21/11/19: Tomorrow, Neobanken, EZB, Deka, Wirecard, HSBC, Capitolis

21. November 2019

News

In der Hamburger Smartphone-Bank „Tomorrow“ (Geschäftsmodell: eine Mischung aus N26 und GLS Bank) konnte man bislang vielleicht ein „Fintech der Herzen“ sehen – aber nicht unbedingt einen ernstzunehmenden  Player am Markt. Mit dem gestrigen Tag könnte sich die Wahrnehmung allerdings ändern. Da nämlich verkündete die 2018 gestartete Öko-Neobank eine sehr ordentliche Serie-A-Runde (8,5 Mio. Euro) zu einer halbwegs  ordentlichen Bewertung (30,1 Mio. Euro). Was dabei auffällt: Neben Tomorrow haben zuletzt auch andere N26-Klone gefundet, darunter Penta (Status: N26 für KMUs) und Bitwala (Status: N26 für Krypto). Ist in Deutschland tatsächlich genug Platz für so viele Challenger-Banken? Hier ein Überblick über die wichtigsten Player, ihre USPs, ihre Bewertungen und wie viele Kunden sie schon haben: Finanz-Szene.de

Pflichtbewusst haben wir uns gestern durch den Finanzstabilitäts-Bericht der EZB geackert. Zwar waren die Grundaussagen dann doch erwartbar (Tenor: Als wären die niedrigen Zinsen nicht schon schlimm genug, treiben sie die Akteure nun auch noch ins Risiko, wodurch alles noch viel schlimmer werden könnte) – dafür allerdings fand sich am Ende des Berichts ein unserer Ansicht nach ziemlich interessanter Aufsatz. Dieser nämlich beschäftigt sich in pseudo-anonymisierter Form mit nationalen Bankensystemen, deren Player „schwach performen“, über eine „suboptimale Größe“ verfügen und mit einer „ineffizienten Kostenbasis“ arbeiten. Kurzum, es geht in dem Aufsatz also um Deutschland. Das Plädoyer der EZB-Forscher: Fusionieren, fusionieren, fusionieren. Dies überrascht zwar nicht per se. Die Vehemenz, mit der der Ratschlag formuliert wird, fanden wir aber doch bemerkenswert. EZB-Finanzstabilitäts-Bericht

Kurzmeldungen

Die Deka hat in den ersten neun Monaten eine deutlich schwächere Nettovertriebsleistung bei Privatkunden (-26% auf 7,1 Mrd. Euro) und ein etwas schwächeres wirtschaftliches Ergebnis (-6% auf 385 Mio. Euro) verzeichnet (Welt/ dpa) +++ Die Wirecard-Aktie hat sich gestern von ihrem nachbörslichen Absturz am Dienstag einigermaßen erholt und den regulären Handel bei 117,25 Euro beendet +++ Bei HSBC steht der langjährige Investmentbanking-Chef Samir Assaf vor der Ablösung (Reuters) +++ Das geografisch scheckbunte Fintech Capitolis (Sitze: New York, London, Tel Aviv) erhält ein Funding über 40 Mio. US-Dollar (Finextra)

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