Das angebliche Dementi des Kreditech-Gründers Alexander Graubner-Müller

Von Heinz-Roger Dohms

Drei Jahre nach Sebastian Diemer verlässt mit Alexander Graubner-Müller auch der zweite Gründer das Hamburger Finanz-Startup Kreditech. Überraschend kommt der Abschied nicht, denn bereits im Mai war der 30-Jährige vom Chefposten auf die Position des Vize-CEOs gerückt – angeblich aus freien Stücken und nicht auf Druck der Eigentümer (was „Finanz-Szene.de“ damals tendenziell bezweifelte).

Pikant: Schon Ende vergangener Woche hatte das Startup-Portal „Gründerszene“ über die Demission Graubner-Müllers berichten wollen. Nach einem Telefonat mit „AGM“ verzichtete der Redakteur jedoch auf die geplante Veröffentlichung. Seinen Angaben zufolge hatte der Kreditech-Gründer auf die Frage nach seinem Rückzug  gesagt, diese Information stimme nicht.

Graubner-Müller wies diese Darstellung gestern zurück. Er habe lediglich gesagt, er wolle keine Stellung nehmen. Selbst wenn das stimmen sollte, wäre es ein selbstverständliches Gebot der Fairness gewesen, gestern zuerst mit „Gründerszene“ zu sprechen. Stattdessen spielten Graubner-Müller und die ihn beratende PR-Agentur Oseon die News über das „Handelsblatt“. Dieses Vorgehen sei nicht ungewöhnlich, so Oseon. Die Mutmaßung, es könnte sich um eine Retourkutsche  aufgrund unbotmäßiger Berichterstattung gehandelt haben, wiesen Oseon und Graubner-Müller klar zurück.

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