert hatten. So sprach der Analyst Stuart Graham von „Fake News“, da die Währungseffekte längst bekannt gewesen seien. Doch so oder so: Auch diese Geschichte wirft kein gutes Licht auf die Deutsche Bank. SZ, Handelsblatt, Aktienkurs

News

Wer nach einem Beleg sucht, wie brutal sich der Niedrigzins dann doch in die Bilanzen zumindest einiger deutscher Banken hineinfrisst …, der sollte sich einfach mal Seite 6 der IR-Präsentation zu den gestern vorgelegten Helaba-Zahlen anschauen. Denn grafisch sieht so ein Minus von 11% noch krasser aus, als es sich hingeschrieben liest. Hinzu kommt eine satte Abschreibung auf den Firmenwert der  Frankfurter Sparkasse (siehe Seite 8), sodass man gar nicht berechnen will, wie schlecht die 2017er-Zahlen ausgefallen wären, wenn nicht das Handelsergebnis im positiven Sinne explodiert wäre (Seite 7). IR-Präsentation (PDF), Reuters (mit Ausblick auf 2018)

Erneute Groß-Razzia bei M.M. Warburg: Laut „Handelsblatt“ haben rund 50 Ermittler am Dienstag und Mittwoch Büros der Hamburger Privatbank  sowie Wohnungen von Gesellschaftern durchsucht. Der Hintergrund, so das HB:  Der Verdacht auf „schwere Steuerhinterziehung“ im Zusammenhang mit Cum-Ex und Cum-Cum habe sich offenbar „nicht abgeschwächt, sondern verstärkt“. Wenn man bedenkt, wie rigoros Warburg die massiven Vorwürfe immer zurückgewiesen hat (und auch weiterhin zurückweist), bleibt als Eindruck zurück, dass die Sache nur extrem bitter enden kann. Für die Staatsanwaltschaft. Oder für de Bank. Handelsblatt (Paywall)

Beyond.de

Die Neuordnung des Payment-Markts in der DACH-Region erfolgt … Mitte dieses Jahres. Bis dahin nämlich will der Schweizer Finanztechnologie-Konzern SIX seine milliardenschwere Zahlungsdienste-Tochter verkauft haben, wie gestern verlautete. Zur Erinnerung: Zu den Interessenten gehören auch die Finanzinvestoren Bain und Advent, die SIX mit der deutschen Concardis verschmelzen könnten. Reuters/HB

Falls es irgendwer nicht mitbekommen haben sollte: Die Fed hat gestern Abend (deutscher Zeit) die Zinsen erhöht. Spiegel-Online

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„Immer neue Ausreden“: Die Deutsche Bank habe nicht nur ein Umsetzungs-, sondern sehr wohl auch ein Strategieproblem, schreibt Daniel Schäfer heute Früh im Handelsblatt (Paywall).

„Es reicht“: FAZ-Kollege Braunberger sieht die Sache ähnlich wie HB-Kollege Schäfer. FAZ

Interessantes Stück heute über Hans-Dieter Kemler, den (einigermaßen) neuen Kapitalmarktvorstand der Helaba, dem der Ruf vorauseilt, sich mit Digitalisierung tatsächlich auszukennen, was vielleicht nicht die Kernkompetenz in seiner Position sein sollte, ja aber auch nicht schaden kann. FAZ (Seite 20)

Ist Fintech das Einfallstor für Finanzbetrügereien aller Art und ungeahnten Ausmaßes? Dies zumindest scheint ein hochrangiger britischer Richter zu befürchten. FT (Paywall)Rede im Original

Wie man in Deutschland Apple Pay nutzen kann (und zwar ohne dass Apple seinen Bezahldienst in Deutschland eingeführt hätte). Paymentandbanking

Klar, die Digitalisierung beschäftigt die Bank-CEOs … aber noch mehr Gedanken machen sie sich einer Studie zufolge über Cybercrime und (immer noch) über Regulierung. IT-Finanzmagazin, Handelsblatt

Gestern Abend, als wir schon halb aus der Tür waren, um den ersten Kneipenbesuch seit Mai letzten Jahres zu absolvieren, morst uns doch tatsächlich via Linkedin der „Strategy Executer“ des Fintechs Gini  an, ob wir nicht das soeben gelaunchte „Demoprodukt für den Volldigitalen Kreditantrag auch ohne X2SA“ verlinken wollen. Antwort an den jungen Mann: „Finanz-Szene.de“ verlinkt grundsätzlich und selbstverständlich nur nach intensiver journalistischer Prüfung des Neuigkeitswerts. Außer in Ausnahmefällen. Gini

Aus der Szene

Das Frankfurter Fintech Savedroid stichelt/polemisiert öffentlich gegen die Frankfurter Sparkasse: So stellt sich die Sache für uns jedenfalls dar, nachdem wir Twitter konsultiert haben, Zeugen vernommen haben, mit dem Savedroid-Chef telefoniert haben (was nicht so einfach war, weil er in der S-Bahn und wir auf dem Spielplatz waren) und versucht haben, mit der Fraspa-Sprecherin zu telefonieren (die aber nichts sagen wollte). Worum geht es konkret: Erst hat die Fraspa offenbar das Konto von Savedroid gekündigt. Der Grund, unserer Vermutung nach: Weil auf ebendieses  Konto auch Gelder aus dem Savedroid-ICO geflossen sind (und ICOs sind aus Sicht der Fraspa vermutlich so eine Sache …). Darob war der Savedroid-Chef dann offenkundig so unamüsiert, dass er das Kündigungsschreiben (bzw. dessen obere Hälfte) gestern bei einer Veranstaltung in Berlin an die Wand projiziert hat. Sonst ist nix passiert? Nö. Warum wir dann berichten? Weil es ein bemerkenswertes Novum ist, von einem Hamburger Spielplatz aus eine Frankfurter Kindergarten-Story zu recherchieren.

Karriere

Diese 100 Fragen … werden Jobaspiranten in Vorstellungsgesprächen bei Banken in Deutschland und der Schweiz gestellt (natürlich nicht alle in ein- und demselben Gespräch). efinancialcareers

Klickfavorit

… war gestern das Interview mit dem Markenchef der Commerzbank. Horizont