Exklusiv

Auch Auxmoney gründet Rückversicherer – so funktioniert jetzt der Restschuld-Case

Die Deutsche Bank ist nicht der typische Konsumfinanzierer da draußen. Als wir neulich allerdings über die Pläne der Commerzbank berichteten, einen eigenen Rückversicherer zu gründen, und im Zuge der Recherche lernten, dass die Deutsche Bank schon seit Jahrzehnten einen solchen Rückversicherer unterhält – da staunten wir nicht schlecht.

Denn: Die DB Re SA (so heißt die entsprechende Deutsche-Bank-Tochter) generierte zuletzt fast die Hälfte ihrer Bruttobeiträge aus einer einzigen Policen-Kategorie, und zwar aus „Zahlungsschutz-Versicherungen“. Sprich: Es geht ganz offenbar um Restschuld-Versicherungen. Also um Policen, die den Kreditnehmer gegen Tod, Arbeitslosigkeit oder Krankheit absichern sollen. Und die gerade bei Ratenkrediten umstritten sind, da sie als überteuert und intransparent gelten.

Was uns nun allerdings noch mehr erstaunte als die Erkenntnis, dass die Restschuld-Versicherung im Geschäftsjahr 2024 satte 48% des Beitragsvolumens des Deutsche-Bank-Rückversicherers ausmachten – das war die Tatsache, dass die DB Re SA das entsprechende Geschäft erst 2023 aufgenommen hatte (und damit rund ein Jahr, nachdem die Bundesregierung beschlossen hatte, die Vermittlungsprovision bei Restschuld-Versicherungen auf 2,5% des abgesicherten Darlehensvertrags zu deckeln). Das bedeutet: 1.) Angesichts des zeitlichen Zusammenhangs drängt sich der Verdacht auf, dass das eine eine Reaktion auf das andere war; und 2.) In dem Geschäft steckt offenbar so viel Wumms, dass es in weniger als 24 Monaten zum weitaus größten Geschäftsfeld aufstieg.

Jedenfalls, damit nun zu Auxmoney. Denn: Anders als die Deutsche Bank ist das Düsseldorfer Fintech ein geradezu reinrassiger (und brutal wachsender) Konsumfinanzierer. Und wie neue Recherchen von Finanz-Szene zeigen, hat auch Auxmoney still und leise einen eigenen Rückversicherer gegründet. Und zwar 2023, also in jenem Jahr, in dem auch die DB Re SA ganz offenbar begann, Ratenkredite rückzuversichern.

Sind Sie bereits Abonnent? Hier geht's zum Login!

Weiterlesen mit dem Premium-Abo von Finanz-Szene

Finanz-Szene ist das Nr.-1-Medium für Banken und Fintechs. Jetzt Premium-Abonnent werden und Zugang zu allen Inhalten sichern. Ab 9,99 Euro (für den 1. Monat). 

Alle Premium-Optionen auf einen Blick

  • Erhalten Sie 5x pro Woche unseren preisgekrönten Premium-Newsletter
  • Sichern Sie sich vollen Zugriff auf sämtliche Scoops, News, Analysen und sonstigen Inhalte auf Finanz-Szene.
  • Lesen Sie, was die Top-Entscheider in der deutschen Finanz-Szene lesen

Rechtehinweis

Die Artikel von Finanz-Szene sind urheberrechtlich geschützt und nur für den jeweiligen Premium-Abonnenten persönlich bestimmt. Die Weitergabe – auch an Kollegen – ist nicht gestattet. Wie Sie Inhalte rechtssicher teilen können (z.B. via Pressespiegel), erfahren Sie hier.

Danke für Ihr Verständnis. Durch Ihr Abonnement sichern Sie ein Stück Journalismus!

To top