Exklusiv

BVR soll erstmals eine PSD-Bank zum Restrukturierungsfall erklärt haben

Bei der korrekten Klassifizierung genossenschaftlicher Problembanken kann man schnell mal auf abschüssiges Terrain geraten (was Journalisten daher auch gern mal passiert). Ist ja auch alles nicht ganz einfach. Entlang des internen Ampelsystems der BVR-Sicherungseinrichtung gibt es einmal die „grünen“ Institute (das sind die ohne ernstliche Probleme); dann gibt es die „gelben“ (das sind die, die unter verschärfter Beobachtung stehen, wobei die Farbpalette hier von einem sehr bleichen bis zu einem fast orangen Gelb reicht); und schließlich gibt es die „roten“ (das sind die sogenannten „Restrukturierungsfälle“, wobei man ganz genau eigentlich von „Neustrukturierungs-Fällen“ sprechen müsste).

Freilich: Das alles sind aber immer noch nicht die eigentlichen Sanierungsbanken wie die VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden oder die Volksbank Düsseldorf Neuss; diese muss man sich also gewissermaßen als dunkelrote Fälle vorstellen. Und als wäre das nicht alles schon verwirrend genug, kursierte zu Jahresbeginn im Genosektor auch mal eine ebenso sagenumwobene wie erstaunliche umfängliche „rote Liste“ von Problembanken, wiewohl es sich dabei dem Vernehmen nach um eine eher freihändige Zusammenstellung irgendwie nicht ganz koscherer Geno-Institute gehandelt haben soll.

Jedenfalls, und damit nun zum eigentlichen Thema heute Morgen: Auf ebenjener „roten Liste“ soll sich damals, so erzählten es Kenner der Materie, angeblich auch die eine oder andere PSD-Bank befunden haben. Und wie Finanz-Szene dieser Tage nun erfahren hat, soll eines dieser Institute inzwischen auch ein richtiger „Rote Ampel“-Fall sein – also ein offizieller Restrukturierungsfall.

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