Analyse

Die Schlacht um die Commerzbank – diese sechs Szenarien sind jetzt noch denkbar

Als die Italiener einstiegen, damals, im Jahr 2019, da taten sie das zunächst mit etwas unter 10%. Doch dann stockten sie sukzessive auf und hielten an ihrem Akquisitionsziel, einem bekannten deutschen Großkonzern, bald mehr als 25% der Anteile. Es entwickelte sich ein schleichender Übernahmekampf, zunächst noch ohne offizielles Angebot, aber geprägt von steigendem strategischen Druck, zumal die italienische Seite immer wieder auf die europäische Konsolidierungslogik verwies, der sich die Beteiligten letztlich nicht entziehen könnten.

Dass es sich um eine politisch delikate Branche handelte? Dass das deutsche Zielobjekt über einen Ankerinvestor verfügte, der sich den Übernahmeplänen lange Zeit entgegenstellte? All das schien die Italiener nicht wirklich zu interessieren. Sie hatten hinreichend tiefe Taschen. Sie hatten erstaunlich viel Geduld. Und es ging ihnen erkennbar nicht um irgendwelche Sympathiepreise. Sondern: Sie wollten einfach nur diesen deutschen Konzern übernehmen. Wenn auch nicht um jeden Preis.

Das erste Angebot, abgegeben im Mai 2025 und mit da noch knapp 30% Anteil, wurde noch sehr niedrig angesetzt. Erst mit dem verbesserten zweiten, im Juli 2025, erreichten sie schließlich ihr Ziel. Nach einer langen, aufreibenden Übernahmeschlacht gehört ProSiebenSat 1, also der drittgrößte deutsche Medienkonzern, jetzt zur Berlusconi-Holding MFE („Mediaset“). Kurz gesagt: Braucht man sich angesichts der frappierenden Parallelen also gar keine Illusionen mehr zu machen, dass die Commerzbank eine Übernahme durch die Unicredit noch wird verhindern können? Ist das Playbook längst geschrieben und wird nun nur noch orchestriert? Ja, könnte so sein. Aber: Noch ist der Kampf um die Commerzbank nicht entschieden. Das Einzige, was wirklich feststehen dürfte: Von hier an gibt es eigentlich noch sechs denkbare Szenarien, wie die Sache jetzt ausgehen kann.

Wir haben uns die Freiheit genommen, die sechs Szenarien einfach einmal fein säuberlich für Sie zu skizzieren – bitte sehr:

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