Exklusiv: Wie die N26-Gründer ihre eigenen Investoren auf Distanz halten

Exklusiv: Gründer von N26 halten Investoren wie Allianz oder Tencent klar auf Distanz

Trotz zweier riesiger Finanzierungsrunden in weniger als zwölf Monaten halten die Gründer der Berliner Challenger-Bank N26 immer noch rund 25% der Anteile. Das zeigen Auswertungen kürzlich veröffentlichter Handelsregister-Einträge durch „Finanz-Szene.de“. Frappierend ist vor allem, wie gering im Vergleich die Anteile der beiden vermeintlichen Großinvestoren Allianz und Tencent ausfallen. Beide gehörten sowohl in der Serie-C-Runde im vergangenen März als auch bei der jüngsten Serie-D-Runde zu den wichtigsten Geldgebern, kommen aber dennoch bloß auf jeweils 5,6%. Der große Gewinner unter den VC-Investoren ist der Münchner Risikokapitalgeber Earlybird, dessen 11,3% nicht nur rund 250 Mio. Euro wert sind – sondern der mit seinen Investments teilweise so früh im Spiel war, dass er bis dato mit ziemlicher Sicherheit einen Schnitt in dreistelliger Millionenhöhe gemacht hat.

Was sonst noch auffällt?

  • 1,60% hält die N26 GmbH an sich selbst. So gesehen könnten die beiden Gründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal vielleicht sogar immer noch über eine faktische Sperrminorität verfügen, obwohl sie mit 24,90% eigentlich knapp unter der 25%-Marke liegen
  • Der Schweizer Investor Daniel Simon Aegerter und der deutschen Payment-Manager Marcus Mosen gehörten zu den frühesten N26-Investoren, dürften darum prozentual mit den größten Schnitt gemacht haben
  • Das gleiche gilt für den Plug&Play-Accelerator von Axel Springer
  • Was sonst noch auffällt: Valar (also das Investmentvehikel des Peter Thiel) hält erstaunliche 11,64%, der größte einzelne Gesellschafter ist allerdings ein anderer VC-Spezialist, nämlich HS Investments

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