von Christian Kirchner, 4. März 2026
Das Neugeschäft in der privaten Baufinanzierung ist erstmals, seit vor zwei Jahren die Erholung einsetzte, wieder rückläufig. Laut Bundesbank-Daten reichten die hiesigen Banken im Januar neue Wohnbaukredite im Umfang von 19,1 Mrd. Euro aus. Das waren nicht nur 3% weniger als im Dezember – sondern es bedeutete auch einen Rückgang von 3% verglichen mit dem Januar letzten Jahres (und genau das, also ein Minus im Vergleich zum Vorjahresmonat, hatte es seit Anfang 2024 nicht mehr gegeben).
Wer will, kann die Daten trotzdem positiv lesen – nämlich dahingehend, dass der Baufi-Markt inzwischen so etwas wie ein neues Gleichgewicht gefunden hat (mit einem stabilen monatlichen Neugeschäft meist irgendwo um die 19-20 Mrd. Euro). Es bietet sich allerdings auch eine negative Interpretation an. Die sieht so aus, dass Werte von 19-20 Mrd. Euro letztlich eher dünn sind, wenn man bedenkt, dass ein wesentlicher und wachsender Treiber des Baufi-Neugeschäfts aus Prolongationen kommt (siehe zuletzt unseren Deep Dive –> Das 50-Mrd.-€-Mysterium – was von der Baufi-Erholung ist echt, was Prolongation?).
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